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Termin
25.08.2025
Diversität im journalistischen Selbstverständnis: Eine Analyse des Rollenselbst- und -fremdbildes traditioneller und peripherer Akteur*innen im österreichischen Journalismus
Publikation von Phoebe Maares et al. in der Zeitschrift M&K
Autor*innen: Kim Löhmann, Phoebe Maares, Folker Hanusch & Daniel Nölleke
Periphere journalistische Akteure produzieren und verbreiten vermehrt Journalismus-ähnliche Inhalte in digitalen Räumen und lassen dadurch die Grenzen des Journalismus zunehmend verschwimmen. Viele dieser Akteure wollen nachhaltig zur Inhalts-, Perspektiven- und Akteurs-Diversität im öffentlichen Diskurs beitragen, wodurch dieser Anspruch oft ihrem Rollenselbstbild zugeschrieben wird. Wir wissen jedoch bislang wenig darüber, wie sich Rollenselbst- und -fremdbilder peripherer journalistischer Akteurinnen von jenen traditioneller Journalistinnen unterscheiden, welche Rolle Diversität in ihrer täglichen Arbeit spielt, und ob es Ressort-Unterschiede gibt. Diese Studie adressiert diese Lücke auf Basis von 119 qualitativen Interviews mit peripheren und traditionellen Journalistinnen aus Österreich in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Sport und Lifestyle. Während die Unterschiede und zugeschriebene Bedeutsamkeit von Diversität in den Rollenselbstbildern von peripheren und traditionellen Journalistinnen als Grenzmarker zwischen den Akteur*innen und ihren jeweiligen Ressorts verstanden werden können, steht Diversität im Journalismus allgemein weniger im Vordergrund, als es normative Erwartungen vermuten lassen würden. Die Ergebnisse liefern erste systematische Erkenntnisse zum Rollenselbst- und -fremdbild peripherer und traditioneller Akteure im Journalismus über verschiedene Ressorts hinweg und tragen zu einem genaueren Verständnis der Relevanz von Diversität im Journalismus bei.
Der Artikel ist 25. August 2025 Open Access bei Medien und Kommunikationswissenschaft erschienen.