Gastvorträge im SoSe 2017

Prof. Dr. Mireille Schnyder (Zürich)

"Überlegungen zu einer Ästhetik des Fremden"

Freitag, 19. Mai 2017, 18.15 Uhr, Neuphilologie / Brechtbau, Raum 215

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Der Gastvortrag findet im Rahmen der Nachwuchstagung ″himmlisch, irdisch, höllisch: Religiöse und anthropologische Annäherungen an eine historisierte Ästhetik″ statt (Link).

Prof. Dr. Barbara Thums (Mainz)

"Engelsfigurationen in der Literatur der Moderne"

Samstag, 20. Mai 2017, 10.30 Uhr, Neuphilologie / Brechtbau, Raum 215

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Der Gastvortrag findet im Rahmen der Nachwuchstagung ″himmlisch, irdisch, höllisch: Religiöse und anthropologische Annäherungen an eine historisierte Ästhetik″ statt (Link).

Nachwuchstagung: „Himmlisch, irdisch, höllisch: Religiöse und anthropologische Annäherungen an eine historisierte Ästhetik“ (19. und 20. Mai 2017)

Mit der kulturwissenschaftlichen Öffnung und Neuorientierung der Literaturwissenschaft rückt seit geraumer Zeit wieder ins Bewusstsein, dass Literatur sich nicht in einem selbstreferentiellen, autonomen Spiel der Zeichen erschöpft. Vielmehr wird sie als zentraler Bestandteil eines kulturellen Zusammenhangs betrachtet. Die Wissensformationen, aus denen sich literarische Äußerungen speisen, sind dementsprechend vielfältig. Sie gehen nicht in literarästhetischen beziehungsweise kunsttheoretischen Anwendungen und Reflexionen auf, sondern erweisen sich als äußerst heterogen, da sie explizit oder implizit immer auch anthropologisch relevante Themen verhandeln, wie zum Beispiel Gewalt, Tod, Sexualität und Religion, aber auch Fragen der politischen und gesellschaftlichen Ordnung.

Ebenso vielgestaltig wie die anthropologisch bedeutsamen Kontexte sind Erscheinungsweisen und (Inter-)Medialität ästhetischer Phänomene: Neben dem Schönen, das im Zuge der sogenannten Autonomieästhetik zum Fluchtpunkt ästhetischer Reflexion avancierte, gilt es daher auch ästhetische Randphänomene wie das Hässliche, Monströse, Desintegrative und den Zerfall in ihrer spezifischen (Inter-)Medialität zu thematisieren.

Im Rahmen der Nachwuchstagung soll der polyphone Charakter der Literatur als Folge ihrer doppelten, das heißt ästhetischen und anthropologischen Funktionalität und Qualität im Zusammenhang mit religiös kodierten Ordnungen beleuchtet werden. Mit der topologischen Triade Himmlisch – Irdisch – Höllisch wird eine Fokussierung auf Wissens- und Bedeutungsordnungen vorgenommen, die immer auch axiologische Fragen verhandeln und in der Notwendigkeit ihrer Vermittlung und Legitimierung ästhetische und anthropologische Aspekte in besonderer Weise vereinen. Es handelt sich dabei um Konfigurationen, die sich für die Literatur zeitübergreifend als kontrovers und spannungsreich erwiesen haben. Mit der Hinwendung zu den ästhetisch-anthropologischen Funktionalisierungen und Transformationen von religiös kodierten Ordnungen verbindet sich der Anspruch, einen Einblick in die historische Varianz literarischer Äußerungen zu erhalten und sie in ihrer zeitlichen Kontinuität und Diskontinuität zu erörtern.

Zeit: 19. und 20. Mai 2017

Ort: Wilhelmstraße 50 (Brechtbau), Raum 215

Hier finden Sie das Programm und das Plakat zur Tagung.

Workshop: Picta poesis. Embleme als intermediale Reflexionsfiguren

Hechingen, 7.-8. Juli 2016

Organisation: Gudrun Bamberger M. A., Dr. Astrid Dröse, Prof. Dr. Jörg Robert

Das Programm finden Sie hier. Den Tagungsbericht finden Sie hier.

Vom 9.-11. März 2016 findet im Evangelischen Stift, Klosterberg 2, Tübingen, folgende interdisziplinäre und internationale Tagung statt

Ästhetische Reflexionsfiguren in der Vormoderne

Formen, Typen, Topoi

Aesthetic Figures of Reflection in the Premodern Age

Forms, Types, Topoi

Das Interesse der Tagung gilt der Frage danach, was uns vormoderne literarische Kunstwerke über ihr ästhetisches Programm verraten. Gesucht wird nach Formen, Typen und Figuren, in denen sich ästhetische Kommentare im Vollzug eines Textes herausbilden. Auf dieser Basis sollen Beschreibungsszenarien und heuristische Kategorien entwickelt werden, die eine Ästhetik der Vormoderne - jenseits des „noch nicht“ der autonomieästhetischen Meistererzählung, jenseits aber auch des „immer schon“ der evolutionären Ästhetik - konturieren helfen. Für die verschiedenen Formen, Typen und Topoi ästhetischer Selbstreflexion wird der Begriff der „ästhetischen Reflexionsfigur“ vorgeschlagen. Es wird zu prüfen sein, inwieweit dieser Begriff die Erschließung einer ,anderen’ Ästhetik in ihren verschiedenen Erscheinungsformen, Funktionen und soziokulturellen Bedeutungen zu leisten vermag. Konkret stehen die folgenden Fragen im Zentrum:

Trägt der Begriff und Zugang der „ästhetischen Reflexionsfigur“, die aus den einzelnen Texten heraus gewonnen wird?

Welche kunstreflexiven ,ästhetischen’ Kategorien werden über diesen impliziten Zugang deutlich?

Bleiben diese kunstreflexiven Kategorien an lebensweltliche Bezüge gebunden? Wenn ja, an welche und mit welcher Funktion?

Was leistet der implizite Zugang über die ästhetischen Reflexionsfiguren mehr als ein kunsttheoretisch geprägter Zugang?

Hier finden Sie Programm und Plakat zur Tagung.

Workshop "Ästhetische Reflexionsfiguren in der lateinischen Literatur"

4. und 5. Dezember 2015, Keplerstr. 2, Raum 1.81

Literatur ist ein ästhetisches Objekt, in dem sich Form und Inhalt zu einem Gesamtwerk vereinen. Der Leser wird von ihr auf verschiedene Weise berührt und zur Auseinandersetzung mit ihr angeregt. Essentiell für das Verständnis eines literarischen Werkes ist ein Nachvollziehen der Arbeits- und Denkweise des Autors. Diese manifestiert sich in der antiken lateinischen Literatur in erster Linie als Autoreflexion in den Werken selbst, nicht in Form einer selbstständigen theoretischen Schrift. Zwei Ausnahmen – mit wiederum eigenen Einschränkungen – bilden die Ars poetica des Horaz und Quintilians Institutio oratoria, die das Verhältnis von Literatur und Ästhetik explizit thematisieren. In dieser Hinsicht lässt sich die römische Antike also als theoriearm bezeichnen. Daher können Kategorien und Methoden ästhetischen Darstellens und Empfindens nur durch eine differenzierte Analyse von Bildlichkeit, Figuren und Formen innerhalb der Texte, die im Promotionsverbund Die Andere Ästhetik als Figuren der Autoreflexion verstanden werden, erarbeitet werden.

Ziel des Workshops soll es sein, ausgewählte lateinische Texte auf ihre ästhetischen Merkmale und Figuren der Autoreflexion hin zu untersuchen und diese näher zu betrachten, um so ein vertieftes Verständnis von Funktions- und Wirkungsweise autoreflexiver Überlegungen zu erlangen.

Hier finden Sie Programm und Plakat des Workshops.

 

Colloquien im Sommersemester 2015

6.5., 13.5., 20.5. 17.6., 24.6., 1.7., 8.7.

Gastvortrag „Die Ästhetik des Gesamtwerks: Zu Vergil und den Vergiliana“

am 9.6.2015 von Dr. Fabian Zogg (Zürich)

Im Vergil-Codex 184 der Burgerbibliothek Bern (9./10. Jh.) erwartet den Leser nach der Aeneis eine Überraschung: Auf das Explicit des Epos folgt ein Gedicht Versus Virgilii de nutrice sua – „Verse Vergils über seine Amme“. Die eigentlich als Martial 1,19 bekannten vier Verse, in denen sich der Epigrammatiker über eine zahnlose Amme lustig macht, sind eine der aussergewöhnlichsten Zuschreibungen an Vergil. Im Vortrag soll zunächst aufgezeigt werden, wie Vergil selbst seine Eklogen, Georgica und Aeneis zu einem vollkommenen Gesamtwerk stilisieren wollte. Anschliessend werden ausgewählte Rezeptionszeugnisse zu Vergil danach befragt, wie sie das Gesamtwerk des Dichters im Hinblick auf den Umfang ästhetisch beurteilen. So konnte Vergils Trias bereits ab dem 1. Jh. n. Chr. um weitere Texte ergänzt werden. Bei Autoren wie Martial, Statius und Quintilian lässt sich hierbei eine rhetorische Absicht erkennen. Ob Ähnliches auch für die mittelalterliche Erweiterung von Vergils Œuvre um Martials Epigramm 1,19 gilt, soll am Ende des Vortrags diskutiert werden.

Dr. Fabian Zogg hat in Zürich Klassische Philologie studiert und wurde 2013 mit einer Arbeit über den Frieden des Aristophanes promoviert. Er arbeitet und lehrt am Seminar für Griechische und Lateinische Philologie der Universität Zürich. In seinem Habilitationsprojekt untersucht er die Vergiliana – Texte, die neben Eklogen, Georgica und Aeneis unter Vergils Namen überliefert wurden.

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Workshop "Poetik / Poetologie. Religiöses Wissen und auktoriale Selbstlegitimation"

 

am 19. und 20. März 2015

im Rahmen des Graduiertenkollegs 1662 "Religiöses Wissen im vormodernen Europa".

Weitere Informationen finden Sie hier: Poster und Programm

Workshop

Workshop mit Dr. Justin Vollmann und Thalia Vollstedt zu mittellateinischen Poetiken


Termin: Mi, 10.12.2014, 12-16 Uhr, Raum 181, Keplerstr. 2

Weitere Informationen finden Sie hier.

Workshop "Die andere Ästhetik - sechs Perspektiven"

11. Juli 2014, 14-20 Uhr, Raum 415

Programm

14.00 Uhr

Kurze Begrüßung

14.05-15.05

Alexandra Mehl: „Künstlerfiguren in der antiken Literatur“

15.05-16.05

Matthias Beschorner: „Ekphrasis in der frühen Skaldendichtung am Beispiel von Ragnarsdrápa“

16.05-16.50

Sabrina Keim: „Maria clar, du bist vorwar figurliken wal to beduden: Zur Verflechtung von poetologischer und theologischer Metaphorik im spätmittelalterlichen Marienlob“

16.50-17.00

Pause

17.00-17.45

Olivia Kobiela: „Die andere Ästhetik“ mit einem Projektvorhaben zur „ÄsthEthik der Fremde der ‚vorhöfischen‘ Dichtung , insbesondere des ‚Herzog Ernst‘ B“

17.45-18.45

Anne-Sophie Renner: „Schiller und das Andere der Autonomieästhetik“

18.45-19.45

Gudrun Bamberger: „Figuren der Selbstreflexion im Prosaroman des 16. Jahrhunderts“

Kolloquium: "Neue Forschungen zur Ästhetik"

3. Juli 2014, in Kooperation mit Prof. Dr. Manuel Braun und Prof. Dr. Catrin Misselhorn an der Universität Stuttgart

Textgrundlage:
Annette Gerok-Reiter: Die ,Kunst der vuoge‘: Stil als relationale Kategorie
Überlegungen zum Minnesang.
Catrin Misselhorn: Die neue Moralismusdebatte. Begriffe - Thesen - Argumente.
Jörg Robert: Punctum saliens und empirische Wende. Schillers späte Fragmente und ihre Poetik.

Gastvortrag

Prof. Dr. Frank Bezner (Universität Berkeley)

Lusus ficticius? Ästhetische Reflexionsfiguren in der mittellateinischen Liebesdichtung

2. Juli 2014, 18-20 Uhr, Raum 415

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Theorieseminar: "Neue Forschungen zur Ästhetik"

Sommersemester 2014: Dienstag, 18-21 Uhr, Raum 033

Prof. Dr. Annette Gerok-Reiter und Prof. Dr. Jörg Robert

Zu den erstaunlichsten Entwicklungen innerhalb der Literaturtheorie der vergangenen Jahre zählt die Rückkehr der Ästhetik. Fragen nach dem Schönen, der Autonomie der Kunst und ihrer anthropologischen Notwendigkeit sind wieder Gegenstand einer intensiven Debatte, die nun im Zeichen der Anthropologie, der Evolutionsbiologie oder Neurowissenschaften geführt wird. Sie alle lassen sich als Explikationen von Aristoteles’ Definition des Menschen als „nachahmungsfreudigstes Lebewesen“ (Poetik 1448a) deuten. Das Oberseminar, das im Kontext des neu formierten Promotionsverbundes „Die andere Ästhetik – Reflexionsfiguren der Künste in der Vormoderne“ steht, setzt sich zum Ziel, an ausgewählten Texten zentrale Motive und Argumente dieser Rückkehr der Ästhetik nachzuvollziehen. Dabei sollen zwei Schwerpunkte gesetzt werden: der erste betrifft die Konstitution der Autonomieästhetik ‚um 1800’, der andere die neueren Theoriedebatten um die Frage „Wozu Kunst“. Beide Ansätze sollen vor allem daraufhin befragt werden, was sie für ein historisch differenzierendes Verständnis von Kunst (Kunst der Antike, des Mittelalters, der Frühen Neuzeit etc.) leisten.

Arbeitstreffen des DFG-Netzwerkes ‚Humanistische Antikenübersetzung und frühneuzeitliche Poetik 1480–1620‘

27. und 28. Februar 2014, Wilhelmstraße 50, Raum 315

Organisation: Prof. Dr. Jörg Robert, PD Dr. Regina Toepfer, Dr. Klaus Kipf

Das Programm finden Sie hier. Informationen zum öffentlichen Abendvortrag finden Sie hier.

Colloquium: Kunst vor der Kunst

5. Februar 2014, 13.30-19.00 Uhr, Keplerstraße 2

Hier finden Sie ein Plakat mit weiteren Informationen und den genauen Ablaufplan der Veranstaltung.

Textgrundlage:

Montaigne: De l'oysiveté (I, 8)

Esprits und esprit, aisthesis und Ästhetik bei Montaigne. Zitate aus Montaignes Essais

Shakespeare: Henry V (1. Chorus)

Deutsche Übersetzung

Schleiermacher: Reden über die Gebildeten unter ihren Verächtern (2. Rede, insbes. S. 74-83)

Gastvortrag

PD Dr. Andreas Heil (Technische Universität Dresden):

Ekphrasis (descriptio) als literaturwissenschaftliches Konzept in den spätantiken Vergilkommentaren

Donnerstag, 30. Januar 2014, 18 Uhr c.t.

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Gastvortrag

Prof. Dr. Michael Squire (London):

Bild und Text auf den "Ilias-Tafeln"

Donnerstag, 23. Januar 2014, 20 Uhr c.t.

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