Das Team des Instituts für Medienwissenschaft will, so heißt es auch in der offiziellen Einladung zur Gründungsfeier, „Brücken zwischen Medien-, Kultur- und Kommunikationswissenschaft, zwischen Medientheorie, Mediengeschichte und Medienpraxis“ bilden. Dabei setzen sich die Team-Mitglieder mit Print- und Onlinemedien, Bild- und Hörmedien, Journalismus, Werbung und Marketing, Fernsehen und Film auseinander. Neben der Forschung ist in der Lehre das Ziel, wie Institutsdirektor Bernhard Pörksen betont, den „spezialisierungsfähigen Generalisten“ auszubilden.
Rektor Engler und der Dekan der neuen Philosophischen Großfakultät, Professor Dr. Jürgen Leonhardt, skizzierten in ihren Grußworten bei der Gründungsfeier die Anfänge der Tübinger Medienwissenschaft: von ersten Lehrveranstaltungen zu Medienthemen bei den Linguisten in den 1970er-Jahren bis hin zur Einrichtung des Aufbau-Studiengangs Medienwissenschaft-Medienpraxis mit zwei Professuren und zum Aufbau der Medienabteilung in der Neuphilologie Anfang der 1990er-Jahre. Das Ausbauprogramm 2012 des Landes Baden-Württemberg trug – wie Rektor Engler betonte – mit dazu bei, dass aus der Tübinger Medienwissenschaft und dem Aufbau-Studiengang jetzt ein „Institut für Medienwissenschaft“ geworden ist. Denn die Universität Tübingen nutzte dieses Programm erfolgreich, um zwei neue Professuren in der Medienwissenschaft einzuwerben und diesen Profilbereich nachhaltig zu stärken und auszubauen. Eine fünfte Professur mit dem Schwerpunkt Medien-Innovation und Medien-Wandel soll zum Herbst 2011 besetzt werden.