- Findet statt: jeweils Montag, 18:00 Uhr c.t.
- Veranstaltungsort: Hörsaal 21 im Kupferbau
- Organisation: Gernot Müller & Dominik Papies, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) verändert Wirtschaft und Gesellschaft in grundlegender Weise. Sie eröffnet neue Möglichkeiten in Arbeit, Bildung und Wissensproduktion, wirft zugleich aber auch drängende Fragen auf: Wie wandeln sich Arbeitsmärkte, Qualifikationsanforderungen und berufliche Perspektiven? Welche Kompetenzen brauchen Menschen, um sich in einer zunehmend von KI geprägten Lebens- und Arbeitswelt orientieren und selbstbestimmt handeln zu können? Und wie verändern algorithmische Systeme politische Kommunikation, soziale Beziehungen und Formen des Wissens? Damit rückt KI zunehmend ins Zentrum gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse.
Die Universität Tübingen leistet in der Forschung zu maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz Spitzenforschung. Vor diesem Hintergrund eröffnet sich den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften vor Ort ein besonders geeigneter Rahmen, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Auswirkungen von KI interdisziplinär zu analysieren. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Regulierung, der Verantwortung und der gesellschaftlichen Gestaltung von KI – insbesondere mit Blick auf demokratische Prozesse, Bildungssysteme, Wissenschaftspraxis und soziale Ungleichheiten.
Die Ringvorlesung bringt Perspektiven aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen und eröffnet einen Raum für Austausch zwischen Wissenschaft, Studierenden und Öffentlichkeit. Sie lädt dazu ein, die Versprechen und Risiken künstlicher Intelligenz kritisch zu prüfen, bestehende Annahmen zu hinterfragen und ihre Bedeutung für Demokratie, Bildung, Wissenschaft und Alltag öffentlich zur Debatte zu stellen.
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