Proaktive Selbstregulation und zukunftsorientiertes Handeln im Kindergartenalter (WEAP)
Dieses Projekt untersucht, wie Kinder bereits im Vorschulalter lernen können, zukünftige Herausforderungen antizipativ zu bewältigen, anstatt ausschließlich reaktiv auf Schwierigkeiten zu reagieren. Ausgangspunkt ist die entwicklungspsychologische Annahme, dass frühe Formen zukunftsbezogenen Denkens eine zentrale Grundlage für Selbstregulation und emotionales Handeln bilden.
Im Zentrum steht eine neu adaptierte, alltagsnahe Intervention (WEAP), die Kinder dabei unterstützt, Wünsche, mögliche Hindernisse und konkrete Handlungspläne systematisch miteinander zu verknüpfen. Ziel ist es, proaktive Strategien im Umgang mit sozialen und emotionalen Herausforderungen zu fördern.
Das Projekt ist als Pilot- und Machbarkeitsstudie angelegt. Es kombiniert experimentelle Aufgaben, strukturierte Beobachtungen sowie multi-informante Einschätzungen von Eltern und pädagogischen Fachkräften. Untersucht werden insbesondere die Umsetzbarkeit und Akzeptanz der Intervention, erste Hinweise auf zugrunde liegende Wirkmechanismen sowie die Entwicklung und Prüfung neuer Messinstrumente.Beispielhafte inhaltliche Anknüpfungspunkte für Masterarbeiten (u. a., nicht abschließend) sind:
• Entwicklung, Überprüfung und Weiterentwicklung psychologischer Messinstrumente
• Analyse von Interventions- und Lernprozessen sowie deren Transfer in den pädagogischen Alltag
• Rolle von Co-Regulation durch Erwachsene im Interventionskontext
• Zusammenhang zwischen Selbstregulation und frühem psychischem Wohlbefinden.
Projektleiter: Dr. Felix Schreiber
07071/29-75585
f.schreiber@uni-tuebingen.de