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02.11.2026

Publikation: Hans Ulrich Vogel, Cao Jin und Sabine Kink, „Die Falschmünzerbande vom Alten Rabenhorst im Distrikt Tongzi, Guizhou (1794): Die chinesische Dokumentensprache der Qing-Zeit (1644-1911) in Forschung und Lehre“, nun komplett erhältlich

Hans Ulrich Vogel, Cao Jin and Sabine Kink, Die Falschmünzerbande vom Alten Rabenhorst im Distrikt Tongzi, Guizhou (1794): Die chinesische Dokumentensprache der Qing-Zeit (1644-1911) in Forschung und Lehre; Band 1, Übersetzungen, Vokabular und Erläuterungen, Tübingen: Tübingen University Press, 2025, 814 S.

Hans Ulrich Vogel, Cao Jin and Sabine Kink, Die Falschmünzerbande vom Alten Rabenhorst im Distrikt Tongzi, Guizhou (1794): Die chinesische Dokumentensprache der Qing-Zeit (1644-1911) in Forschung und Lehre; Band 1, Übersetzungen, Vokabular und Erläuterungen, Tübingen: Tübingen University Press, 2025, 814 S.
Hans Ulrich Vogel, Cao Jin and Sabine Kink, Die Falschmünzerbande vom Alten Rabenhorst im Distrikt Tongzi, Guizhou (1794): Die chinesische Dokumentensprache der Qing-Zeit (1644-1911) in Forschung und Lehre; Band 2, Chinesische Dokumente, Tübingen: Tübingen University Press, 2025, 200 S.
PDFs der beiden Bände können unter folgender Adresse heruntergeladen werden: https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/handle/10900/154169

Nach der Publikation des ersten Bandes im Jahre 2025 liegt nun auch der zweite Band vor, der mit Verspätung in diesem Jahr publiziert worden ist. Die Publikation wurde dankenswerterweise durch die Vereinigung der Freunde der Universität Tübingen (Universitätsbund), e.V., unterstützt:

Am 30. August 1794 berichtete Fukang’an (1753–1796), Generalgouverneur von Sichuan, dem Qianlong-Kaiser (reg. 1736–1795) über die ungeheuerliche Falschmünzerei, die an einem Ort namens „Alter Rabenhorst“ im Grenzgebiet zwischen Sichuan und Guizhou aufgedeckt worden war. Gesetzesbrecher hatten in dieser abgelegenen Region im Südwesten Chinas Dutzende Öfen und Schuppen errichtet, um dort ihrem illegalen Handwerk nachzugehen. Truppen wurden entsandt, die mehr als 300 Delinquenten festnahmen, wichtige Beweismittel sicherten und die vorgefundenen Werkzeuge und Einrichtungen zerstörten. Es ist dieser spektakuläre Falschmünzerfall, der größte seiner Art in der Qing-Zeit (1644-1911), der im Mittelpunkt der vorliegenden Publikation steht. Es handelt sich dabei um ein Werk, das auf der Grundlage von 47 historischen Primärquellen einerseits als Forschungsmonographie, andererseits als Lehrbuch konzipiert ist. 
Band 1 geht dezidiert auf die einzelnen Dokumente ein. Zu diesen finden sich nicht nur ausführliche Vokabellisten und genaue Übersetzungen, sondern auch detaillierte Erläuterungen über den Quellentyp und zu den relevanten historischen Umständen und Entwicklungen jener Zeit. Begleitet werden diese durch zahlreiche Abbildungen, Karten, Grafiken, Tabellen und Appendizes.
Band 2 enthält die chinesischen Dokumente, sowohl in Originaldiktion als auch in einer nachträglich interpungierten Form. Untersucht werden dabei hauptsächlich archivalische Thron- und Routineeingaben, kaiserliche Edikte und Verlautbarungen, Personalregister und innerbürokratische Korrespondenz sowie historiographische Einträge in den „Wahrhaftigen Aufzeichnungen“, in Regionalbeschreibungen und in biographischen Sammelwerken.

Bild: Auszug aus der Throneingabe von Fukang’an, Generalgouverneur von Sichuan, vom 26. Oktober 1794, in der er über Fortschritte bei der Aufdeckung des Falschmünzerfalles berichtet. Die in zinnoberroter Tusche eingefügten kaiserlichen Kommentare lauten wie folgt: „Das soll just so sein!“ – „Das ist sehr gut, was [du] da gemacht hast!“ – „Dieses Subjekt [d.h. Fan Kun, Distriktsmagistrat von Tongzi] ist verabscheuungswürdig!“ Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Ersten Historischen Archiv Chinas (Zhongguo diyi lishi dang’anguan 中国第一历史档案馆), Beijing.