Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters

Minyin 2006 (MIY 06):

Der Fundplatz Minyin, welcher ca. 10 km südlich von Ambam an der Transafricana gelegen ist, wurde gleich Abang Minko'o 2006 während innerhalb eines Monats ausgegraben. Drei der über zehn Grubenbefunde konnten während dieses Zeitraums bearbeitet werden.

Eine Datierung um ca. 1900 BP geht aus mehreren 14C-Daten hervor und bestätigt den Eindruck, dass der Regenwald bereits zu dieser Zeit von Eisen verarbeitenden Kulturen besiedelt war. Dies geht daraus hervor, dass auch Minyin, wie auch die anderen hier aufgeführten Fundplätze Lobethal 98, Bwambé-Sommet 04, Akonétye 05, Akonétye 07 und Campo 07, eine nicht geringe Zahl von Schlacken und Tuyèrefragmenten und Eisengegenständen in den Fundschichten aufweist.

MIY 06/1:

Die Grube reichte bis zum anstehenden Laterit (fleckiger Horizont, der fast ausschliesslich aus körnigen Fe-Krusten (Pisolithen) besteht) ca. 2,50 m herab (Abb. 1, Abb. 2 und Abb. 3). Der archäologische Inhalt der Grube beschränkte sich ungewöhnlicherweise größtenteils auf Steine und Schlacken, und nur auf sehr wenig Keramik und vereinzelte kleinere Eisengegenstände (Abb. 4).

MIY 06/2:

Bei der Ausgrabung der zweiten Grube (Abb. 5) kam das für Kamerun übliche Fundinventar zum Vorschein - hauptsächlich keramische Fragmente, Holzkohle und Steine (Abb. 6). Interessant war in diesem Zusammenhang nur ein Befund aus mehreren Gefässen (Abb. 7).

MIY 06/3:

Die dritte Grube lieferte weitere Hinweise darauf, dass die Gruben evtl. mit Rückständen aus der Eisenverarbeitung, wie z. B. Schlacke und lateritischem Rohmaterial ausgestattet worden waren. Es konnten ausserdem fast keine Keramik aber eine grosse Anzahl unbearbeiteter Steine geborgen werden (Abb. 8). Im oberen Teil der Grube (Abb. 9) wurden auch Eisenkleinteile entdeckt (Abb. 10).