Studienarbeiten Kassandra Gamm, Lennart Nebel, Sebastian Winterhalder (2025/2026); Um die Wasserbeschaffenheit des Oberen Käsbachs, seiner Zuflüsse sowie dem zuströmenden Grundwasser zu bestimmen wurden in 2025 und 2026 eine Vielzahl von Begehungen (Erfassung von Fließgewässern, Grundwasserzutritten, Feuchtgebieten, etc.) sowie Vorort-Messungen (Temperatur, Leitfähigkeit) und Probenahmen (Oberflächengewässer, Grundwasser) mit Analytik auf die Wasserinhaltsstoffe (An- und Kationen, gelöster organischer Kohlenstoff) unternommen. Parallel wurden hoch aufgelöste laterale Leitfähigkeitsprofile erstellt.
Die Ergebnisse zeigen dass sich chemische Signatur des Käsbachs auf der Höhe des Gipsbruches abrupt ändert. Dies geht v.a. zurück auf das Wasser des „Hungerbrunnens“. Während oberhalb des Hungerbrunnens (KB6) noch Mg, Ca und HCO3 vorherrschen, wird die Wasserchemie im Bereich des Hungerbrunnens durch (Gips) CaSO4 dominiert. Da die gemessenen Ca- und Sulfat-Konzentrationen insgesamt > 2 g/L ausmachen, ist bei den vorwiegend vorherrschenden Abflussverhältnissen von einer annähernden Gips-Sättigung des Wassers auszugehen. Da die Abflussmenge im Käsbach gleichermaßen zunimmt (exakte Abflussmessungen sind in Vorbereitung) – ohne dass in selbem Maße oberflächliche Zuflüsse erkennbar sind – ist die abrupte Änderung der Wasserchemie mutmaßlich vor allem durch den Zutritt von stark Gips-haltigem (CaSO4) Grundwasser verursacht. Gegebenenfalls geht der starke Wasserzutritt auf eine tektonische Störung zurück. Die Nitratwerte erhöhen sich entlang der Strecke ebenfalls, was die Folge landwirtschaftlicher Einträge sein dürfte. Betreuung: C. Leven, A. Beer, H. Rügner, M. Ebner. --> siehe Kurzbericht