Institute of Modern History

Ver- und Entflechtung

End of Empire

Das Projekt befasst sich mit den Auswirkungen des Endes des British Empire auf die ehemaligen Siedlerkolonien Australien und Neuseeland und legt besonderes Augenmerk auf Zugehörigkeitspraktiken und der Auseinandersetzung mit der südpazifischen Inselwelt in Zeiten des Umbruchs. (Miriam Adler, Sabrina Jost, SFB 923)

 

De-centering the Enlightenment

Über die Interpretation des „Neuen Welt-Botts“ (1726-1761), einer Sammlung vornehmlich jesuitischer Berichte aus aller Welt, entwickeln Ulrike Strasser (San Diego) und Renate Dürr (Tübingen) ein neues Narrativ der Aufklärung. Dieses Projekt wird von der VW-Stiftung im Rahmen der Förderlinie „Opus Magnum“ gefördert. (Renate Dürr)

 

Mehrsprachiges Sprechen über Sprache

In meinem Dissertationsprojekt untersuche ich, wie sich die mehrsprachige Kommunikationssituation im Kontext neuspanischer Missionen auf das Sprechen über Sprache selbst auswirkte. (Simon Siemianowski)

 

Spanische Kolonialverwaltung im Bedrohungsfall im fnz. Panama 

Das Projekt, das bis Juni 2019 in den SFB 923 Bedrohte Ordnungen eingebunden war, untersucht spanische Kolonialverwaltung im Bedrohungsfall am Beispiel der schottischen Darien-Kolonie im Panama des späten 17. Jahrhunderts. Es verfolgt dabei einen dezidiert global- bzw. verflechtungsgeschichtlichen Ansatz und untersucht neben den Verwaltungs- und Kommunikationspraktiken der Beamten des spanischen Reiches auch weitere Faktoren wie Konflikte zwischen einzelnen spanischen Akteuren, die agency indigener Akteure und den Einfluss von Wetter, Krankheiten und lokalen geografischen Gegebenheiten. (Marie Schreier)

 

Lutherische “Türken- und Mohrenpredigten”, 16.-18. Jahrhundert

Erzwungene Migration ins Alte Reich war keine Ausnahme. In diesem Forschungsprojekt werden die zahlreichen gedruckten lutherischen Taufpredigten unter vor allem drei Perspektiven interpretiert: 1) die Erfindung von Taufritualen; 2) die Rekonstruktion der Lebenswege der Verschleppten; 3) die Rekonstruktion des Nicht-Gesagten in diesen Predigten. (Renate Dürr)

 

Chronopolitik und Zeitlichkeit in der Globalgeschichte

Wie gehen Globalhistoriker*innen mit Zeit und Zeitlichkeit um? Untersucht werden methodische Grundfragen ebenso wie spezifische Debatten, etwa die aktuelle Diskussion um das "Globale Mittelalter". (Christina Brauner)

 

„Wie die Heiden“. Polemische Vergleiche und religiöse Diversität 

Welche Rolle spielen Vergleiche in Diskursen religiöser Diversität? Wie sind polemische Vergleiche mit der Entstehung von Religionskonzepten verknüpft? (Christina Brauner)

 

Archäologische Praxis als Imperialismus?

Das Dissertationsprojekt untersucht die deutsche Ausgrabungspraxis im Osmanischen Reich zwischen 1870 und 1914 mit sozialgeschichtlichem Fokus. (Julia Tubbesing)

Horizonte der Arbeit

Globale Arbeitsmigration aus mitteleuropäischen Regionen steht im Fokus dieses Projekts, das den sozialen Hintergrund und vorangegangene Mobilitätserfahrungen, die Beziehungen zwischen Migrierenden, den Informationstransfer über Arbeitsmöglichkeiten sowie die Auswirkungen der Ab- und Rückwanderung in den jeweiligen Herkunftsregionen untersucht. (Philip Hahn)

 

Die Gelder der Mission

Das Habilitationsprojekt untersucht die Transnationalisierung von Katholizismus, die maßgeblich von katholischen „Laien“ und einer breiten Fundraising-Bewegung getragen wurde. (Frederike Schotters)