Meldung
02.04.2026
Neu berufen: Professor Dr. Garvin Brod
W3-Professur für Digitale Bildung, Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM)
Professor Dr. Garvin Brod ist seit März 2026 Professor für Digitale Bildung am Fachbereich Psychologie der Universität Tübingen und leitet am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) die Arbeitsgruppe “Entwicklung und Adaptives Lernen”. Er studierte Psychologie an der Universität des Saarlandes. Nach seinem Diplomabschluss war er von 2012 bis 2016 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. 2015 wurde er an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert. In seiner Dissertation mit dem Titel „Prior Knowledge Effects on Memory: Neural Correlates, Developmental Differences, and Longitudinal Dynamics“ untersucht Garvin Brod, wie Vorwissen das Erinnern beeinflusst und wie sich dieser Effekt je nach Alter und Entwicklungsstand unterscheidet. Für seine Dissertation erhielt Garvin Brod die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft. Von 2016 bis 2017 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation in Frankfurt am Main und leitete dort eine Forschungsgruppe zur kognitiven Entwicklung und Förderung. 2018 trat er dort eine Juniorprofessur an (ab 2024 W3-Professur für Psychologie), bevor er 2026 dem Ruf an die Universität Tübingen folgte. Garvin Brod war von 2020 bis 2025 Mitglied der Jungen Akademie an der Leopoldina und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Seit 2024 ist Garvin Brod Visiting Fellow am St. Johns College der University of Cambridge.
In seiner Forschung beschäftigt Garvin Brod sich mit Lernen und Selbstregulation im Kontext der digitalen Mediennutzung im Kindesalter. Dabei betreibt er einerseits Grundlagenforschung, um Lern- und Entwicklungsprozesse besser zu verstehen. Gleichzeitig wendet er dieses Wissen an, um Kindern das Lernen zu erleichtern. Gemeinsam mit seinem Team entwickelt er digitale Technologien, die sich an die individuellen Bedürfnisse von Kindern anpassen.
Franziska Hammer