Sinologie

Christian Buskühl, M.A. 王孝昌

Managing Director am European Centre for Chinese Studies at Peking University (ECCS), Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand an der Abteilung für Sinologie, Universität Tübingen

Akademischer Werdegang

  • Seit 2020 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung für Sinologie, Universität Tübingen
  • Seit 2019 Managing Director am European Centre for Chinese Studies at Peking University
  • Seit 2019 Doktorand an der Abteilung für Sinologie, Universität Tübingen
  • 2019 M.A. Geschichte und Japanisch, SOAS, University of London
  • 2017 B.A. Sinologie und Allgemeine Rhetorik, Universität Tübingen

Der kaiserliche Palast in Peking, aus Die Gartenlaube, 1853 (41): 445.

Forschungsschwerpunkte
In seiner Masterarbeit untersuchte Christian Buskühl den britisch-japanischen Seehandel in Ostasien. Dabei fokussierte er sich auf den britischen Versuch aus dem Jahr 1813, die holländische Sonderstellung im Hafen von Nagasaki zu ersetzen. Er zeigte, warum die Mission letztlich aufgrund von geopolitischer Sturheit britischer Entscheidungsträger scheitern musste. In seiner Dissertation über Palastintrigen am Ende der Ming-Dynastie untersucht er die sogenannten „drei Fälle” (san'an 三案). Dabei beschäftigt er sich schwerpunktmäßig mit der Frage, wie sich individuelle Handlungen, die zu der jeweiligen Zeit als unbedeutend eingeschätzt wurden, zu geschichtspolitischen Ereignissen entwickeln konnten, die durch ihren disruptiven Charakter die chinesische Historie sowie die dynastische Geschichtsschreibung entscheidend prägten. Als Hauptquellen dienen ihm unter anderem unterschiedliche Überlieferungen der Ming Veritable Records 明實錄.
Darüber hinaus ist Christian Buskühl assoziierter Wissenschaftler in dem von Prof. Dr. Hans Ulrich Vogel geleiteten Forschungsprojekt „Die Übertragung westlicher Naturwissenschaft, Technologie und Medizin ins China der späten Ming-Zeit: Konvergenzen und Divergenzen im Lichte des Kunyu gezhi 坤輿格致 (Untersuchungen des Erdinneren; 1640) und des Taixi shuifa 泰西水法 (Hydromethoden des Großen Westens; 1612)“.

Das kaiserliche Grab Ming Qingling 明慶陵 bei Changping 昌平 nordwestlich von Peking.