24.11.2025
Bukarest – Diversität (in) einer Großstadt
Interdisziplinäres Seminar mit Exkursion, 16. bis 20. Juni 2025
Zwanzig Studierende aus Geschichtswissenschaft, Empirischer Kulturwissenschaft und Literaturwissenschaft reisten im Juni 2025 im Rahmen eines interdisziplinären Seminars nach Bukarest, um die Vielfalt der rumänischen Hauptstadt aus nächster Nähe zu erforschen. In den vorbereitenden Sitzungen beschäftigten sie sich mit den Grundlagen urbaner Diversität und mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die Bukarest bis heute prägen. Vor Ort vertieften sie diese Themen in Kleingruppen, sammelten Filmmaterial und führten Interviews, aus denen später Filmsequenzen entstanden. Bereits die ersten Wege durch die Stadt machten deutlich, wie viele historische Schichten Bukarest in sich trägt. Besuche an Orten wie der Nationalkathedrale, dem Carol Park, dem sephardischen Friedhof und dem Friedhof Bellu schärften den Blick für die räumliche und kulturelle Vielfalt der Stadt. Die Studierenden erkundeten Märkte, Erinnerungsorte, religiöse Räume, architektonische Besonderheiten und deutschsprachige Spuren. Dabei reichten ihre Eindrücke vom lebhaften Treiben auf dem Obor Markt über Gespräche mit Studierenden der Universität Bukarest über Verkehrsprobleme bis hin zu eindrucksvollen Begegnungen in orthodoxen, katholischen und jüdischen Gemeinden. Ein besonderes Erlebnis war außerdem ein Abend in der Bukarester Oper, wo die Gruppe das Ballett Carmen sah. Gemeinsame Programmpunkte wie die Führung durch das Nationale Kunstmuseum, eine Podiumsdiskussion im Goethe Institut oder die Besichtigung des Parlamentspalasts ergänzten die individuellen Recherchen.
Nach der Rückkehr nach Tübingen arbeiteten die Studierenden aus ihren Aufnahmen einen einstündigen Film aus, der unterschiedliche Blickwinkel auf das vielfältige Bukarest eröffnet. Der Film wird am 14. Januar 2026 an der Universität Tübingen (Wilhelmstraße 36, Raum 119A) präsentiert. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die Reise filmisch nachzuvollziehen.
Bericht: Studierende Geschichtswissenschaft, Empirischer Kulturwissenschaft und Literaturwissenschaft