Neuere Geschichte

Mia Paulus

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Kontakt

Seminar für Neuere Geschichte
Wilhelmstraße 36
72074 Tübingen

mia.paulusspam prevention@uni-tuebingen.de

Sprechstunden

folgt.


Vita

seit Juli 2026
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

im Forschungsprojekt „Feathers of Empire: Commodifying and Conserving Nature during the 19th Century“, gefördert durch das Eliteprogramm der Baden-Württemberg-Stiftung (PI: Dr. Sabine Hanke)

2024-2026
Wissenschaftliche Volontärin

Abteilung Sammlung & Ausstellung, StadtPalais – Museum für Stuttgart

2021-2024
Studentische Hilfskraft

Institut für Geschichtsdidaktik und Public History, Eberhard Karls Universität Tübingen

2021-2024
Master of Arts Geschichtswissenschaft mit der Profillinie „Museum & Sammlungen“

Eberhard Karls Universität Tübingen

2016-2021
Bachelor of Arts Geschichtswissenschaft und Germanistik

Eberhard Karls Universität Tübingen

Forschung

Forschungsschwerpunkte und Interessen

  • Geschichte des deutschen Kolonialismus
  • Transimperiale Geschichte
  • Geschichte der Wissenschaft im 19. Jahrhundert
  • Museums- und Sammlungspraxis
  • Public History
  • Geschichtsvermittlung und Wissenschaftskommunikation

Aktuelles Forschungsprojekt

Von Federn zum Strauß - Eine trans-imperiale Geschichte der Straußenindustrie, 1860-1918 (Arbeitstitel)

Mit der imperialen Expansion der europäischen Großmächte erstreckte sich ihre Herrschaft nicht nur auf die in den Kolonien lebenden Gemeinschaften, sondern auch auf das Land selbst sowie auf dessen Natur, Flora und Fauna. Vor dem Hintergrund der kolonialen Besetzung war die wirtschaftliche Ausbeutung von Mensch und Natur gleichermaßen ein vorrangiges Ziel der imperialen Mächte. Diese Vorherrschaft war bei der Ankunft nicht von vornherein gegeben – sie musste ständig erkämpft werden und lässt sich als ein Phänomen analysieren, das durch Handlungen und Reaktionen verschiedener Akteure geprägt war.

Im späten 19. Jahrhundert wurden die Federn des afrikanischen Straußes zu einem beliebten Luxusgut, das hauptsächlich von Südafrika in die „westliche Welt“ exportiert wurde. In der Geschichte des Handels mit Federn des afrikanischen Straußes wurde das Tier selbst bislang meist außer Acht gelassen. Indem ich mich diesem Thema mit Konzepten der Human-Animal-Studies und Methoden der Akteur-Netzwerk-Theorie nähere, zielt meine Forschung darauf ab, den Blickwinkel von einer Wirtschaftsgeschichte des imperialen Handels hin zur Geschichte der Verflechtungen zwischen Mensch und Tier zu verlagern. Mein Interesse gilt der transimperialen Zirkulation und dem Transfer von Wissen und Menschen innerhalb der wettbewerbsorientierten und volatilen Straußenindustrie. Meine Fallstudie versucht, verschiedene Kontexte menschlich-nichtmenschlicher Begegnungen näher zu beleuchten, indem sie das Konzept der Handlungsfähigkeit erweitert. Durch diesen methodischen Ansatz sollen Interaktionen zwischen dem Menschlichen und dem Nichtmenschlichen sichtbar gemacht werden.


Publikationen

  • „Bauet am Erbe“ – Narrative der deutschen Kolonialzeit im Swakopmund Museum. In: Siegenthaler, Fiona; de Castro, Inés (Hgg.): With Namibia: Engaging the Past, Sharing the Future. Eine Summer School in zwei Teilen in Stuttgart und Windhoek. Dresden/Stuttgart 2024.