Systematische Theologie II

PD Dr. Gotlind Ulshöfer mit Hanns-Lilje-Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung ausgezeichnet

PD Dr. Gotlind Ulshöfer erhält für ihre Arbeit „Soziale Verantwortung aus protestantischer Perspektive“ 5.000 Euro. Mit ihrer Habilitation beeindruckt PD Dr. Gotlind Ulshöfer die Jury durch ihre außerordentliche Versiertheit sowohl im ökonomischen als auch im theologischen Diskurs und ihre Brillanz, in der sie beide Stränge konzeptionell neu zusammenführt. Damit leistet die Verfasserin einen exzellenten Beitrag zum Diskurs über Corporate Social Responsibility (CSR). Sie hinterfragt den CSR-Diskurs wirtschaftsethisch und theologisch und profiliert ihn zugleich neu. Das hat für eine zeitgemäße Ethik sozialer Verantwortung geradezu exemplarische Bedeutung, weil Unternehmen als moralisch verantwortliche Akteure ausgewiesen werden. PD Dr. Gotlind Ulshöfer ist Diplom Volkswirtin und Theologin und zurzeit „Heisenberg-Stipendiatin“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Universität Tübingen.

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(Quelle: www.hanns-lilje-stiftung.de)

Professorin Elisabeth Gräb-Schmidt bei der Papstaudienz der EKD im Februar 2017

Das Jubiläum der Reformation stellt das Verhältnis der christlichen Konfessionen neu in den Vordergrund. Eine hochrangige Delegation der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), darunter auch die Tübinger Theologieprofessorin Elisabeth Gräb-Schmidt, machte sich am letzten Wochenende auf den Weg nach Rom. Sie wurde am Montag (6. Februar 2017) von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen. Ziel der Reise war es, das Jahr des Reformationsjubiläums zum Anlass zu nehmen, auch die ökumenischen Bemühungen fortzusetzen und zu vertiefen. Auch über weitere konkrete Schritte auf dem Weg zur sichtbaren Einheit sollte nachgedacht werden. Gräb-Schmidt: „Für alle Beteiligten war vorausgesetzt, dass dieses Ziel nur erreicht werden kann in gegenseitiger Wertschätzung und im Vertrauen, das den Glauben des anderen nicht in Frage stellt, sondern ihn auch als Bereicherung des eigenen wahrnehmen kann.“ In der Auseinandersetzung um die bestehenden Unterschiede der Konfessionen, die sich auch etwa bei der Frage des gemeinsamen Abendmahls zeigen, sind die Unterschiede bedeutsam. Gräb-Schmidt: „In gegenseitiger Anerkennung kann der Gedanke der Einheit wachsen, ohne Differenzen einzuebnen, die für das Selbstverständnis des je eigenen ebenso wie das Verständnis des anderen bedeutsam bleiben. Sichtbare Schritte der Verständigungsbemühungen sollen unter dieser Voraussetzung einen Weg zum gemeinsamen Abendmahl ebnen können.“ Das Treffen der christlichen Konfessionen setzte damit auch ein unzeitgemäßes Zeichen gegen vertiefte Gräben zwischen Menschen, Ländern und Religionen. Gräb-Schmidt: „Ein kraftvolles gemeinsames Zeugnis kann auch Zeichen dafür sein, dass der Glaube für Humanität und Menschenwürde eintritt. Das brauchen wir in der gegenwärtigen Zeit mehr den je.“