22.10.2026
Wi-REX im Gespräch 2026/2027: Zwischen Schutzbedarf und kultureller Hegemonie – Die Vielfalt der Bedrohungslagen
Online-Vortragsreihe von 2. November 2026 - 08. Februar 2027 u.a. mit Prof. Léonie de Jonge
Rechtsextremismus ist ein vielschichtiges Phänomen, das sich nicht auf eine einzelne Erscheinungsform reduzieren lässt. Um ihm wirksam zu begegnen, braucht es den Dialog zwischen Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit. Die Vortragsreihe „Wi-REX im Gespräch“ zeigt, dass der Rechtsextremismus in vielfältigen gesellschaftlichen Bereichen wirksam wird. Rechtsextremismus zeigt sich in konkreten Bedrohungsszenarien für Engagierte vor Ort, in strategischen Kampagnen gegen Klimaschutz, in der digitalen Diskriminierung von Menschen mit Behinderung, in der subtilen Politisierung von Alltagskultur und nicht zuletzt in der gezielten Einflussnahme auf Wissenschaft und Kulturinstitutionen durch rechtsgerichtete Regierungen.
Der Forschungslandschaft zu Rechtsextremismus in Deutschland fehlt es bisher an Eigenständigkeit, Vernetzung und Kohärenz. Hier setzt das seit dem 1. Januar 2023 aktive Wissensnetzwerk Rechtsextremismusforschung (Wi-REX) an: Es systematisiert das Wissen über das Phänomen Rechtsextremismus, bringt wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Akteur*innen in Austausch, organisiert den Wissenschafts-Praxis-Transfer und die Förderung von Nachwuchswissenschaftler*innen. In dem Projektzeitraum von fünf Jahren und den sich daraus entwickelnden Strukturen soll somit die Rechtsextremismusforschung insgesamt gestärkt werden.
Das Wi-REX wird von vier in der Rechtsextremismusforschung etablierten wissenschaftlichen Einrichtungen organisiert: Dem Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld, dem Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung (KReDo) der Universität Leipzig, dem Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) Jena und dem SO.CON – Institut für Forschung und Entwicklung in der Sozialen Arbeit der Hochschule Niederrhein. Gemeinsam leiten sie die drei Plattformen Wissenschaft, Junge Forschung und Transfer, aus denen sich das Wissensnetzwerk zusammensetzt.
Online-Vortragsreihe 2026/2027:
12.11.2026 – 14:00-15:30 Uhr Onna Buchholt (Bundesverband Mobile Beratung) | Wenn die Bedrohungslage zunimmt - Schutzkonzepte für zivilgesellschaftliche Organisationen |
20.11.2026 – 14:00 Uhr Manès Weisskircher (Universität Trier /Nachwuchsgruppe REXKLIMA) | Klimaobstruktion: Wie Rechtsaußenparteien gegen Klimapolitik mobilisieren |
10.12.2026 – 14:00-15:30 Uhr Annamária Fábián Trost | Digitale Partizipation gegen ableistische Hassrede |
21.01.2026 – 12:30-14:00 Uhr Léonie de Jonge | Heimat, Essen, Kultur: Alltagspraktiken als Einfallstore für die extreme Rechte |
18.02.2026 – 14:00-15:30 Uhr Massimiliano Livi (Universität Frankfurt) | Wissenschaft und Kultur in Italien unter der Meloni Regierung |
Zoom-Einwahl: t1p.de/g1rpz (für alle Veranstaltungen)