Ausschreibung im Bereich Informatik
28.05.2026
DFG-Fraunhofer-Kooperation: Trilaterale Transferprojekte 2026
Frist: 1. September 2026 (Zweistufiges Verfahren, Projektskizzen)
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Fraunhofer-Gesellschaft (Fraunhofer) rufen erneut gemeinsam zur Einreichung von Anträgen zu trilateralen Transferprojekten aus allen fachlichen Bereichen auf. Mit dem Programm sollen Transferaktivitäten initiiert werden, mit denen geeignete komplementäre Partner aus dem Wissenschafts- und dem Anwendungsbereich wissenschaftliche Erkenntnisse in Richtung Anwendung entwickeln und dadurch bestehende Lücken zwischen Grundlagenforschung und Anwendung schließen.
In den trilateralen Transferprojekten fungieren Fraunhofer-Institute als forschende Partner und Mittler zwischen Hochschule und Anwendung (bspw. Industrie), indem sie zum einen anwendungsorientierte Vorlaufforschung durchführen und zum anderen bestehende Kontakte zur Wirtschaft verstärken und neue initiieren. Ziel ist es, die Forschungsergebnisse insbesondere auch wirtschaftlich zu verwerten.
Der Aufruf ist nicht auf Transferprojekte mit bestimmten Arten von Anwendungspartnern beschränkt. Ermuntert wird aber zu Kooperation mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die in der Regel nicht über ausreichende Forschungskapazitäten verfügen, um Ergebnisse aus der Grundlagenforschung aufnehmen und weiterentwickeln zu können. Der Aufruf ist ferner offen für alle fachlichen Themen und Methoden, für die in DFG-geförderten Projekten die entsprechende Basis gelegt wurde. Da in diesen Projekten zunehmend der Einsatz von KI-Methoden zu verzeichnen ist, wird hiermit angeregt, diese Methoden angesichts ihrer enormen Potenziale für den Transfer auch vermehrt in den trilateralen Transferprojekten zu nutzen.
Es können trilaterale Transferprojekte mit einem Projektkonsortium bestehend aus
- einem Hochschulpartner aus einer Universität/HAW/FH (DFG-finanziert),
- einem Fraunhofer-Partner (Fraunhofer-finanziert) und
- einem Anwendungspartner (eigenfinanziert)
DFG und Fraunhofer stellen jeweils Mittel bis zu einer Höhe von 3 Millionen Euro pro Ausschreibung zur Verfügung. Im Rahmen der Ausschreibung wird angestrebt, etwa fünf Transferprojekte zu fördern.
Die Antragstellung erfolgt in den nachfolgend beschriebenen zwei Phasen.
Phase 1: Projektskizzen – Einreichung bis zum 1. September 2026
- Max. 5 Seiten gemäß Vorlage
- Wissenschaftliche Lebensläufe aller antragstellenden Personen bei Hochschul- und Fraunhofer-Partner
- Im Anschluss: Begutachtung durch eine Begutachtungsgruppe
- Aufforderung zur Antragsstellung: voraussichtlich Mitte Dezember 2026
Phase 2: Anträge – Einreichung bis zum 10. März 2027
- Vollständiger Antrag gemäß Vorlage (im Allgemeinen analog zu den Regeln des DFG-Förderprogramms „Sachbeihilfe“)
- Von allen Partnern unterzeichneter Kooperationsvertrag
- Im Anschluss: Begutachtung durch eine Begutachtungsgruppe inkl. Austausch mit Antragstellenden (Anfang Juni 2027)
- Förderentscheidung im Juli 2027
Weitere Informationen:
https://www.dfg.de/de/aktuelles/neuigkeiten-themen/info-wissenschaft/2026/ifw-26-29