Institute of Modern History

Wissen und Übersetzung

De-centering the Enlightenment

Über die Interpretation des „Neuen Welt-Botts“ (1726-1761), einer Sammlung vornehmlich jesuitischer Berichte aus aller Welt, entwickeln Ulrike Strasser (San Diego) und Renate Dürr (Tübingen) ein neues Narrativ der Aufklärung. Dieses Projekt wird von der VW-Stiftung im Rahmen der Förderlinie „Opus Magnum“ gefördert. (Renate Dürr)

 

Sensory Communities in the Early Modern Town

Das Buchprojekt (abgeschlossene Habilschrift) untersucht die Funktionen von Sinneswahrnehmung in Vergemeinschaftungsprozessen in der frühneuzeitlichen Stadtgesellschaft am Beispiel Ulms von ca. 1480 bis 1880 (Philip Hahn).

 

Herrschen auf Distanz

In meinem Dissertationsprojekt untersuche ich am Beispiel der württembergischen Distanzherrschaft in der französischsprachigen Grafschaft Montbéliard politisch-administratives Handeln auf Distanz als Übersetzungsprozess. (Louis-David Finkeldei)

 

Mehrsprachiges Sprechen über Sprache

In meinem Dissertationsprojekt untersuche ich, wie sich die mehrsprachige Kommunikationssituation im Kontext neuspanischer Missionen auf das Sprechen über Sprache selbst auswirkte. (Simon Siemianowski)

 

Kartographie als Übersetzung

Untersucht werden Übersetzungspraktiken in der Herstellung frühneuzeitlicher Karten am Beispiel der Pariser Kartenwerkstatt von Claude und Guillaume Delisle. (Irina Saladin)

 

Performing navigational and hydrographical expertise

In meinem Dissertationsprojekt frage ich danach, welche Strategien die sailing masters der Royal Navy des 18. Jahrhunderts nutzten, um sich als Experten in den heiß umkämpften Disziplinen der Hydrographie und Navigation zu inszenieren und die Deutungshoheit in diesen Bereichen zu behalten. (Lena Moser)

 

Sprachliche und kulturelle Übersetzungsprozesse

Das Projekt untersucht sprachliche und kulturelle Übersetzungsprozesse im Reisebericht des Jesuiten Florian Paucke 1719-1780. (Ulrich Stober)

 

Archäologische Praxis als Imperialismus?

Das Dissertationsprojekt untersucht die deutsche Ausgrabungspraxis im Osmanischen Reich zwischen 1870 und 1914 mit sozialgeschichtlichem Fokus. (Julia Tubbesing)