Forschungsschwerpunkte
Kommentierung der Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium im Rahmen des internationalen Projekts “Vatican II – Event and Mandate. Intercontinental History and Commentary: Reception and Orientations for the Life of the Church”.
Rituell-gottesdienstliche Praxis in einer Zeit "Multipler Säkularitäten" derzeit u. a.
interdisziplinäres Kooperationsprojekt mit dem Titel “Trust in…”, das Vertrauen als Ressource für gelingende Gemeinschaftsbildungsprozesse zum Thema macht (vgl. für mehr Informationen die Homepage der KU Eichstätt: "'Trust in ...' Vertrauen als Ressource für gelingende Gemeinschaftsprozesse" – KU)
Parameter einer biographieorientierten liturgischen Bildung in pluralistischen Kontexten in Kooperation mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart und im Zusammenhang mit dem Habilitationsprojekt von Prof.in Dr. Lisa Kühn (Lisa Kühn folgte einem Ruf nach Chur).
Liturgie und Kolonialismus in Zusammenarbeit mit der Uni Erfurt, unter anderem im Zusammenhang des Habilitationsprojektes von D. Abel, Tübingen (vgl. für weitere Informationen die Homepage der Uni Erfurt: Religiöse Praxis und Liturgie in der Kolonialgeschichte. Theologen aus Erfurt und Tübingen organisieren Internationales Fachgespräch an der Universität Erfurt).
Pastorales und liturgisches Handeln im Kontext von Epidemien/Pandemien seit dem späten Mittelalter (kürzlich abgeschlossen).
Mitarbeit im Think tank des Handbuchprojekts „Theologische Genderforschung“ (vgl. hierfür die Informationen der Fakultät in Münster: Universität Münster > Fachbereich 2 > ATG > Forschungsprojekte).
Assoziiertes Mitglied im DFG-SFB „Andere Ästhetiken“ (vgl. die Homepage der Uni Tübingen: SFB Andere Ästhetik | Universität Tübingen).
Liturgiewissenschaft, wie sie am Lehrstuhl betrieben wird, versteht sich als methodenorientierte Reflexion auf die rituell-gottesdienstliche Praxis in Geschichte und Gegenwart. Der Fokus liegt – unter Berücksichtigung der historischen, systematischen und praktisch-kritischen Dimension des Faches – darauf, diese Praxis in ihrer ganzen Vielfalt als Ort menschlicher Identitätsbildung zu rekonstruieren und zu erschließen, wobei die jeweiligen sozio-kulturellen Kontexte einbezogen werden. Solche Liturgiewissenschaft ist ökumenisch und am Dialog mit anderen Religionen wie deren Theologien ausgerichtet. Sie arbeitet möglichst intensiv in interdisziplinärer Vernetzung: v. a. mit den theologischen Fachdisziplinen, mit der Philosophie als Orientierungswissenschaft und mit Geschichts-, Kultur- und Sozialwissenschaften, wobei die fächerübergreifenden „Ritual studies“ einen wichtigen gemeinsamen Arbeitsrahmen darstellen. – Vgl. zum favorisierten Verständnis des Faches auch:
Stephan WINTER, Gottesdienst als Lebensform. Zu Profil und Methodik der Liturgiewissenschaft innerhalb des theologischen Fächerkanons. In: GÖCKE, Benedikt Paul/OHLER, Lukas Valentin (Hg.), Die Wissenschaftlichkeit der Theologie, Bd. 2: Katholische Disziplinen und ihre Wissenschaftstheorien (STEP 13/2), Münster 2019, 307-348.
Über die Arbeit bzgl. der genannten Schwerpunkte gibt ausführlich das Lehr- und Forschungsportfolio Auskunft.