02.02.2026

Die extreme Rechte, der Faschismus und die Macht

Neuer Beitrag von Rolf Frankenberger im Sammelband "Keine Zeit für Apathie, keine Zeit zu schweigen"

Autor: Dr. Rolf Frankenberger, Herausgeber: Harald Roth

Die extreme Rechte ist längst nicht mehr nur als randständiges politisches Milieu zu begreifen, sondern als Akteurin im Kampf um gesellschaftliche Deutungsmacht, kulturelle Hegemonie und politische Herrschaft. Der Beitrag untersucht, wie extrem rechte Bewegungen und Parteien in Europa Diskurse verschieben, Grenzen des Sagbaren neu ziehen und Machtverhältnisse in liberalen Demokratien transformieren.
Ausgehend von einer begrifflichen Einordnung der „neuen“ extremen Rechten zeigt Rolf Frankenberger, dass deren Programmatik und Strategien produktiv mit Ansätzen der Faschismustheorie analysiert werden können. Zugleich macht der Text deutlich, dass sich die gegenwärtige extreme Rechte nicht in historischen Analogien erschöpft, sondern als modernes, anpassungsfähiges und diskursiv wirkmächtiges Projekt verstanden werden muss. In einem zweiten Schritt wird mit Rückgriff auf Michel Foucault herausgearbeitet, wie Macht, Diskurs und Wissen im rechten Kulturkampf ineinandergreifen und wie auf diese Weise gesellschaftliche Normalitäten verschoben werden. Der Beitrag verbindet ideengeschichtliche Präzision mit gegenwartsbezogener Analyse und bietet einen theoretisch fundierten Zugang zum Verständnis der extremen Rechten als kultureller, politischer und machtstrategischer Formation der Gegenwart.

Der Beitrag ist im Februar 2026 im Sammelband “Keine Zeit für Apathie, keine Zeit zu schweigen”, herausgegeben von Harald Roth, beim Dietz Verlag erschienen (S.107-119).
Dietz Verlag