Weltweit erstarkt die extreme Rechte. Dies gelingt ihr, indem die extreme Rechte an unterschiedliche Teile der Gesellschaft anschließen und Allianzen bilden kann. Dementsprechend bietet sich die extreme Rechte auch den Religionen an – und so auch ›dem‹ Christentum und ›dem‹ Islam. Man greift Themen und Positionen in dem rechtsgestimmten, häufig fundamentalistisch oder integralistisch ausgerichteten Christentum und Islam auf – und verspricht die Wiedereinrichtung einer christlichen oder eben islamischen Welt für die Zeit, an der die schlechte Gegenwart zugrunde gegangen ist.
Am Tübinger ›Campus der Theologien‹ wird sich in unterschiedlichen Disziplinen mit der theologischen Verarbeitung des gesellschaftlichen ›Rechtsrucks‹ beschäftigt. Thematisiert wird, dass der ›Rechtsruck‹ auch in den Religionen wirksam ist, dass er aus den Religionen heraus betrieben wird – und dass religiöse Ressourcen benutzt werden, um die extreme Rechte hegemonial werden zu lassen.
Die theologischen Bemühungen, die extreme Rechte und das Engagement gegen diese zu verstehen, werden auf einem Workshop am 5./6.3. 2026 vorgestellt und diskutiert.
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Verantwortlich für die Organisation von Seiten der Kath. Fakultät, des ZITh und der Ev. Fakultät Tübingen: Prof. Dr. Matthias Möhring-Hesse, Dr. Sebastian Pittl, Dr. Simone Hiller, Dr. Abdelghafar Salim, Monzer Haider, Lucas Bohnenkamp, Dr. Hans-Ulrich Probst. Eine Kooperationsveranstaltung mit der Kath. Akademie Stuttgart-Hohenheim und der Ev. Akademie Bad Boll. Weitere Kooperationspartner: Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR), Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex), Kompetenzzentrum Demokratie und Menschenwürde der katholischen Kirche Bayern (KDM).
Organisatorische Hinweise: Die Tagung ist auf 50 Teilnehmende begrenzt. Wir bitten um einen Unkostenbeitrag für das Abendessen am 5. März 2026 i.H.v. 15 €. Übernachtungen im Zuge der Tagung müssen eigenständig organisiert werden.