29.10.2026

Auseinandersetzung der Archäologie mit politischen Entwicklungen sowie der Schutz und die Förderung des kulturellen Erbes Europas.

Jahrestreffen der European Association of Archaeologists (EAA).

Das diesjährige Jahrestreffen der European Association of Archaeologists (EAA) fand vom 26. bis 29. August in Athen statt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1994 führt die EAA zur Stärkung der Zusammenarbeit archäologischer Disziplinen innerhalb Europas und darüber hinaus, einmal im Jahr an wechselnden Orten eine zentrale Tagung durch. Zudem bietet die Tagung den Mitgliedern des Verbandes die Möglichkeit zum Austausch in einem internationalen Rahmen. Im Fokus steht dabei sowohl die Präsentation aktueller Forschungsergebnisse als auch die Auseinandersetzung der Archäologie mit politischen Entwicklungen sowie der Schutz und die Förderung des kulturellen Erbes Europas. In diesem Kontext stand auch der Vortrag „Out of context? Archaeology and the moral drama of tabloid storytelling.” Eingebunden in die Session “Shifting Political Landscapes: Archaeology’s Response to Nationalism, Populism and Identity in Europe” untersuchte der Vortrag Methoden und Narrative, mit denen Boulevardmedien archäologische Entdeckungen und Ereignisse präsentiert und an die Bedürfnisse ihrer Leserschaft anpasst. Abschließend evaluierte der Vortrag Möglichkeiten des Umgangs archäologischer Disziplinen mit der Berichterstattung in einer zunehmend polarisierten Medienlandschaft. Die Tagung offenbarte die signifikanten Herausforderungen, mit denen sich die moderne Archäologie aufgrund der Vereinnahmung und Einflussnahme durch den zunehmenden Populismus und Nationalismus gegenübersieht und zeigte deutlich, weshalb es einen aktiven Umgang und offensive Kommunikation archäologischer Ergebnisse benötigt.

Im Rahmen der Session „Out of context? Archaeology and the moral drama of tabloid storytelling” habe ich vom 26. bis zum 29. August am Jahrestreffen der European Association of Archaeologists (EAA) in Athen teilgenommen. Durch den Austausch mit Kolleg:innen aus den archäologischen Disziplinen und darüber hinaus konnte ich tiefgehende Erkenntnisse zu meinem Vortragsthema gewinnen, die ihren Weg in die schriftliche Ausarbeitung des Vortrags finden werden. Ich danke dem Unibund für die finanzielle Unterstützung, ohne die eine Teilnahme an der Konferenz aufgrund der geopolitisch bedingten Kostensteigerungen nicht möglich gewesen wäre.

Matthias Kalisch