Tübingen School of Education (TüSE)

Arbeitsbereich Forschung: TüSE Research

Konzeption von TüSE Research

Gemäß ihres Leitbildes zielt die Universität Tübingen durch herausragende Leistungen auf eine Stärkung ihrer internationalen Ausstrahlung. Die Tübingen School of Education orientiert sich an diesem Anspruch und hat die universitären Leitbegriffe 'Research – Relevance – Responsibility'  in ihrem Leitbild aufgegriffen.
Im Arbeitsbereich Forschung TüSE Research organisiert und realisiert die Tübingen School of Education die im Kontext von Lehrerbildung, Schule und Unterricht relevante Forschung an der Universität Tübingen und vernetzt die vielfach vorhandene Expertise. Die Forschungsstärke der Tübinger Bildungswissenschaften (am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung, am Institut für Erziehungswissenschaft, am Methodenzentrum, am Leibniz-Institut für Wissensmedien oder am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften) und Fachdidaktiken nutzend, fördert die School of Education die systematische Zusammenarbeit fachdidaktischer und bildungswissenschaftlicher Forschung sowie eine interdisziplinäre Forschungskultur in den lehramtsbildenden Fächern und kooperierenden Einrichtungen.
Die Universität Tübingen hat große Anstrengungen unternommen und nachhaltige Strukturveränderungen vollzogen, um diese Zielsetzungen realisieren zu können: Im Kern ist hier zunächst die Einrichtung von 18 neuen Professuren für Lehrerbildung zu nennen, davon 12 in den Fachdidaktiken. Drei der 5 neuen BMBF-geförderten bildungswissenschaftliche Professuren sind mit dem Denominationszusatz 'in den Fachdidaktiken' berufen. Sie sind gefordert, systematisch mit Fachdidaktiken zu kooperieren und dadurch deren Aufbau und Forschungsleistung zu unterstützen.

Auch das Tübinger Nachwuchsförderprogramm (TüNaPro) stärkt die fachdidaktische Forschung, indem die Qualifizierung des (fachdidaktischen) Nachwuchses explizit im Vordergrund steht.

TüSE Research steht für eine weites Spektrum wissenschaftstheoretischer, methodologischer und forschungsmethodischer Herangehensweisen, das empirisch-quantitative, empirisch-qualitative, theoriebezogene, historische und international-vergleichende Zugänge umfasst.

Struktur von TüSE Research

Die Struktur von TüSE Research lässt sich entlang von drei Formen der forschungsbezogenen Kooperation und Förderung beschreiben.
Linie 1 umfasst alle ausschreibungsbezogenen Kooperationen. Hier sondieren Vorstand und Geschäftsführung der TüSE relevante Auschreibungen, integrieren und koordinieren die vorhandene Expertise aus Bildungswissenschaften, Fächern und Fachdidaktiken bis zur fertigen gemeinsamen Antragstellung.
Linie 2 bilden die sogenannten Special Interest Groups (SIGs). Nach fast zweijährigen Vorarbeiten, einer gemeinsamen Klausurtagung (Forschungsprofile Tübinger Lehrerbildungs-, Schul- und Unterrichtsforschung) aller Akteure aus Fachdidaktiken, Bildungswissenschaften und Fachwissenschaften in der Lehrerbildungs-, Schul- und Unterrichtsforschung an der Universität Tübingen sowie auf Empfehlung des Advisory Boards wurde im Juli 2019 im School Board die Einrichtung von SIGs einstimmig beschlossen. Eine SIG ist ein Zusammenschluss von Forscherinnen und Forschern, die ein explizites, gemeinsames Forschungsinteresse verbindet. Die Einrichtung der SIGs verleiht dem Anspruch der TüSE Ausdruck, die vielfältigen thematischen, methodologischen und methodischen Zugänge der Tübinger Lehrerbildungs-, Schul- und Unterrichtsforschung zu integrieren und gleichzeitig die vorhandene Expertise der Forscherinnen und Forscher zu bündeln. Derzeit forschen Kolleginnen und Kollegen aus Fachdidaktiken, Fachwissenschaften und Bildungswissenschaften gemeinsam in sieben SIGs:

  • Professionalität im Lehrerinnen- und Lehrerberuf (Sprecher: Prof. Colin Cramer)
  • Relativität, Normativität und Orientierung (Sprecherin: Prof. Caroline Führer)
  • Rekonstruktive fachdidaktische Unterrichtsforschung (Sprecher: Dr. Daniel Goldmann)
  • Kompetenzmodellierung und -entwicklung (Sprecherin und Sprecher: Dr. Judith Glaesser)
  • Digitalisierung in der Lehrerbildung (Sprecher: Prof. Andreas Lachner)
  • Kritisches Denken und darüber hinaus: Normative Fragen in der Lehrer*innenbildung heute (Sprecherin: Dr. Uta Müller)
  • Unterstützung praxisnahen Kompetenzaufbaus: interdisziplinäre Synthese von theoretischen Konzepten, universitären Unterstützungsmaßnahmen und empirischer Modellierung von Entwicklungsverläufen (Sprecherin: Prof. Kathleen Stürmer)

Linie 3 umfasst alle bedarfs- und ressourcenbezogenen Maßnahmen und Aktivitäten. Hier werden thematische Bedarfe durch Vorstand und Geschäftsführung der TüSE identifiziert, Forschungskooperationen initiiert und bei vorhandenen Ressourcen unterstützt. Dies erfolgt beispielsweise über interne Ausschreibungen mit Begutachtungsverfahren.

Laufende Projekte von TüSE Research

Im Rahmen der genannten Linien und Maßnahmen führt TüSE Research selbst derzeit mehrere Forschungsprojekte durch, insbesondere auch im Kontext der Qualitätsoffensive Lehrerbildung:

Ansprechpartnerin für TüSE Research

  Dr. Nina Beck
nina.beckspam prevention@uni-tuebingen.de