Institute of Education

Uwe Böhm

Soziales Lernen im Kontext von Schule

Zusammenfassung

Die Arbeit bietet eine historisch-systematische Grundlegung für soziales Lernen und ergänzt durch empirische Erkenntnisse. Sie zeigt den Wandel des Begriffs „Soziales Lernen“ auf und verknüpft ihn konzeptionell mit der ethischen Bildung. Dadurch entsteht ein Kategoriensystem, welches es erlaubt, Schülerinnen und Schüler durch Interviews unter anderem zum Erwerb ihrer Verantwortungsübernahme zu befragen. Es ist zu vermuten, dass sich individuelle Vorstellungen verändern.

Methodisches Vorgehen

In einem hermeneutischen Vorgehen wird die einschlägige Literatur zum sozialen Lernen analysiert. Die intentionalen Veränderungen innerhalb der schulpädagogischen Entwicklung werden herausgearbeitet und in Bezug zu der Trias Unterricht - Schulleben - Gemeinwesen gesetzt. Durch soziologische und psychologische Erkenntnisse entsteht ein heuristisches Modell zur sozial-ethischen Bildung, welches die Wertebildung mit sozialem Lernen im schulischen Kontext verknüpft.

Nach der grundlegenden Systematisierung des Gegenstandes „Soziales Lernen“ entsteht die Notwendigkeit einer empirischen Studie mit explorativem Charakter. Durch teilstandardisierte Interviews (Leitfaden und Fragebogen) werden Schülerinnen und Schüler vor, während und nach der Praktikumsphase im Rahmen des Themenorientierten Projekts „Soziales Lernen“ an Realschulen befragt. Durch die qualitative und vergleichende Inhaltsanalyse werden Veränderungen des Weltbildes, Menschenbildes, Gesellschaftsbildes und Gottesbildes erhellt. Insbesondere lassen sich Effekte bezüglich personaler, gesellschaftsbezogener, ethischer und schulpädagogischer Aspekte herauskristallisieren. Eine weitere empirische Fragestellung bezieht sich auf die Nachhaltigkeit durch das Projekt an den Realschulen.

Laufzeit

2007 - 2011

Finanzierung

Eigenprojekt