Geschichtsdidaktik und Public History

Max Witzler

Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand 

Institut für Geschichtsdidaktik und Public History Wilhelmstr. 36
Raum 129
72074 Tübingen
E-Mail: max.witzlerspam prevention@uni-tuebingen.de

Sprechstunde Lehrveranstaltungen: Mi 15-16 Uhr 

 

Ab Januar 2026 übernimmt Max Witzler die Studienfachberatung Geschichte (Lehramt). Sprechstunde nach Anmeldung per Mail:

In Präsenz, Mo 17-18 Uhr
Online, nach Vereinbarung 

E-Mail (Studienberatung Lehramt): beratung-lehramtspam prevention@geschichte.uni-tuebingen.de

Vita

Seit 2026
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Geschichtsdidaktik und Public History, Universität Tübingen
2024/25
Unternehmenshistoriker und Analyst in einem Tech-Unternehmen
Seit 2024
TCP-Master-Zertifikatsprogramm Management und Leadership, Universität Tübingen
2023
Gastwissenschaftler an der Spanischen Nationalbibliothek, Madrid
Seit 2021
Fachtutor für internationale Studierende, Universität Tübingen
2021
Staatsexamen mit Auszeichnung, Geschichte und Anglistik/Amerikanistik (Gymnasiallehramt).
  • Staatsexamen mit Auszeichnung, Geschichte und Anglistik/Amerikanistik (Gymnasiallehramt). Wissenschaftliche Staatsexamensarbeit: „Neoliberaler Konsens? Die Geschichte des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank am Beispiel ihrer Programme in Indien“, Universität Tübingen
2018
Auslandsjahr an der Universidad Autónoma de Madrid (Spanien) sowie Praktikum bei einer internationalen Unternehmensberatung
2017
Wissenschaftliche Hilfskraft, Tübingen School of Education (TüSE)
2016
Auslandssemester an der University of Sheffield (Vereinigtes Königreich)

Dissertationsprojekt

Concrete Transformations - Global- und Umweltgeschichte der Zementindustrie

Das Dissertationsprojekt untersucht die globale Umwelt- und Wirtschaftsgeschichte der Zementindustrie als eines zentralen, bislang historiografisch kaum erforschten Schlüsselsektors der Industriemoderne. Zement ist der zentrale Bestandteil von Beton, dem meistverbrauchten menschengemachten Stoff der Welt, und gehört mit rund 8 % der globalen CO2-Emissionen zu den größten industriellen Treibhausgasverursachern weltweit. Im Fokus steht die Frage, inwiefern sich die Wertschöpfungsketten der Zementindustrie in prägenden Transformationsphasen seit dem 20. Jahrhundert – von beschleunigter Industrialisierung und dem Beton-Boom über Globalisierungsprozesse bis zur gegenwärtigen Nachhaltigkeitskrise – strukturell verändert haben. Zentral ist hierbei die Analyse des Spannungsfelds zwischen der gesellschaftlichen Abhängigkeit von Zement als Grundlage moderner Infrastruktur und Wirtschaftsentwicklung einerseits sowie den ökologischen und sozialen Kosten seiner Herstellung andererseits. Anhand vergleichender Fallstudien in unterschiedlichen Weltregionen analysiert das Projekt politische, ökonomische und institutionelle Steuerungsversuche. Das Vorhaben fragt in diesem Zusammenhang nach dem Zusammenspiel zwischen industrieller Produktionsweise, politisch-institutioneller Rahmensetzung und unternehmerischen Strategien und untersucht zugleich, wie Formen gesellschaftlicher Agency auf politökonomische Governance-Strukturen zurückwirken und damit wechselseitig zur Transformation kapitalistischer Wertschöpfungsketten beitragen. Theoretisch ist das Projekt an der Schnittstelle von Globalgeschichte, Umweltgeschichte und der New History of Capitalism verortet.

Publikationen

Aufsätze

  1. Der Internationale Währungsfonds, Durchsetzer des globalen Neoliberalismus?, in: Faktor14, 19 (2022), S 11- 16.

Blog-Beiträge

Mitgliedschaften

  • Mitglied des Zentrums für Frankophone Welten (ZFW)

Vorträge

  • „The Market Way: Governing Sustainable Industrial Transformation with Economic Incentives. A Case Study of the EU Emission Trading System and the Cement Industry“, Sandbjerg Summer School in Global History, Schloss Sandbjerg, Sonderburg, Dänemark, 19.06.2024.
  • „Grauer Kapitalismus. Global- und Umweltgeschichte der Zementindustrie“, Universität Tübingen, 05.02.2024.
  • „Systemrelevant, zerstörerisch, alternativlos? Die globale in Zementindustrie in Zeiten der Nachhaltigkeitskrise”, Vortrag im Rahmen der Nachhaltigkeitsreihe der Ferdinand-von-Steinbeisschule Tuttlingen, 23.05.2023.
  • „Zementierte Vormacht? Globalisierungsgeschichte der europäischen Zementindustrie“, Universität Tübingen, 31.01.2023.
  • „Neoliberaler Konsens? Die Geschichte von IWF und Weltbank am Beispiel ihrer Programme in Indien“, Online-Vortrag, Universität Tübingen, 11.01.2021.
  • „PMCs, Blood, and Blackwater. The Economics and Costs of Military Outsourcing.”, Universidad Autónoma de Madrid, 17.05.2018.