Klinische Psychologie und Psychotherapie

Studie zur Behandlung therapieresistenter Depression

POSIDONIA-Studie

Depressionen gehören weltweit zu den häufigsten Ursachen für Einschränkungen im Alltag. Obwohl es wirksame Behandlungen gibt, erreichen viele Patienten keine vollständige Besserung. Besonders bei therapieresistenter Depression braucht es neue Ansätze, die stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen zugeschnitten sind.

Die POSIDONIA-Studie untersucht, ob eine personalisierte modulare Psychotherapie wirksamer ist als Verhaltensaktivierung, ein etabliertes Verfahren in der Depressionsbehandlung. An der Studie nehmen 250 Erwachsene mit therapieresistenter Depression teil. Sie erhalten über sechs Wochen zwölf Einzelsitzungen – entweder modulare Psychotherapie oder Verhaltensaktivierung. Die Studie wird an sechs Standorten in Deutschland mit jeweils mehreren klinischen Einrichtungen durchgeführt.

Für diese Studie suchen wir Erwachsene (18 bis 70 Jahre) mit einer aktuellen depressiven Phase. Eine Teilnahme ist es zwingend notwendig, dass in der aktuellen depressiven Phase bereits mindestens zwei ausreichend dosierte und ausreichend lang eingenommene Antidepressiva keine ausreichende Besserung erzielen konnten.

Ausschlusskriterien (eine Teilnahme ist nicht möglich, wenn einer dieser Punkte zutrifft):

  • Untergewicht (BMI < 18,5)
  • organische psychische Erkrankungen
  • Substanzabhängigkeit inkl. Alkoholabhängigkeit
  • psychotische Störungen, manische Episoden oder bipolare Störung
  • signifikante Suizidgedanken oder schwerwiegende Selbstverletzung.
  • Vorherige Behandlung mit Ketamin oder Esketamin (intranasal oder intravenös) während der aktuellen depressiven Episode
  • Vorherige Behandlung mit Lithium oder einem Neuroleptikum (Antipsychotikum) während der aktuellen depressiven Episode, mit Ausnahme von Quetiapin (ohne verzögerte Freisetzung) in einer Dosis von bis zu 50 mg/Tag.
  • Eine Elektrokonvulsionstherapie (EKT) während der aktuellen depressiven Episode.

An einer Teilnahme interessierte Personen wenden sich an das Studienteam:
E-Mail: posidoniaspam prevention@psychologie.uni-tuebingen.de 
oder Buchung eines Telefontermins unter: http://www.calendly.com/posidonia