Social and Cultural Anthropology

Digitalisierung und Erschließung der ethnologischen Sammlung

Seit dem Wintersemester 2019 werden die Bestände der ethnologischen Sammlung digitalisiert. Die Sammlung umfasst circa 4000 Objekte, 2150 Glasplattendiapositive sowie 500 Negative, die sich in der Lehrsammlung der Abteilung für Ethnologie und in der Schauausstellung im Fünfeckturm des Museums der Universität befinden. Die Objekte sind aus Ozeanien, Afrika, Asien, Amerika, Australien sowie Europa und wurden von Wissenschaftler*innen, europäischen Reisenden, Kolonialbeamten, privaten Sammler*innen sowie Akteur*innen aus dem Missionskontext gesammelt.

 

Bisher waren die Objekte nur analog erfasst, was den Zugriff und die Nutzbarkeit für die Lehre und Forschung einschränkte. Die Fotografien und Digitalisate der Glasplattendias werden derzeit zusammen mit den Metadaten in die Datenbank des Museums der Universität Tübingen überführt. Die Erfassung der Basisdaten ist mittlerweile zu 80% abgeschlossen. Die Digitalisierung, das Anfertigen von Fotografien und die Recherchen werden im Sommersemester 2021 fortgesetzt. Eine Auswahl der Sammlungsgegenstände und Glasplattendias ist bereits im eMuseum online zugänglich.

Die Digitalisierung ermöglicht eine zeit- und objektschonende Recherchierbarkeit der Sammlung für Wissenschaftler*innen und Student*innen. Sie ist eine Voraussetzung für die Aufarbeitung von Provenienzen des Sammlungsgutes. Ziel ist, die Sammlung sukzessive zu veröffentlichen und die Erforschung der Sammlungshintergründe zu intensivieren. Zukünftig soll die Sammlung öffentlich einsehbar werden, um insbesondere Vertreter*innen aus den Herkunftsgesellschaften der Objekte den Zugang zu ihrem kulturellen Erbe zu erleichtern.

Stefanie Hildebrand & Leila Sayer-Degen