Uni-Tübingen

European Degree

Welche aktuellen Entwicklungen und weiteren Schritte plant die EU auf dem Weg zu einem Europäischen Grad? Welche Faktoren sind bei der Gestaltung eines europaweit anerkannten Hochschulabschlusses zu berücksichtigen? Welche Fördermöglichkeiten bestehen?

Mit dem European Degree verfolgt die EU das Ziel eines europaweit anerkannten Hochschulabschlusses. Transnationale gemeinsame Studienprogramme sind ein zentrales Ziel des Europäischen Hochschulraums. Ihre praktische Umsetzung ist jedoch trotz der bestehenden Bologna-Instrumente weiterhin mit erheblichen rechtlichen und administrativen Herausforderungen verbunden. Die Abteilung III.1 beteiligt sich an den gegenwärtigen Diskussionen auf europäischer Ebene und entwickelt innovative Lösungsansätze, um transnationale gemeinsame Studienprogramme zu gestalten und zu pilotieren. 

Fakultäten und Fachbereiche können sich bei der Entwicklung von transnationalen gemeinsamen Studienprogrammen gerne frühzeitig an die Abteilung III.1 wenden. In einem umfassenden Beratungsprozess erarbeitet die Abteilung III.1 gemeinsam mit den Fakultäten und Fachbereichen die jeweiligen notwendigen Prozessschritte sowie das weitere zeitliche Vorgehen.

Bei all Ihren Fragen zu diesem Thema steht Ihnen das Team der Abt. III 1 beratend zur Seite.


Projekte

SMARTT (Screening, Mapping, Analyzing, Recommending, Transferring and Transforming HE International Programmes)

Das Erasmus+ Projekt SMARTT (Screening, Mapping, Analyzing, Recommending, Transferring and Transforming HE International Programmes) wurde von April 2023 bis April 2024 durchgeführt und hat Leitlinien und Empfehlungen für ein zukunftsweisendes European Degree Label geschaffen. Ziel war es, die Qualität und Übertragbarkeit gemeinsamer Studienprogramme in Europa zu verbessern und ihre Sichtbarkeit sowie Attraktivität für Studierende zu steigern.
Im Rahmen des Projekts arbeiteten elf Partneruniversitäten der CIVIS European Alliance gemeinsam mit weiteren Hochschulen aus neun Ländern eng zusammen. Durch die Analyse bestehender Programme – darunter der schon bestehende gemeinsame Master EUROSUD – sowie die Auswertung von 50 anderen Kooperationsbeispielen wurden Indikatoren entwickelt. Weiterhin wurden Umfragen, Interviews, Fokusgruppen mit Hochschulen, Behörden und Stakeholdern wie dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg durchgeführt. Ergänzt wurde dies durch eine SWOT-Analyse.
Die Ergebnisse des Projekts umfassen eine Vorlage für die Kennzeichnung europäischer Joint-Degree-Programme sowie Empfehlungen für die gestaffelte Einführung des Labels. Die Projektergebnisse sollen langfristig dazu beitragen, die europäische Hochschulbildung zu stärken, die internationale Zusammenarbeit zu fördern und Studierenden neue Chancen für Mobilität und akademische Exzellenz zu eröffnen.