Uni-Tübingen

Studium Generale

Das Studium Generale
an der Eberhard Karls Universität Tübingen

… sucht die wissenschaftsgeleitete Auseinandersetzung in Gegenwartsfragen,
… behandelt Grundfragen der menschlichen Existenz,
… bietet das Gespräch über die Grenzen der Einzeldisziplin hinaus.


Programm-Flyer

Der Programm-Flyer für das Sommersemester 2026 zum Download: 

Studium Generale-Programm (PDF)

Wichtiger Hinweis: Der Flyer hat den Stand des Druckdatums und enthält somit keine Informationen, die sich durch Terminverschiebungen oder -absagen ergeben. Diese werden bei der jeweiligen Veranstaltungsreihe im digitalen Vorlesungsverzeichnis ALMA und im zentralen Veranstaltungskalender bekanntgegeben.


Themenübersicht Sommersemester 2026

KI - Ökonomische und gesellschaftliche Konsequenzen

  • Findet statt: jeweils Montag, 18:00 Uhr c.t.
  • Veranstaltungsort: Hörsaal 21 im Kupferbau
  • Organisation: Gernot Müller & Dominik Papies, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) verändert Wirtschaft und Gesellschaft in grundlegender Weise. Sie eröffnet neue Möglichkeiten in Arbeit, Bildung und Wissensproduktion, wirft zugleich aber auch drängende Fragen auf: Wie wandeln sich Arbeitsmärkte, Qualifikationsanforderungen und berufliche Perspektiven? Welche Kompetenzen brauchen Menschen, um sich in einer zunehmend von KI geprägten Lebens- und Arbeitswelt orientieren und selbstbestimmt handeln zu können? Und wie verändern algorithmische Systeme politische Kommunikation, soziale Beziehungen und Formen des Wissens? Damit rückt KI zunehmend ins Zentrum gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse.

Die Universität Tübingen leistet in der Forschung zu maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz Spitzenforschung. Vor diesem Hintergrund eröffnet sich den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften vor Ort ein besonders geeigneter Rahmen, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Auswirkungen von KI interdisziplinär zu analysieren. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Regulierung, der Verantwortung und der gesellschaftlichen Gestaltung von KI – insbesondere mit Blick auf demokratische Prozesse, Bildungssysteme, Wissenschaftspraxis und soziale Ungleichheiten.

Die Ringvorlesung bringt Perspektiven aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen und eröffnet einen Raum für Austausch zwischen Wissenschaft, Studierenden und Öffentlichkeit. Sie lädt dazu ein, die Versprechen und Risiken künstlicher Intelligenz kritisch zu prüfen, bestehende Annahmen zu hinterfragen und ihre Bedeutung für Demokratie, Bildung, Wissenschaft und Alltag öffentlich zur Debatte zu stellen.

Termine:

Medien, Macht und Menschlichkeit – Wie die digitale Medienökonomie unsere Öffentlichkeit prägt

  • Findet statt: jeweils Dienstag, 18:00 Uhr c.t.
  • Veranstaltungsort: Hörsaal 25 im Kupferbau
  • Organisation: Dr. Christopher Gohl, Annette Guthy, Weltethos-Institut

Medien waren noch nie neutral: Sie sind politischer Machtfaktor, wirtschaftlicher Marktplatz und kultureller Mitgestalter unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Sie sind zugleich Gegenstand, Spiegel und Akteur kultureller und politischer Verhältnisse. Derzeit verändert sich unsere Medienlandschaft unter dem Einfluss der Digitalisierung rasant. Digitale Plattformen steuern Informationsflüsse, prägen soziale Beziehungen, verändern Geschäftsmodelle und beeinflussen die Dynamik öffentlicher Debatten.

Algorithmen, Plattformmonopole und KI-generierte Inhalte bestimmen zunehmend, welche Themen sichtbar werden, welche Stimmen Gehör bekommen oder welche Perspektiven am Rande der Wahrnehmung bleiben. Neue digitale Gewohnheiten und Abhängigkeiten setzen dabei nicht nur Medienschaffende und ihr journalistisches Ethos unter Druck, sondern wirken auf uns alle.

Umso wichtiger ist es, die Rolle der Medien und ihre Auswirkungen auf unsere Gesellschaft zu verstehen.

Wir laden dazu ein, gemeinsam zu reflektieren:

  • Wie verändert sich die Medienwirtschaft – und mit ihr unser demokratisches Zusammenleben?
  • Welche Macht entfalten Algorithmen und Deepfakes für die öffentliche Meinungsbildung und die Entstehung alternativer Öffentlichkeiten?
  • Wie können Medien Räume für Dialog und eine konstruktive Streitkultur eröffnen, statt Polarisierung und Entfremdung zu verstärken?

Termine:

1776–2026: Was ist los in den USA?

  • Findet statt: jeweils Mittwoch, 18:00 Uhr c.t.
  • Veranstaltungsort: Hörsaal 25 im Kupferbau
  • Organisation: Prof. Dr. Astrid Franke, Jun.-Prof. Dr. Nadja Klopprogge

In den 250 Jahren seit der Unabhängigkeitserklärung haben sich Menschen in Europa und anderswo schon öfter gefragt, was uns auch heute beschäftigt: Was geschieht da gerade auf der anderen Seite des Atlantiks? Wie kann man es verstehen und erklären? Was bedeutet das für uns? Was bedeutet es für die transatlantischen Beziehungen, ja vielleicht auch darüber hinaus für das Gefüge globaler Beziehungen?

Diese Vorlesung nimmt ihren Ausgangspunkt in der Gegenwart, blickt aber hinter das Tagesgeschehen, um historische, politische, gesellschaftliche, kulturelle und literarische Bezüge aufzuzeigen. Wir enden mit einer Podiumsdiskussion, bei der das Thema bewusst offengehalten ist, denn: Wer weiß schon jetzt, was los sein wird in den USA?

Termine:

Orte und Architektur der Universität Tübingen

  • Findet statt: jeweils Mittwoch, 18:00 Uhr c.t.
  • Veranstaltungsort: Hörsaal 21 im Kupferbau - sowie im Livestream
  • Organisation: Prof. Dr. Ernst Seidl, Dr. Tjark Wegner, Dr. Michael La Corte
  • Live-Übertragung der Vorlesungsreihe über Zoom

Wie in keiner deutschen Universitätsstadt materialisiert sich in Tübingen die Geschichte der abendländischen Universität mit ihren drei großen Entwicklungsschritten signifikant in der baulichen und urbanen Struktur der Stadt: Angefangen von den spätmittelalterlichen Bauten, die sich heute noch im „Neubauviertel“ des späten 15. Jahrhunderts an der historischen Neckarfront zeigen, über das zweite Universitätsviertel entlang der Wilhelmstraße extra muros bis hin zu den Neubauten auf der grünen Wiese, der Morgenstelle und dem Cyber Valley.

Die Architektur der Hochschule bestimmt hier und darüber hinaus ebenso das Bild der Stadt, wie die Mitglieder der Universität das urbane Treiben. Wissenschaft, Forschung und Lehre, aber auch das studentische Leben prägen Orte, welche die Menschen nutzen und die ihre Bedürfnisse spiegeln.

Doch wie sah überhaupt eine Universität im 15. Jahrhundert aus? Wo lebten die Professoren, wo lernten die Studenten? Welche Bedeutung hatte und hat die Stiftskirche für die Universität? Wo waren in den späteren Jahrhunderten die Studentinnen und Studenten untergebracht und wie lebten sie dort? Warum schenkte die US-Botschaft ihnen nach dem Zweiten Weltkrieg das Klubhaus gegenüber der Neuen Aula und was hat es mit der dortigen Architektur auf sich? Wie veränderte sich die psychiatrische Klinik im Laufe der Zeit? Seit wann ist das Schloss Hohentübingen Bestandteil der Hochschule oder wie hat die Universität und die Universitätsstadt die deutsche Literatur geprägt?

Die Orte der Tübinger Hochschule zeigen nicht nur die Wechselwirkungen zwischen Universität und Stadt, sondern zeugen von veränderten Rahmenbedingungen für die Forschung und Lehre, von wissenschaftlichem und gesellschaftlichem Fortschritt ebenso wie vom Alltag an der Universität oder von Zeiten von Gewalt und Wissenschaftsmissbrauch. 

Termine:

Das Runde muss ins Eckige: Sportkulturen, Leistung und Vielfalt

  • Findet statt: jeweils Donnerstag, 18:00 Uhr c.t.
  • Veranstaltungsort: Hörsaal 21 im Kupferbau - sowie im Livestream
  • Organisation: Zentrum für Gender- und Diversitätsforschung, Institut für Sportwissenschaft
  • Live-Übertragung der Vorlesungsreihe über Zoom

Sport ist zentraler Teil unserer Kultur. Große Wettbewerbe wie die Olympischen Spiele oder auch die in diesem Jahr in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragene Fußball-Weltmeisterschaft der Herren sind gigantische Medienereignisse und wichtige Bezugspunkte für Menschen auf der ganzen Welt. Manche identifizieren sich stark über die aktive oder emotionale Zugehörigkeit zu einem Verein oder aber auch einer Nation – je nachdem entlang welcher Unterscheidungen verglichen wird. Und für viele bedeutet die individuelle Freude an Bewegung oder im Wettbewerb mit anderen einen Ausgleich zum Beruf sowie eine körperliche und soziale Bereicherung. Ob Leistungs- oder Breitensport, aktive Bewegung oder Fankultur: Sport hat einen großen Stellenwert für uns als Einzelne und als Gesellschaft.

Auch wenn die Kultivierung von Leistung und Wettbewerb ein konstitutives Merkmal des (Publikums-)Sports ist, werden dort auch noch viele weitere Spannungsverhältnisse verhandelt, die für die Gesellschaft als Ganzes relevant sind: zwischen Wettbewerb und Chancengerechtigkeit, zwischen Vergleichbarkeit und Unvergleichbarkeit sowie zwischen Leistungsgedanke und Teilhabe. Hierbei sind insbesondere Fragen von Heterogenität sowie nach dem Umgang mit unterschiedlichen Voraussetzungen, Körperlichkeiten, aber auch sozialen und kulturellen Zugehörigkeiten von großer Relevanz.

In dieser Vorlesungsreihe wollen wir diesen Fragen aus der Perspektive der Sportwissenschaft, aber auch anderer Sozial- und Kulturwissenschaften nachgehen und im interdisziplinären Austausch den Umgang mit körperlicher, gesellschaftlicher und kultureller Vielfalt im Sport erkunden.

Termine:


FAQs

Für Interessierte

  • Im Studium Generale bieten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Tübingen freiwillig und neben ihren vielfältigen Aufgaben öffentliche Vorlesungsreihen an: Montags bis donnerstags, jeweils 18:15 sowie 20:15 Uhr, im Hörsaalgebäude Kupferbau, Hölderlinstraße 5, 72074 Tübingen.
  • Die Vorlesungsreihen sind kostenlos und richten sich an alle Interessierten sowie Studierende sämtlicher Fachrichtungen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Sämtliche Termine sowie aktuelle Änderungen sind im Ausklappmenü der Homepage zu finden. Wir nehmen Sie gerne mit Ihrer Postadresse in den Verteiler für den gedruckten Programmflyer auf, Anmeldung: sekretariat-kommunikationspam prevention@zv.uni-tuebingen.de
  • Die Reihen finden in Präsenz statt. Auf zusätzliche Online-Angebote weisen wir im Programm zur jeweiligen Reihe hin.
  • Studierende können durch regelmäßigen Besuch einer Reihe 1 ECTS-Punkt bzw. maximal 3 ECTS-Punkte beim Besuch von drei Vorlesungsreihen erwerben. Dies ist nur in Präsenz möglich.

Bitte laden Sie dafür den Teilnahmenachweis herunter und holen Sie sich für jeden Besuch eine Unterschrift der Vortragenden. Anschließend können Sie den Nachweis beim Transdisciplinary Course Program (TCP) abstempeln lassen. Fragen dazu beantwortet Ihnen das TCP-Anmeldungsteam unter: kursanmeldungspam prevention@tracs.uni-tuebingen.de

Die Öffnungszeit der TCP-Anmeldeverwaltung finden Sie unter: https://uni-tuebingen.de/de/113615

Kontakt:

Jana Barth, 29-77851, sekretariat-kommunikationspam prevention@zv.uni-tuebingen.de

Für OrganisatorInnen

  • Jede Vorlesungsreihe hat eine(n) Hauptverantwortliche(n) aus der Universität, Kooperationen mit Außenstehenden sind möglich. Grundsätzlich sollte auch anderen Zugängen zum Thema Raum geboten werden, besonders im Falle einer Ringvorlesung durch nur eine Person (z.B. im Format einer Podiumsdiskussion, die multiperspektivisch zusammengesetzt ist).
  • Eine Vorlesungsreihe besteht aus mind. zwölf Veranstaltungen, damit Studierende für den Besuch 1 ECTS-Punkt erwerben können. Mögliche Termine: Montags bis donnerstags, 18:00 -19.45 oder 20:00 - 21.45 Uhr, alle Veranstaltungen finden im Hörsaalgebäude Kupferbau statt.
  • Die Reihen sind interdisziplinär bzw. multiperspektivisch und auf ein breites Publikum ausgerichtet. Unreflektierte moralisch-normative Themensetzungen sind generell ausgeschlossen; vielmehr repräsentieren die Vorlesungsreihen einen kritisch-reflexiven Zugang zum jeweiligen Thema.
  • Idealerweise kommen mind. zwei Drittel der Vortragenden aus der Universität Tübingen. Es wird erwartet, dass sich die wissenschaftlichen Konzepte, die in Titel und Rahmentext dargestellt werden, in den einzelnen Vorträgen widerspiegeln.
  • Themenvorschläge werden durch die AG Studium Generale genehmigt: Diese besteht aus durch die Fakultäten entsendete Vertreterinnen und Vertreter, unter Leitung der Prorektorin für Studierende, Studium und Lehre. Die AG tagt jeweils zu Beginn und zu Ende eines Semesters.
  • Anträge sollten zwei Semester vor der geplanten Veranstaltung vorliegen (kurzer einführender Text und in etwa die vorgesehenen Themen und Vortragenden). Das finale Konzept muss spätestens im Semester vor der Veranstaltung zur zweiten Sitzung vorliegen.
  • Programmflyer und -poster werden zentral von der Hochschulkommunikation produziert und kostenlos zur Verfügung gestellt.

Kontakt - auch zur Einsendung für Themenvorschläge:

Kai Schwarzkopf,  29-77879, kai.schwarzkopfspam prevention@uni-tuebingen.de


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