Uni-Tübingen

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01/26/2021

Mischa Meier erhält den WISSEN!-Sachbuchpreis 2021 der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft

Der Tübinger Althistoriker Mischa Meier ist für sein Buch „Geschichte der Völkerwanderung“ (Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung, C.H. Beck, 2019) mit dem WISSEN!-Sachbuchpreis der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (wbg) ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand am 23. Januar live bei Deutschlandfunk Kultur in der von Christian Rabhansl moderierten Sendung „Lesart“ statt. Der Preis ist mit 44.000 Euro der höchstdotierte deutschsprachige Sachbuchpreis.

„Die Jury zeichnet ein Werk aus, das sowohl wissenschaftlich exzellent ist als auch dieses Wissen einer interessierten Öffentlichkeit in hervorragender Weise vermittelt. Damit ist Meiers Buch ein Beispiel dafür, wie historisches Wissen uns helfen kann, die Gegenwart besser zu verstehen und aktuelle Veränderungen unserer Gesellschaften einordnen zu können.“, sagte der Jury-Vorsitzende Hubert Wolf.

Dirk Beenken, geschäftsführender Direktor der wbg, ergänzt: „Das Buch von Mischa Meier liefert historisch fundiertes Wissen über die Völkerwanderung und Migration als wichtiges Korrektiv für Parolen und Fake News über unser Verständnis von Völkern und Staaten. Die Gemeinschaft der 85.000 wbg-Mitglieder wird dies zum Anlass für Austausch und Diskussionen nehmen.“

Jury-Mitglied Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, würdigt das Werk in seiner Laudatio (in voller Länge unter wbg-wissen-preis.de): „Hier liegt ein Standardwerk vor, das die Forschung in den kommenden Jahren nachhaltig beeinflussen wird. Der ungeheuerliche Stoff wird nicht nur dargestellt, sondern bewältigt; darüber hinaus ist das Buch glänzend geschrieben. Der wbg als Wissenscommunity gehört das Verdienst, ein solches Buch, das nun mit dem WISSEN!-Sachbuchpreis ausgezeichnet wird, für die historisch interessierte Allgemeinheit sichtbar zu machen.“

Die Preisträgerinnen und Preisträger des »WISSEN! Sachbuchpreiseses der wbg für Geisteswissenschaften« werden unter Einbeziehung von Leserinnen und Lesern der wbg, des Handels sowie einer Jury ermittelt, der die Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Aleida Assmann, Dr. Peter Frey (ZDF), Jürgen Kaube (FAZ), Prof. Dr. Hermann Parzinger (Stiftung Preußischer Kulturbesitz) sowie Prof. Dr. Hubert Wolf (Universität Münster) angehören.

Mischa Meier ist nach dem Arabisten Thomas Bauer (2019) der zweite Preisträger des Sachbuchpreises der wbg. Die weiteren Shortlist-Kandidaten Ulrike Ackermann (Das Schweigen der Mitte, wbg Theiss), Kübra Gümüşay (Sprache und Sein, Hanser Berlin), Jürgen Habermas (Auch eine Geschichte der Philosophie, Suhrkamp) sowie Ilko-Sascha Kowalczuk (Die Übernahme, C.H. Beck) erhalten je 1000 Euro Preisgeld.

Die wbg fördert Wissenschaft, Bildung und Kultur. Mit einer Fördersumme von über 1 Million EUR ist sie eine der wichtigsten geisteswissenschaftlichen Institutionen im deutschen Sprachraum. Ihre Community verleiht Geisteswissenschaften eine starke und unabhängige Stimme in der gesellschaftlichen Diskussion. Unterstützt wird die wissenschaftliche Arbeit an Hochschulen durch Forschungsprojekte und Publikationen. Über die Online-Plattform wbg-community.de lädt die wbg Leser*innen und Autor*innen zu Vernetzung und Austausch ein. Die Bücher der wbg gibt es im Handel, bei 45 Partnershops sowie online unter wbg-wissenverbindet.de. Der »WISSEN! Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften« wird getragen vom Förderverein »Wissen verbindet e.V.«. Er finanziert sich aus Erlösen der wbg sowie Spenden. Ausgezeichnet wird eine deutschsprachige Originalveröffentlichung, die einen herausragenden Beitrag zu den Geistes- oder Sozialwissenschaften leistet, anschaulich für ein breites Publikum geschrieben ist und gesellschaftlich relevante Fragen behandelt.

Aus einer Pressemitteilung der wbg

Kontakt:

Prof. Dr. Mischa Meier
Universität Tübingen
Seminar für Alte Geschichte
Telefon: 07071-29 78520
mischa.meierspam prevention@uni-tuebingen.de    

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