Die Typisierungsaktion „Studierende gegen Leukämie“, Ende Juni organisiert von zwei Studenten am Institut für Sportwissenschaft, war ein voller Erfolg. 425 neue potenzielle Stammzellenspender sind jetzt in der Datenbank der Deutschen Knochenmarkspenderdatei!
Bereits eine halbe Stunde nach Aktionsbeginn entstand der erste Stau vor der Blutabnahme. Die Sportmanagementstudenten Simon Schleich, 22, und Michael Magnussen, 23, die die Typisierung organisiert hatten, waren auf Grund des großen Andrangs begeistert. 200 Teilnehmer hatten sie sich gewünscht. Am Ende kamen mehr als doppelt so viele.
Eine möglichst hohe Beteiligung war den Ausrichtern wichtig, weil mit jedem Teilnehmer die Chance steigt, einen passenden Spender für einen Leukämiepatienten zu finden. Zahlreiche dieser Patienten benötigen eine Stammzellspende zum Überleben. Um als Spender infrage zu kommen, müssen sich die Personen im Vorhinein anhand einer Blutspende typisieren lassen. Anschließend werden sie in einer weltweiten Datenbank geführt. Die Deutsche Knochenmarksspenderdatei (DKMS) regelt dies in Deutschland. Nicht jeder kommt später als Spender in Betracht, doch je größer die Datei, desto größer die Chancen für die Patienten, einen Spender zu finden.
Bei der Typisierungsaktion im Institut für Sportwissenschaft (IfS) Ende Juni kamen 425 potenzielle Spender hinzu, darunter Michael Neumeister und Hans Cipowicz von den Bundesliga-Volleyballern des EnBW TV Rottenburg. Universitäts-Kanzler Dr. Andreas Rothfuß, der bereits typisiert ist, schaute ebenfalls vorbei und lobte die Organisatoren für ihr Projekt. Das Gros der Teilnehmer aber waren Studierende – ein Plus für die Leukämiepatienten: Junge Menschen können länger in der Spenderdatenbank geführt werden und stehen somit auch über längere Zeit als mögliche Spender zur Verfügung. Auch aus diesem Grund will die DKMS in Zukunft vermehrt auf Typisierungsaktionen an Hochschulen setzen. Das Projekt der beiden Tübinger Sportstudenten diente dabei als Modellversuch.