In den Jahren 1903 bis 1908 führte der ungarische Privatgelehrte Kisléghi Nagy Gyula auf mehreren Fundplätze bei der Ortschaft Stari Bišnov (Óbesenyő, Bessenova, Beşenova veche, heute Dudeştii Vechi) Grabungen durch, die Fundstoff vom Neolithikum bis ins Mittelalter erbrachten (Gáll et al. 2010). Auf Kisléghi geht auch die Einteilung der Fundplätze in der Flur „Bucova pusta“, auf halber Strecke zwischen Dudeştii Vechi und Sânnicolau Mare (Nagyszentmiklós) mit römischen Ziffern I bis IX zurück, die im rumänischen Fundstellenregister übernommen wurden. Der heute noch als schwache Erhebung im Acker sichtbare Hügel Bucova pusta IV wurde 1904 unter seiner Leitung auf einer quadratischen Fläche von 484 qm mit mehreren Sondageschnitten untersucht. Bei der Freilegung stieß er auf mehrere Gräber der ungarischen Landnahmezeit, die in die Fläche einer frühneolithischen Siedlung eingetieft waren (Gáll et al. 2010, 85-98). Da Kisléghis Hauptinteresse jenen Gräbern galt, wurden die Befunde der neolithischen Siedlung lediglich in seinem Tagebuch vermerkt, aber keine regelrechte Dokumentation dazu angelegt. Seinen Aufzeichnungen nach muß er aber größere Teile von frühneolithischen Häusern freigelegt haben.