EIBOR Newsletter 02/2025

Erscheinungsdatum Oktober 2025

Liebe Leser*innen,

wie schön, dass Sie sich entschieden haben, den EIBOR-Newsletter zu abonnieren! Gerne dürfen Sie auch dieses Mal den Newsletter weitergeben und dafür werben! Wer sich neu anmelden möchte, folgt diesem Link. Selbstverständlich können Sie sich jederzeit vom Newsletter wieder abmelden. 

Heute erhalten Sie die zweite Ausgabe im Jahr 2025 mit Neuigkeiten aus dem EIBOR. Wir berichten vor allem über unsere neuen Projekte, Publikation sowie über aktuelle Veranstaltungen. 

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen für das ganze EIBOR-Team

Kathrin Sauer


Rückblick

Veranstaltung Demokratiebildung und Antisemitismus-prävenation vom 20.03.2025   

Die Veranstaltung fand im Frühjahr erfolgreich statt. Weitere Informationen finden Sie hier.


Aktuelles

Was brauchen orthodoxe Schüler:innen im BRU?

(Fortbildung für Religionslehrer*innen)

Datum: 07.11.2025, 14-17 Uhr 
Veranstaltungsort: Theologicum (SR 2), 
Liebermeisterstr. 12 in Tübingen und digital

Hier geht es zum Flyer

Orthodoxe Schüler:innen gehören zu den größten Minderheiten im Religionsunterricht an beruflichen Schulen, insbesondere auch im Dualen System. Trotzdem hat diese Minderheit noch immer nicht viel Aufmerksamkeit gewonnen. Für den BRU stellt sich umso mehr die Frage, wie er den zahlreicher werdenden orthodoxen Schüler:innen gerecht werden kann. In Impulsvorträgen aus der orthodoxen, evangelischen und muslimischen Religionspädagogik werden die Herausforderungen für den BRU konkretisiert. Mögliche Themen sowie innovative Möglichkeiten für einen minderheitengerechten Religionsunterricht werden vorgestellt. 

Ziel der Veranstaltung:

  • Die Situation und Bedürfnisse orthodoxer junger Menschen in Deutschland sind beleuchtet.

  • Umsetzungsmöglichkeiten für Unterrichtsprozesse anhand von Erfahrungsberichten und religionspädagogischen Analysen aus orthodoxer, evangelischer und muslimischer Perspektive sind konkretisiert.

  • Unterrichtspraktische Fragen sind kritisch reflektiert.

Referentinnen:

Dr. Erkan Binici, Universität Münster

AR Dr. Yauheniya Danilovich, Universität Münster

Frank Jänicke, Lehrer im BRU / Studierendenpfarrer in Reutlingen 

Prof. Dr. Dr.h.c. Friedrich Schweitzer, Leiter des EIBOR

Prof. Dr. Dr. Athanasios Stogiannidis, Aristoteles Universität Thessaloniki 

Prof. Dr. Fahimah Ulfat, Universität Münster 

Anmeldung: Für Lehrkräfte über die Lehrgangsnummer NZZ56 oder direkt über lfb-online unter: https://lfbo.kultus-bw.de/lfb/termine/NZZ56 und zusätzlich direkt am EIBOR unter: sekretariatspam prevention@eibor.uni-tuebingen.de 

Andere Teilnehmer:innen bitten wir um formlose Anmeldung beim EIBOR unter der oben angegebenen Mailanschrift.

Für alle Online-Teilnehmenden ist hier der Zoom Link: 

https://zoom.us/j/96378463093?pwd=KX3YucuGrAjo145YV9WUCNudZBTHwM.1
Meeting-ID: 963 7846 3093 / Kenncode: 591019 


Projekte

Berufsbezug / Glaube im BRU 

Diese beiden design-based-research Forschungsprojekte sind aktuell in der Erprobungsphase. Im Rahmen dieser praxisorientierten Forschungsmethode werden Unterrichtskonzepte und -materialien entwickelt, erprobt und reflektiert. Das Projekt wird im weiteren Verlauf erprobte und evaluierte Unterrichtseinheiten für die Praxis zur Verfügung stellen. Eine Unterrichtseinheit beschäftigt sich mit der Thematik „Mein Glaube“, die einen offenen Diskurs über den eigenen Glauben im BRU ermöglicht. Sie wird ergänzt durch eine weitere zu „Glaube und Naturwissenschaft“, die das komplementäre Denken nachhaltig fördert. Die Unterrichtseinheit „Berufsbezug im BRU“ will direkt zu Beginn der Ausbildung den Religionsunterricht als ein vielfältiges Fach sichtbar machen, das auf eine Kompetenz- und Wissensvermittlung abzielt, die für den Ausbildungsberuf von (zentraler) Bedeutung ist. 

Hier finden Sie weitere Informationen zum Glaube im BRU und Berufsbezug im BRU 


Publikationen

Projektabschluss: Digitalität und Fortbildung für den Religionsunterricht (Schwerpunkt BRU) (gemeinsam mit KIBOR)

Im Zeitraum 2021–2025 (Erhebungen 2022–2024) führten EIBOR und KIBOR eine wissenschaftlichen Begleitstudie zur Digitalisierungsoffensive in Baden-Württemberg („SchuB Digital BW“) zu Lehrpersonenfortbildungen im Bereich vom BRU durch. Ausgehend von bislang nur vereinzelt vorhandene Studien zu Fortbildungen im Bereich des BRU sowie den grundsätzlichen Schwierigkeiten von Fortbildungsforschung – insbesondere das Fehlen repräsentativer Samples, und der Rückgriff auf subjektive Einschätzung der Teilnehmenden bzgl. der Wirksamkeit von Fortbildungen – wurden im Anschluss an Fortbildungen im digitalen Raum bzw. zu Digitali-tät sowie am Schulhalbjahresende zwei Online-Befragungen unter Religionslehrpersonen durchgeführt. Die von den detailliert dargestellten Einzelbefunden ausgehenden Ergebnisse und Empfehlungen zu den Fortbildungen fokussieren auf die positive Bewertung durch die teilnehmenden Lehrpersonen, Themenwahl, Format, Verbesserung von Unterricht, digitale Kompetenzen der Lehrpersonen, Qualität der Fortbildungen, Interesse an Digitalität, Empiriebasierung und Forschungsdesiderate. Den Link zur PDF finden Sie auf der Homepage unter Veröffentlichungen hier.


Neue Publikation Anfang 2026: Interreligiöse und ethische Kompetenzen entwickeln – Unterrichtsmaterialien für die generalistische Pflegeausbildung (Vorankündigung)

Anfang nächsten Jahres erscheint unsere neue Publikation „Interreligiöse und ethische Kompetenzen in der generalistischen Pflegeausbildung“. Sie ist das Ergebnis eines vierjährigen Projekts und einer intensiven Zusammenarbeit von EIBOR mit Expert:innen aus Pflegepraxis und Pflegetheorie. Das EIBOR dankt allen Autor:innen, die mit ihren Beiträgen zur Entwicklung von Unterrichtseinheiten beigetragen haben, die passgenau auf die aktuelle Ausbildungsform in der Generalistik zugeschnitten sind. 

Der Band knüpft an die erfolgreiche Veröffentlichung „Ethische und interreligiöse Kompetenzen“ in der Pflege (2014) an und wurde grundlegend erweitert sowie aktualisiert. Entstanden sind 13 praxisorientierte Module, die sich eng an den Kompetenzzielen und Vorgaben der generalistischen Pflegeausbildung orientieren. Im Zentrum steht die Frage, wie Pflegende auf die ethischen und interreligiösen Herausforderungen ihres Berufs vorbereitet werden können – ein Thema, das Angesicht der wachsenden Vielfalt in unserer Gesellschaft hochaktuell ist. Besonders berücksichtigt ist dabei auch das bundesweit einzigartige Unterrichtsfach „Religionsunterricht / religiös-ethische Kompetenzen entwickeln (REK)“ in Baden-Württemberg. Der neue Band bietet Lehrkräften in der generalistischen Pflegeausbildung sowohl im schulischen als auch im akademischen Kontext Impulse und Perspektiven zur Förderung interreligiöser und ethischer Kompetenzen. 

Save the date: Einen vertiefenden Einblick in diese Themen gibt der Studientag Pflege am Donnerstag, den 12. Februar 2026 an der Käthe-Kollwitz-Schule in Bruchsal. Neben Einblicke in einzelne Module der Publikation sind spannende Gesprächspartner:innen eingeladen (s. Veranstaltungen). 

Hier geht es zum Flyer.


EIBOR Arbeitsbericht 

Dieses Jahr ist wieder unser aktueller Arbeitsbericht erschienen. Er bietet einen Überblick über die Arbeit des EIBOR während der letzten sieben Jahre. Diesen finden Sie hier.


„Schülerorientierung Perspektivenübernahme“ (gemeinsam mit dem KIBOR)

Interreligiöses Lernen ist heute für den Religionsunterricht ebenso zentral wie für die wissenschaftliche Religionspädagogik. Angesichts der multireligiösen und multikulturellen Situation, die weithin als kennzeichnend für unsere Gegenwart angesehen wird, versteht sich dies zunehmend von selbst. In Zeiten eines anwachsenden Antisemitismus sowie der Muslim:innenfeindlichkeit gewinnt das Thema zusätzlich an Gewicht und Dringlichkeit. Doch stehen im Zentrum dieses Bandes nicht erneut die entsprechenden Begründungen für interreligiöses Lernen, sondern es wird gefragt, wie es um die Wirksamkeit eines solchen Lernens bestellt ist und wie diese Wirksamkeit weiter gesteigert werden kann. Die in diesem Band dokumentierte empirische Untersuchung, die mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Universität Tübingen durchgeführt werden konnte, trägt zu beiden Fragen bei. 

Weitere Informationen finden Sie hier.


Veranstaltungen 

„BRU – so bunt wie das Leben!“: Digitalkongress der ALPIKA-BS 

Datum: 02.12.2925, 08:30-15:15 Uhr 

Im Mittelpunkt des dritten deutschlandweite online-Event der Religionspädagogischen Institute steht der Austausch – von Kolleg*innen für Kolleg*innen. In drei Workshop-Phasen werden Ideen für einen vielfältigen und lebendigen Religionsunterricht präsentiert: methodisch fundiert, didaktisch reflektiert und eben tatsächlich genauso bunt wie die Schüler*innenschaft und das Leben an Berufsbildenden Schulen. Flankiert werden diese Angebote von einem gemeinsamen Auftakt und Ende sowie einem Chillout-Room für die, die einfach mal mit anderen reden wollen.

Eine Anmeldung ist zwischen dem 15. September und 17.November 2025 unter https://beruf-trifft-religion.de/ möglich. 

Im Rahmen dieser Veranstaltung bietet das EIBOR einen Workshop an mit dem Titel: „Wieviel Glaube braucht der RU?“


Lehrgang “Interreligiöse und ethische Kompetenzen in der generalistischen Pflegeausbildung”

Datum: 12.02.2026, 09:30-16:30 Uhr 

Ort: Käthe-Kollwitz-Schule, Reserveallee 5, 76646 Bruchsal

Hier geht es zum Flyer.

Zielgruppe: Evangelische und katholische Religionslehrkräfte und Pflege-pädagog:innen sowie Ethik-Lehrkräfte in der generalistischen Pflegeausbildung.

Inhalt:

Interreligiöse und ethische Kompetenzen gewinnen sowohl im Pflegealltag als auch in der generalistischen Pflegeausbildung angesichts von unterschiedlichen weltanschaulichen und religiösen Prägungen sowie unterschiedlichen Bedürfnissen der zu Pflegenden zunehmend an Bedeutung. In Impulsvorträgen werden die Art und die Bedeutung dieser Kompetenzen konkretisiert. Innovative Unterrichtsmodule aus verschiedenen Themenbereichen werden vorgestellt, die im Unterricht an Pflegeschulen zur Förderung interreligiöser und ethischer Kompetenzen eingesetzt werden können.

Ziel der Veranstaltung:

  • Die Bedeutung interreligiöser und ethischer Kompetenzen ist in der generalistischen Pflegeausbildung und im Pflegealltag ist beleuchtet und konkretisiert

  • Beispiele sowie Umsetzungsmöglichkeiten für konkrete Unterrichtsprozesse sind anhand unterschiedlicher Themenbereiche vorgestellt

  • Unterrichtspraktische Fragen sind kritisch reflektiert

Anmeldung:

Diese erfolgt über das Sekretariat des EIBOR: sekretariatspam prevention@eibor.uni-tuebingen.de

Meldeschluss ist der 15.12.2025

Lehrkräfte aus Baden-Württemberg melden sich bitte online über lfb-online an! Eine Anmeldung ist über die Anmeldefrist am 25.9.2025 hinaus möglich! Die Lehrgangsnummer lautet M955G oder direkt über lfb-online (https://lfbo.kultus-bw.de/lfb/termine/M955G). 


Aus dem EIBOR 

Verabschiedung von Birgit Rommel und Frank Jänicke

Vor den Sommerferien haben wir Birgit Rommel und Frank Jänicke verabschiedet. Diese nehmen planmäßig ab Herbst 2025 neue Aufgaben wahr. Wir bedanken uns herzlich für ihr Engagement am EIBOR und wünschen Ihnen für ihre neuen Aufgaben alles Gute!


Kooperationen

BIBOR

Allgemeine Infos finden Sie wie gewöhnlich auf der Homepage des Instituts. 


KIBOR

Neuer Fachbeitrag zur Bildungsarbeit von Erzieher:innen

Wie kann antisemitismuskritische Bildung konkret im Unterricht umgesetzt werden?

In ihrem aktuellen Artikel stellen Julia Hofmann und Elisabeth Migge ein Unterrichtsvorhaben für die schulische Ausbildung von Erzieher:innen vor. Der Beitrag „Antisemitismuskritische Bildung – eine Aufgabe auch für mich?“ ist in Religion unterrichten 6/1 (2025), S. 142–192 erschienen und kann hier über die KIBOR Homepage gelesen werden


Ökumenischer Studientag Berufskolleg: „Antisemitismus im Religionsunterricht an beruflichen Schulen“

Datum: 04.11.2025, 9.30–16.30 Uhr, Ort: Christuskirche (Jugendkirche), Kruppstr. 13, 40227 Düsseldorf

Antisemitismus als ein gesamtgesellschaftliches Problem macht auch vor der Schule nicht Halt – Vorurteile, Verschwörungserzählungen, Hass und Gewalt treten dabei immer wieder in Erscheinung. Dem Religionsunterricht kommt hier eine besondere Verantwortung zu: Er kann ein zentraler Ort der Sensibilisierung, Prävention und Begegnung sein. 

Der diesjährige ökumenische Studientag für Lehrerinnen und Lehrer im BRU in Nordrhein-Westfalen widmet sich daher dem Thema Antisemitismus und Antisemitismus-

prävention im schulischen Kontext. Gemeinsam mit -Fachleuten aus Theologie, Religionspädagogik und politischer Bildung erarbeiten wir Umgangsformen, wie anti semitischen Einstellungen im Unterricht begegnet werden kann. Neben fundierten Impulsen zur Geschichte und aktuellen Erscheinungsformen von Antisemitismus aus sowohl christlich- als auch islamisch-religionspädagogischer Perspektive, stehen praxisorientierte Workshops im Mittelpunkt, die konkrete Handlungsmöglichkeiten und didaktische Zugänge für den Unterricht aufzeigen. Das Programm und die Mitwirkenden können Sie dem angehängten Flyer entnehmen. 

Hier finden Sie weitere Informationen. 


FIBOR 

Projekt „Religionspädagogische Spiritualität“ Studie II

Spiritualität ist in der deutschen Bildungslandschaft in den vergangenen Jahren neu in die Diskussion gekommen – insbesondere in der Bildungsarbeit mit Lehrkräften. Sie erscheint als schöpferische Ressource für eine Spiritualitätsdidaktik, die es in Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie im Schulalltag zu entwickeln, einzuüben und zu reflektieren gilt. Vor diesem Hintergrund führt das Frankfurter Institut für berufsorientierte Religionspädagogik (FIBOR) der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen ein Forschungsprojekt durch. Es dient dem Ziel, die Spiritualität(en) von Berufsschullehrkräften mittels qualitativer und quantitativer empirischer Methoden zu erkunden und auf dieser Grundlage zur Entwicklung eines spirituellen Habitus und zur Klärung der Frage nach dessen didaktischer Gestalt und Präsenz im Unterrichtsgeschehen beizutragen. Bei der Untersuchung handelt es sich um eine Weiterführung von Studie I zur religionspädagogischen Spiritualität, die sich allgemein auf Religionslehrkräfte, Pastoralreferent*innen und Gemeindereferent*innen im Schuldienst bezog. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse steht noch aus.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.


Projekt „Selbstkonzept-Entwicklung Jugendlicher als Aufgabe der Schulpastoral in der beruflichen Bildung“

Jugendliche erleben in ihrem Aufwachsen in unserer Gesellschaft in den verschiedenen Subsystemen Familie, Wirtschaft und Freizeit ganz unterschiedliche Werte und Normen. Es sind wechselnde Sinnsysteme, in denen sie zurechtkommen müssen. Ihr Tun und Erleben wird permanent begleitet von dem Gedanken: Alles, was ich tue und wofür ich mich entscheide, könnte auch anders sein.

Auch Schule ist ein solches Subsystem. Sie ist zudem ein Spiegel der Gesellschaft und wird zum Kristallisationspunkt verschiedener Werteinteressen zwischen Wirtschaft, Konsum und Kultur, die zueinander Widersprüche beinhalten und Konflikte mit sich bringen. Gerade bei Schülerinnen und Schülern im Jugendalter, das von Sinn- und Orientierungssuche bestimmt ist, erschweren diese Widersprüchlichkeiten die persönliche Sinn- und Lebenswegfindung.

Ausgehend von diesem Hintergrund verfolgt das Projekt das Ziel einer konzeptionellen Darstellung unter Berücksichtigung von Grenzen und Möglichkeiten, wie Jugendliche in Sinn- und Lebensfragen und in ihrer Persönlichkeits-Bildung Orientierung finden können und inwiefern Schulpastoral zum Gelingen beitragen kann. Dabei geschehen Lernen und Entwicklung nicht alleine auf kognitiver Ebene, sondern auch verhaltensbezogene sowie affektive Prozesse sind bei der Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit von entscheidender Bedeutung und können zu neuen Einstellungen bzw. zu neuem Verhalten führen.

Gegenstand der Untersuchung ist daher die Frage, welche kognitiven, affektiven sowie verhaltensbezogenen Prozesse Jugendliche heute in ihrem Menschsein fördern, sodass sie ihre Energien und ihre Lebenszeit lebensdienlich und zukunftstauglich ausrichten können, und wie Eltern, Seelsorger, Lehrerinnen und Lehrer sie dabei unterstützen können.

Berufliche Bildung dient dann nicht mehr der alleinigen Wissensvermittlung, sondern Schule wird zu einem Ort, an dem Schülerinnen und Schüler sinnvolle und lebensdienliche Kulturformen entwickeln und einüben und in ihrer Persönlichkeit und in ihrem Menschsein reifen können.

Projektverantwortlicher: Sebastian Sehr

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.


Projekt zur Spiritualität in der Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern beruflicher Schulen

Neben den Lehrkräften sind die Schülerinnen und Schüler die zentralen Akteurinnen und Akteure in der beruflichen Schule. Für die Mitarbeitenden des FIBOR lag es daher Nahe, neben der Spiritualität von Lehrkräften auch die Spiritualität Jugendlicher und junger Erwachsener in der Schule genauer zu betrachten. In einem weiteren Forschungsprojekt gehen wir daher den Ausdrucksformen von Spiritualität(en) in der Lebenswelt von Schülerinnen und Schüler näher auf die Spur. Hierbei stehen folgende Fragen im Vordergrund:

  • Wie drückt sich die Spiritualität bei Schülerinnen und Schülern beruflicher Schulen aus?

  • Welche Bedeutung hat die Spiritualität für Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen?

  • Welche Auswirkungen haben die Ausdrucksformen und Bedeutungen von Spiritualität von Schülerinnen und Schüler auf die pädagogische Praxis im Religionsunterricht an beruflichen Schulen?

Grundlegend für das Forschungsprojekt ist die Annahme, dass Schülerinnen und Schüler durchaus spirituelle Erfahrungen machen und spirituelle Verhaltensweisen besitzen, wenngleich sie sich nicht unbedingt als spirituell einschätzen. Die spirituelle Erfahrungswelt verbunden mit den dazugehörigen Verhaltensweisen beeinflussen dabei auch die Denkweisen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen und sind integraler Bestandteil deren Alltagswelt.

Um dem Anspruch eines polyvalenten Spiritualitätsbegriff gerecht zu werden, wird bei dem FIBOR-Projekt darauf verzichtet, von Seiten der Forschenden deduktive Deutungen zur Spiritualität vorzugeben. Vielmehr bildet ein offenes Forschungsdesign nach der Grounded Theory das Fundament der Forschungspraxis. Aktuell befindet sich das Projekt in der ersten Entwicklungsphase, daher folgt hier zunächst ein grober Überblick zum methodischen Vorgehen.

Die erste Phase des Vorgehens bildet ein offener Ausgangspunkt. Ausgehend von einem wenig fokussierten Untersuchungsanliegen werden erste Sondierungen im Untersuchungsfeld durchgeführt. In Lerngruppenworkshops sollen dabei unter Anleitung der Forschenden erste Datenzugänge eröffnet werden. Durch Workshops in unterschiedlichen Kontexten der beruflichen Bildung sollen theorierelevante Bezüge aufgespürt werden. Hierdurch soll der Weg zu einer ersten begrifflichen und modellhaften Konzeptualisierung zur Spiritualität in der Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern beruflicher Schulen geebnet werden. Zur Ausgestaltung notwendiger Differenzierungen sollen in einer zweiten Phase Einzelinterviews mit Schülerinnen und Schülern geführt werden. In dieser Phase wird das Forschungsdesign differenzierter und auf bestimmte erkenntnisrelevante Bezüge eingegrenzt. Durch dieses Vorgehen wird das Ziel eines abduktiven Forschungsansatzes erreicht.

 

Projektverantwortlicher: Michael Holler 


Sonstiges 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: EIBOR | Universität Tübingen

Ihre Ansprechpartnerinnen im EIBOR: 

Wiss. Mitarbeiterin: Dr. Kathrin Sauer, E-Mail: kathrin-stephanie.sauerspam prevention@uni-tuebingen.de

Sekretariat EIBOR: Simone Jahn, Evangelisches Institut für Berufsorientierte Religionspädagogik (EIBOR), Universität Tübingen Kontaktadresse: Liebermeisterst. 18, D-72076 Tübingen / Lieferanschrift: Liebermeisterstr. 12-16, D-72076 Tübingen

E-Mail: , Fon: +49 7071/29-77487

EIBOR Newsletter 01/2025

Erscheinungsdatum 27.01.2025

Liebe Leser*innen,

wie schön, dass Sie sich entschieden haben, den EIBOR-Newsletter zu abonnieren! Gerne dürfen Sie auch dieses Mal den Newsletter weitergeben und dafür werben! Wer sich neu anmelden möchte, folgt diesem Link. Selbstverständlich können Sie sich jederzeit vom Newsletter wieder abmelden. 

Heute erhalten Sie die erste Ausgabe im Jahr 2025 mit Neuigkeiten aus dem EIBOR. Wir berichten vor allem über unsere neuen Projekte, Publikation sowie über aktuelle Veranstaltungen. Mit der neuen Kategorie „Lesetipp“ verweisen wir in der Rubrik „Publikationen“ auf Veröffentlichungen, die wir Ihnen besonders ans Herz legen möchten. 

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen für das ganze EIBOR-Team

Anne Krasel und Kathrin Sauer


Aktuelles

„(Kein) Glaube im BRU – Wieviel Glaube braucht der BRU?“ (digital im Rahmen von Relilab)

Datum: 27.02.2025 14:00 – 16:00 bzw. 17:00

Hat Glaube ausreichend Raum im BRU? Wieviel Glaube braucht der BRU? Religionsdidaktisch scheinen die Fragen geklärt zu sein: Religionsunterricht ist religionsbezogen positionell und Glaube ein zentrales Thema. Aus unseren EIBOR- und KIBOR-Studien wissen wir, dass die befragten Schüler:innen Wert darauf legen, dass dabei ihr eigener Glaube wahrgenommen und gewürdigt wird.

Wir präsentieren Hinweise aus verschiedenen Studien von EIBOR und KIBOR zur Perspektive von Schüler:innen. Diese ergänzen wir durch eine Perspektive auf Lehrpersonen und ihren Glauben im BRU. Ausgehend davon nehmen wir den konkreten Unterricht in den Blick und benennen zentrale Aspekte für eine konkrete Gestaltung von BRU. Gemeinsam entwickeln wir didaktische Ansatzpunkte und stellen Umsetzungsbeispiele vor. Für Interessierte besteht die Möglichkeit, ab 16 Uhr in einen vertieften Austausch über eigene Unterrichtsideen zu kommen.

EIBOR (Evangelisches Institut für berufsorientierte Religionspädagogik) und KIBOR (Katholisches Institut für berufsorientierte Religionspädagogik) der Universität Tübingen gestalten die Fortbildung gemeinsam.

Leitung: Dr. Hanne Schnabel-Henke, Prof. Dr. Dr. hc. Friedrich Schweitzer (EIBOR), Prof. Dr. Reinhold Boschki (KIBOR).

Zoom Link: https://relilab.org/relilabbru-kein-glaube-im-bru-wieviel-glaube-braucht-der-bru/

Anmeldung: https://lfbo.kultus-bw.de/lfb/termine/7ZP7M


Projekte

Zwei neue Projekte in der fachdidaktischen Unterrichtsforschung und -entwicklung:

An die Befunde aus verschiedenen empirischen Studien von EIBOR knüpfen zwei neue Vorhaben an: Thematisch geht es um die Verortung von „Glaube im BRU“ und dem „Berufsbezug im BRU“. 

Mit dem Konzept des Design-Based Research werden im Rahmen der fachdidaktischen Unterrichtsforschung und -entwicklung Unterrichtsmaterialien erstellt und in einem mehrstufigen Verfahren erprobt, evaluiert und weiterentwickelt. 

Die Unterrichtseinheit zu “Mein Glaube“ soll einen offenen Diskurs über den persönlichen Glauben im BRU ermöglichen, eine weitere Unterrichtseinheit zu „Glaube und Naturwissenschaft“ das komplementäre Denken nachhaltig fördern.

Das Projekt “Berufsbezug im BRU“ basiert auf der Beobachtung, dass Lehrkräfte einen solchen Berufsbezug in ihrem Unterricht wahrnehmen, Schüler:innen hingegen nicht in gleichem Maße. Das Projekt erarbeitet Unterrichtsvorschläge, welche einen direkten Bezug zwischen Ausbildungsberuf und BRU thematisieren. 

Diese erprobten und evaluierten Unterrichtseinheiten werden der Praxis des BRU zur Verfügung gestellt. 


Publikationen

Qualität von Religionsunterricht und Lernen 

Von Friedrich Schweitzer,  Evelyn Schnaufer und  Martin Losert (Hrsg.) 

Welche Qualität im Religionsunterricht realisiert wird, entscheidet sich letztlich daran, wie er von den Schüler:innen rezipiert wird. Um dies zu prüfen, bedarf es zunächst eines Untersuchungsinstruments, mit dem die Wahrnehmungen von Schüler:innen verlässlich erfasst werden können. Eine zweite Aufgabe liegt dann in der weiteren Erprobung dieses Instruments in den Schulen. Dabei geht es nicht nur wie bei vielen früheren Untersuchungen um die Akzeptanz von Religionsunterricht, sondern auch um das Lernen sowie um die religiöse Allgemeinbildung von Schüler:innen (Grundschule sowie Sekundarstufe I).

Dieser Band dokumentiert beides, die Entwicklung des Untersuchungsinstruments ebenso wie Befunde aus der Schüler:innenbefragung im Projekt QUIRU (Qualität und Qualitätsentwicklung im Religionsunterricht). Diese Befragung wurde im Bereich von fünf Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein) bzw. der dortigen evangelischen Kirchen durchgeführt. Beiträge aus den Landeskirchen kontextualisieren die Befunde.

Insgesamt begründen die Befunde ein positives Urteil über den Religionsunterricht. Namentlich den Religionslehrkräften stellen die Schüler:innen ein gutes Zeugnis aus. Zugleich werden aber auch Problemzonen und Herausforderungen sichtbar, so dass aus den Befunden zahlreiche Impulse für die Weiterentwicklung von Religionsdidaktik und Religionsunterricht erwachsen. Die Befunde sind für die Aus- und Fortbildung ebenso weiterführend wie für Religionslehrkräfte in der Praxis.

Weitere Informationen zu dieser Veröffentlichung erhalten Sie auf der Verlagshomepage.


Religionspädagogik in der Kita 

Von Albert Biesinger und Friedrich Schweitzer

Alle Kinder stehen in ihrer Entwicklung vor religiösen Orientierungsfragen. In einer multireligiösen und säkularer gewordenen Gesellschaft gilt es umso mehr. Aber wie kann heute religiöse und interreligiöse Begleitung und Erziehung in kirchlichen sowie in kommunalen Einrichtungen verantwortungsvoll gestaltet werden? Die Autoren erschließen dazu Kompetenzbereiche für die religionspädagogische Arbeit mit Kindern. Sie beschreiben Aufgaben und Herausforderungen und stellen Lösungsmöglichkeiten vor – praxisnah und kompetent. Ein Grundlagenwerk für Praxis, Aus- und Fortbildung.

Weitere Informationen zu dieser Veröffentlichung erhalten Sie auf der Verlagshomepage.


Glaube in der Krise

Von Golde Wissner

Wie verändern sich religiöse Haltungen und die Intensität, mit der „geglaubt“ wird in und durch Krisenerfahrungen bei jungen Menschen? Dieser Frage stellt sich die Autorin und versucht in einer Befragung von über 500 jungen Menschen Antworten zu finden. Ein Ergebnis, das auch bisherige Annahmen stützt: Religiöse Entwicklung und Veränderung geschieht bei Jugendlichen hauptsächlich durch Nachdenken und Hinterfragen. Diese kognitiven Prozesse geschehen jedoch nicht losgelöst von Erfahrungen. Krisenerfahrungen können die religiöse Entwicklung besonders beeinflussen. Diese Verbindung wurde bisher noch nicht untersucht. Ein überraschendes Ergebnis der Untersuchung: Schwierige Erfahrungen können zu einer erwartungsgemäßen Abnahme aber ebenso häufig auch zu einer Intensivierung der Religiosität führen. Die Frage nach Gottes Gerechtigkeit angesichts von Leiderfahrungen ist dabei besonders für die jungen Menschen bedeutsam, die einen vertrauensvollen und persönlichen Gottesglauben haben, ohne dass diese Frage zwangsläufig zu einem „Einbruch“ des Glaubens führen muss.

Dieses Buch hilft die Vielschichtigkeit religiöser Entwicklung junger Menschen besser wahrzunehmen und zu verstehen.

Weitere Informationen zu dieser Veröffentlichung erhalten Sie auf der Verlagshomepage.


Umgang mit dem Thema Tod bei Auszubildenden der generalistischen Pflegeausbildung 

Von Dr. Eva Dubronner

Ein Bild, das Text, Screenshot, Schrift, Marke enthält. Automatisch generierte BeschreibungDie wissenschaftliche Arbeit steht unter der Zielsetzung, den Stellenwert des Themas Tod bei Auszubildenden der neuen generalistischen Pflegeausbildung zu erforschen und zu untersuchen, inwieweit sich das Todesbewusstsein durch Zunahme von Fachwissen seitens des berufstheoretischen Unterrichts und durch berufspraktische Erfahrungen und Begegnungen mit Sterbenden und trauernden Angehörigen verändert. Die Erfassung und Bewertung der thanatologisch- und praktischen Erlebnis- und Darstellungsform wird mithilfe von leitfadengestützten Interviews exploriert und Unterschiede mit Blick auf die Thematik zwischen Auszubildenden des ersten und dritten Ausbildungsjahrganges dargestellt.

Darüber hinaus werden die Befunde der qualitativen Erhebung in den curricularen Kontext gestellt und Handlungsoptionen für den berufstheoretischen Unterricht der dreijährigen Pflegeausbildung zum Thema Tod gegeben.

Die Thematisierung der Endlichkeit- und Vergänglichkeitsthematik mittels leitfadengestützten Interviews versteht sich als eine der ersten wissenschaftlichen Beiträge zur Erhebung des Todesbewusstseins bei Auszubildenden der neuen generalistischen Pflegeausbildung.  

Weitere Informationen zu dieser Veröffentlichung erhalten Sie auf der Verlagshomepage.


LESETIPP:

Was ist „guter BRU“? Qualität und Qualitätsentwicklung im Religionsunterricht an beruflichen Schulen. Das Projekt QUIRU-B. 

Weitere Informationen zu dieser Veröffentlichung erhalten Sie auf der Verlagshomepage.


Vorankündigungen:

Schüler:innenorientierung – Perspektivenübernahme – Interreligiöses Lernen. Wirksamkeit unterschiedlicher Formen von Religionsunterricht: Ein Cluster Randomized Controlled Trial, März 2025!

Von Magda Bräuer, Martin Losert, Friedrich Schweitzer, Reinhold Boschki (Hrsg.). Unter Mitarbeit von Hanne Schnabel-Henke und Simone Hiller.

Interreligiöses Lernen ist heute für den Religionsunterricht ebenso zentral wie für die wissenschaftliche Religionspädagogik. Angesichts der multireligiösen und multikulturellen Situation, die weithin als kennzeichnend für unsere Gegenwart angesehen wird, versteht sich dies zunehmend von selbst. In Zeiten eines anwachsenden Antisemitismus sowie der Muslim:innenfeindlichkeit gewinnt das Thema zusätzlich an Gewicht und Dringlichkeit. Doch stehen im Zentrum dieses Bandes nicht erneut die entsprechenden Begründungen für interreligiöses Lernen, sondern es wird gefragt, wie es um die Wirksamkeit eines solchen Lernens bestellt ist und wie diese Wirksamkeit weiter gesteigert werden kann. Die in diesem Band dokumentierte empirische Untersuchung, die mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Universität Tübingen durchgeführt werden konnte, trägt zu beiden Fragen bei.

Weitere Informationen zu dieser Veröffentlichung erhalten Sie auf der Verlagshomepage.


Einblick in das Pflegeprojekt

Neuauflage: Veröffentlichung voraussichtlich Juni 2025

Materialien zur Förderung interreligiöser und ethischer Kompetenzen – speziell für die generalistische Pflegeausbildung entwickelt

Ein Bild, das Text, Screenshot, Schrift, Aufdruck enthält. Automatisch generierte BeschreibungPflegeauszubildende stehen zunehmend vor der Herausforderung, die religiöse und weltanschauliche Vielfalt im Pflegealltag angemessen zu berücksichtigen. Ein respektvoller Umgang erfordert Kompetenzen und Kenntnisse in den Bereichen Ethik und interreligiöse Kommunikation. Dabei geht es auch um die Auseinandersetzung mit ethischen Konflikten und Grenzsituationen, die mit religiösen Überzeugungen verknüpft sein können. 

Bereits 2014 erschien der gemeinsam von EIBOR und KIBOR entwickelte Modulband zum Thema „Ethische und interreligiöse Kompetenzen in der Pflege“. Aktuell wird dieser Band in Hinsicht auf die generalistische Pflegeausbildung (Kinder-, Kranken- und Altenpflege) überarbeitet und erweitert. Ziel ist es, die interreligiösen und ethischen Kompetenzen der Auszubildenden in der Generalistik zu fördern und sie an die gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen.

Wesentliche Merkmale der Materialien: 

  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Praxistaugliche Fallsituationen wurden von Lehrkräften aus pflegerischen, religionspädagogischen und medizinischen Fachbereichen entwickelt. 

  • Flexibler Einsatz: Die 15 Unterrichtsmodule orientieren sich am Bildungsplan und berücksichtigen die verschiedenen Niveaus der Ausbildungsdrittel. Sie können außerdem in Weiterbildungen oder im Hochschulkontext genutzt werden. 

  • Praxisorientierung: Die Materialien sind speziell für die neuen Berufsfelder in der Pflegeausbildung konzipiert.

Die Module vermitteln grundlegende interreligiöse und ethische Kompetenzen und sind sowohl für die zwei- als auch für die dreijährige Pflegeausbildung geeignet. Ergänzend zum gedruckten Materialband steht ein Online-Zugang mit zusätzlichen Inhalten zur Verfügung. 

Projektverantwortlich: 

Prof. Dr. Dr. Friedrich Schweitzer und Dr. Eva Dubronner 

mit Unterstützung und Mitarbeit von Dr. Kathrin Sauer, Dr. Brigit Rommel, Dr. Hanne Schnabel-Henke, Frank Jänicke und Anne Krasel 


3. Arbeitsbericht des EIBOR

Der neue Arbeitsbericht wird Mitte März digital und als Broschüre erscheinen und führt den 2. Arbeitsbericht (ab 2015) fort. 


Veranstaltungen

Der Beitrag des Religionsunterrichts an Beruflichen Schulen für Demokratiebildung und Antisemitismusprävention

Donnerstag, 20. März, 16-18 Uhr, Universität Tübingen, Theologicum, Liebermeisterstraße 12.

Die katholischen und evangelischen Institute für berufsorientierte Religionspädagogik (KIBOR und EIBOR) laden ein zu einer Veranstaltung mit dem Antisemitismusbeauftragten des Landes Baden-Württemberg, Dr. Michael Blume, und Ministerialdirigenten Klaus Lorenz (Kultusministerium).

Nach Impulsreferaten von Dr. Michael Blume (Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben) und OStD‘in Anne Gsell (Max-Eyth-Schue Stuttgart) wird es ein Podium geben, an dem außer den Vortragenden MD Klaus Lorenz (KM), Ordinariatsrätin Dr. Ute Augustyniak-Dürr (DRS), Oberkirchenrätin Carmen Rivuzumvami (OKR Stuttgart) und Jessica Hösel (Hochschule für Jüdische Studien) teilnehmen 

Die Veranstaltung wendet sich an Religionslehrkräfte aller Schularten.


Kooperationen

bibor

Allgemeine Infos finden Sie wie gewöhnlich auf der Homepage des Instituts. 


KIBOR

KIBOR auf der Didacta zu "Demokratie braucht Bildung – Bildung braucht Demokratie" (11.- 15.02.2025):

"Nachgefragt: Wie hilft religiöse Bildung gegen Antisemitismus?"

Prof. Reinhold Boschki, Universität Tübingen & Dr. Michael Blume, Beauftragter der baden-württembergischen Landesregierung gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben.

Mittwoch, 12.02.2025, 14:00-15:00 Uhr, Halle 7 Stand: 7C050

Den Stand der Kirchen sowie das weitere Programm dort finden Sie unter: https://kirche-auf-der-bildungsmesse.org/.


Schlüsseltexte der Religionspädagogik ‚quer‘ gelesen 

Interreligiöse und interkonfessionelle Zugänge 

Von Reinhold Boschki, Thomas Schlag, Henrik Simojoki, Fahimah Ulfat (Hrsg.), Benjamin Ahme, Canan Balaban, Thomas Buchschuster, Maarit Franzki

Mit Beiträgen von Stefan Altmeyer, Ednan Aslan, Tarek Badawia, Reinhold Boschki, Fatima Caviş, Yauheniya Danilovich, Claudia Gärtner, Jan-Hendrik Herbst, Marina Kiroudi, Martina Kumlehn, Bruno Landthaler, Evangelos Pepes, Mirjam Schambeck, Thomas Schlag, Bernd Schröder, Henrik Simojoki, Athanasios Stogiannidis, Fahimah Ulfat.

Am 16.12.2024 wurde Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich Schweitzer anlässlich seines 70. Geburtstages als Freundesgabe seitens der Herausgeber:innen Reinhold Boschki,  Thomas Schlag,  Henrik Simojoki und  Fahimah Ulfat der dafür eigens zusammengestellte Band „Schlüsseltexte der Religionspädagogik ‚quer‘ gelesen. Interreligiöse und interkonfessionelle Zugänge“ überreicht. Die Schlüsseltexte wurden von Wissenschaftler:innen aus einer jeweils anderen Konfession und Religion kommentiert.

Dieser Band bahnt einen innovativen Zugang zu religionspädagogischen Theoriebeständen an, der quer zu konfessionellen und religiösen Versäulungstendenzen in Vergangenheit und Gegenwart liegt. Statt einmal mehr klassische Publikationen der eigenen Tradition zu erschließen, setzen sich Autor:innen aus der jüdischen, islamischen, orthodoxen, katholischen und evangelischen Religionspädagogik mit Schlüsseltexten anderer Traditionen auseinander. Dabei spannt sich der Bogen der ausgewählten Autor:innen und Texte über einen Zeitraum von mehr als 1000 Jahren und umfasst viele bildungsgeschichtliche Epochen.

Ein Bild, das Text, Screenshot, Design enthält. Automatisch generierte BeschreibungUm das Anregungspotenzial solcher Querlektüren auszuschöpfen, sind die Beiträge analog aufgebaut: Auf die Einleitung folgt eine knappe Vorstellung der Autorin bzw. des Autors sowie des Textes, dessen Argumentationslogik kurz nachgezeichnet wird. Daran schließt sich eine Perspektivenverschränkung an, in der Momente der Nähe wie auch der Fremdheit markiert und reflektiert werden. Abschließend werden die Texte bezüglich ihres Inspirationspotenzials für die heutige religiöse Bildung befragt.

Durch die mehrperspektivische Durchdringung religionspädagogischer Schlüsseltexte öffnet der Band den Blick für die Vielfalt und den Reichtum religiöser Bildungstraditionen, trägt zum Abbau stereotyper Sichtweisen bei und fundiert die gegenwärtigen Bemühungen religiöser Akteur:innen, in Kontexten öffentlicher Bildung verstärkt gemeinsam Verantwortung wahrzunehmen.

Nähere Informationen zu dieser Veröffentlichung erhalten Sie auf der Verlagshomepage.


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