Slavisches Seminar

Kompetenzzentrum für Ost-, Südost- und Mitteleuropa (KOSME)

16.10.2026

KOSME meets Studium Generale

Mit der Reihe "Eastern Cityscapes. Von der Ostsee bis zum Mittelmeer" bringt KOSME im Wintersemester 2026/27 den ost-, südost- und mitteleuropäischen Raum ins Rampenlicht des Studium Generale

Immer mittwochs • 18:15 Uhr
Kupferbau • Hölderlinstr. 5 • HS 25

KOSME lädt herzlichst ein zur Studium-Generale-Reihe Eastern Cityscapes. Von der Ostsee bis zum Mittelmeer im Wintersemester 2026/27. An 13 Terminen in der Vorlesungszeit werden unsere interdisziplinären Experten und Expertinnen ausgewählte Städtelandschaften aus dem ost-, südöst- und mitteleuropäischen Raum vorstellen und aus unterschiedlichsten Perspektiven ausleuchten. 

Städte sind Orte, an denen Geschichte sichtbar wird. In ihren Straßen, Gebäuden und öffentlichen Räumen verdichten sich politische Ordnungen, soziale Veränderungen und kulturelle Erfahrungen. Besonders deutlich zeigt sich dies in den Städten zwischen Ostsee und Mittelmeer. Hier überlagern sich imperiale Hinterlassenschaften, Grenzverschiebungen und Migrationen, sprachliche und religiöse Vielfalt sowie die tiefgreifenden Umbrüche des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. In Narva etwa wird die Nähe zu Russland im Stadtraum ebenso sichtbar wie in politischen Debatten über Zugehörigkeit und Grenze; in Temeswar oder Novi Sad erinnern Architektur und kulturelles Erbe an die multiethnischen Traditionen habsburgischer Städte; und in Nikosia ist die politische Teilung bis heute im urbanen Raum eingeschrieben. Der urbane Raum bewahrt solche historischen Schichten und macht erfahrbar, wie unterschiedliche Zeiten und politische Projekte im Stadtbild fortwirken.

Die Beiträge aus Geschichts-, Literatur- und Kulturwissenschaft sowie aus den Medienwissenschaften und der Politikwissenschaft verbinden städtische Fallstudien mit vergleichenden Perspektiven. Welche Spuren imperialer und sozialistischer Vergangenheit prägen heutige Stadtlandschaften – etwa in Bukarest oder Warschau? Welche Rolle füllen diese Städte als Erinnerungsorte aus? Wie verändern politische Transformationen Architektur, Infrastruktur und öffentliche Räume, und wie gehen Städte mit konflikthaften Vergangenheiten um – etwa im ukrainischen Krementschuk, dessen jüngste Geschichte den Stadtraum auf dramatische Weise geprägt hat? Wie überhaupt werden Städte vertextet und in Literatur umgewandelt? Die Vorträge stellen unterschiedliche urbane Konstellationen vor: Grenzstädte, Metropolen, regionale Zentren oder geteilte Städte und eröffnen so vergleichende Perspektiven auf Geschichte und Gegenwart des östlichen Europas.

Das Programm finden unten angehängt. Außerdem informieren wir sie detailliert über alle Veranstaltungen der Reihe 
  auf unserer Webseite und über unsere KOSME-Mailingliste

Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen!

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