Führungskräfte und Projektleitende managen ihre Veränderungsvorhaben in einem sich verändernden Umfeld. Der Änderungsdruck ist mitunter hoch. Change-Management gehört daher für Führungskräfte an Universitäten zum Führungsalltag und stellt sie und ihre Mitarbeitenden vor große Herausforderungen. Nicht selten finden sie sich zwischen den Polen „Alles soll schneller, schlanker und unbürokratischer“ und Verhaltensweisen in Form von „Besitzstandswahrungen“ wieder. Deshalb ist es notwendig, dass sich Führungskräfte und ihre Mitarbeitenden Zeit nehmen, sich mit den grundlegenden Erfolgsfaktoren des Change Managements auseinanderzusetzen.
Gemeint sind hier zum Beispiel Projekte wie
- die Einführung einer neuen Software, eines Dokumentenmanagement-systems, eines Promovierendenmanagementsystems, eines Bewerbungs-managementsystems etc.
- die (Neu-)Strukturierung eines Studiengangs
- die Digitalisierung von Arbeitsprozessen
- die Einführung von Aspekten von New Work
- …
All das sind Veränderungsprojekte. Leider erreicht eine große Anzahl aller Veränderungsprojekte ihr Ziel nicht. Erfolg ist in Veränderungsprojekten oder Projekten allgemein keine Selbstverständlichkeit.
Doch wie müssen Veränderungsprojekte geplant und aufgesetzt werden, wenn sie erfolgreich verlaufen sollen?
Wie werden die Verantwortlichen vertraut mit der Gestaltung von grundlegenden Prinzipien, Prozessen und Methoden von Veränderungsprozessen?
Im mehrmoduligen CMP lernen Sie Methoden kennen, Veränderungsprozesse noch erfolgreicher gestalten zu können. Dazu stärken Sie Ihre Fähigkeiten, bei typischen Prozessdynamiken in Veränderungsvorhaben lösungsorientiert zu agieren. Sie lernen, worauf es bei der Kommunikation im Rahmen von Veränderungsprozessen ankommt, wie Beteiligte zielführend eingebunden werden und wie Sie konstruktiv mit Spannungen umgehen und diese nutzbar machen. Sie entwickeln ein Bewusstsein für Change-Management, setzen sich mit der eigenen Verantwortung in Veränderungsprozessen und -projekten auseinander, bauen Kompetenzen auf und erkennen, wenn ein erweiterter Beratungs- und Unterstützungsbedarf förderlich ist.
Das Change Management Programm richtet sich an Personen, die mit einem konkreten Veränderungsprojekt bzw. -vorhaben betraut sind.
Durchführung: Dr. Daniela Bister (Leitung Personalentwicklung UT) und Hans-Werner Bormann (WSFB-Beratergruppe)
Anmeldung
Bewerbungsschluss ist der 22.07.2026
Dienstag, 04.08.2026, 14.00 - 17.00 Uhr | Neue Aula, Raum 236 sowie
Mittwoch, 05.08.2026, 09.00 - 17.00 Uhr | Neue Aula, Raum 236
Inhalte:
Wie „funktionieren“ Organisationen und wie verändern sie sich?
Wie werden Veränderungsvorhaben sinnvoll strukturiert?
Welche Bedeutung hat Führung in Veränderungsprozessen?
Dienstag, 22.09.2026, 09:00 - 17:00 Uhr | Neue Aula, Raum 236
Inhalte:
Wie gehe ich selbst mit Veränderungen um?
Wie gehe ich mit Bedenken, die bis hin zu Widerständen reichen, um?
Wie vermittle ich zielführend Veränderungsvorhaben?
Montag, 02.11.2026, 9.00 - 17.00 Uhr | Neue Aula, Raum 225
Inhalte:
Wie gelingt es, die Veränderungsenergie aufrecht zu erhalten?
Wie werden Projektreviews wirksam und nützlich gestaltet?
Wie bei Planabweichungen reagieren?
Das Change Management Programm fand im Sommer 2025 bereits zum dritten Mal statt – und erneut wurde deutlich, wie wertvoll der Austausch, die praxisnahen Inhalte und die professionelle Begleitung für die Teilnehmenden sind. Wir haben mit einem unserer Teilnehmer gesprochen und ihm drei Fragen gestellt:
Der Austausch mit den Kolleg:innen, dabei insbesondere die gegenseitige Fallberatung. Die Workshopinhalte konnten hier anhand konkreter Fallbeispiele aus der Praxis der Teilnehmenden heruntergebrochen und angewendet werden, sodass alle den Nutzen einzelner Techniken und Methoden testen konnten. Solche Möglichkeiten des vertraulichen Austauschs mit professioneller Unterstützung sind eine großartige Sache!
In den drei Workshoptagen bekommt man allerhand Theorien, Tools und Methoden näher gebracht. Das hilft mir persönlich immer gut, eigene Handlungsweisen oder Routinen neu zu perspektivieren und im Zweifel anzupassen. Dieses Mal war es vor allem das Fence-Sitter-Modell. Ein eigentlich simples Modell, das aber dabei helfen kann, im nicht immer veränderungsfreudigen Umfeld der Universität nicht den Mut zu verlieren.
Ich würde in jedem Fall zur Teilnahme raten, auch wenn drei Tage Workshop nicht immer einfach im Kalender unterzubringen sind. Gerade die Beschäftigung mit dem Thema über einige Wochen hinweg ist es, was den Reiz der Veranstaltung ausmacht. So bleibt genügend Zeit, über die einzelnen Themen nachzudenken, Tools und Methoden auszuprobieren und sie mit den Kolleg:innen beziehungsweise Coaches anschließend zu reflektieren. Insofern: Der Aufwand lohnt sich!