Von den Ergebnissen der Prospektion 1997 ausgehend, wurden in einer vier Monate dauernden Kampagne 1998/99 Ausgrabungen in Mouanko, im südwestlichen Teil Kameruns, an der Mündung des Sanaga, unternommen (Abb. 1). Diese Arbeiten erbrachten nicht nur eine beträchtliche Anzahl an Keramik, und Befunde in Form von Gruben (Abb. 2 und Abb. 3), sondern auch die Erkenntnis, dass zwischen der in Mouanko gefundenen und sowohl der von Mbida (1995/96) weiter östlich untersuchten Keramik als auch dem in Gabun (Assoko Ndong 2000/01) ergrabenen Inventaren starke Beziehungen vermutet werden können (Eggert 2002)(siehe Abb. 4). Als problematisch wurden dabei aber sowohl die Einordnung der Keramik auf lokalem Niveau als auch die Kenntnis der Besiedlungsprozesse des Regenwaldgebietes durch keramikführende Kulturen eingestuft. Aufgrund von Radiokarbon-Daten und genannter stilistischer Vergleiche mit datierter Keramik aus der Umgebung von Yaoundé (Mbida 1995/96) ist diese Tonware im wesentlichen der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts v. Chr. zuzuweisen.
Abb. 1: Karte mit Lage der Fundstelle Lobethal.
Abb. 2: Fundstellenkomplex LBT 98/99.
Abb. 3: Umzeichnung der Befundlage in Lobethal.
Abb. 4: Gefässe aus Lobethal (alle Gefäße, zwecks Kopierschutzes, in unterschiedlichen Massstäben dargestellt; Umzeichung A. Frey).