Aktuelles vom Lehrstuhl Theologische Ethik/Sozialethik


Den Staat in die Pflicht nehmen. Staatliche Gewährleistung der öffentlichen Infrastruktur

Im Rahmen des durch das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung geförderten Forschungsprojektes Gemeinwohlrelevante öffentliche Güter. Die politische Organisation von Infrastrukturaufgaben im Gewährleistungsstaat haben Hans-Jürgen Bieling und Matthias Möhring-Hesse einen eher einführenden Artikel zum Thema öffentlicher Güter und deren staatlichen Gewährleistung für die Zeitschrift POLITKUM veröffentlicht:

Bieling, Hans-Jürgen/Möhring-Hesse, Matthias (2020): Den Staat in die Pflicht nehmen. Staatliche Gewährleistung der öffentlichen Infrastruktur, in: Politikum, Jg. 6, Nr. 3, S. 10–17.

Der Artikel steht mit Erlaubnis des Wochenschau-Verlages hier als Download zur Verfügung.


Soziale Arbeit im Kapitalismus

Gesellschaftstheoretische Verortungen – Professionspolitische Positionen – Politische Herausforderungen

 

Möhring-Hesse, Matthias (2020): Der Geist weht, wo er soll. Die kulturelle Modernisierung der Freien Wohlfahrtspflege im »neuen Geist des Kapitalismus«, in: Otto, Hans-Uwe (Hg.): Soziale Arbeit im Kapitalismus. Gesellschaftstheoretische Verortungen – Professionspolitische Positionen – Politische Herausforderungen (Edition Soziale ArbeitBd. ), Weinheim: Beltz Juventa, S. 344–365.

 

In jüngster Zeit lässt sich beobachten, dass Grundsatzfragen des Zusammenhangs von kapitalistischer Produktionsweise und Sozialer Arbeit wieder an Interesse gewinnen. Auch die Selbstverständlichkeit, mit der das Soziale als die den Kapitalismus eingrenzende Gestalt behandelt wurde, wird infrage gestellt. Der Band stößt eine grundsätzliche Auseinandersetzung und Diskussion über das Verhältnis von Sozialer Arbeit und Kapitalismus an. Das Anliegen ist weniger der Entwurf einer weiteren (gesellschaftskritisch inspirierten) Kapitalismustheorie, sondern die Akzentuierung und Analyse der Wirkmechanismen der kapitalistischen Produktionsweise für die berufliche Praxis der Sozialen Arbeit und ihre Begründung.

Nähere Informationen auf der Verlagsseite.

 


Globales Gemeinwohl

Sozialwissenschaftliche und sozialethische Analysen

Neu erschienen:
Globales Gemeinwohl
Sozialwissenschaftliche und sozialethische Analysen

HerausgeberInnen: Marianne Heimbach-Steins, Matthias Möhring-Hesse, Sebastian Kistler und Walter Lesch

„Gemeinwohl“ (Common Good) galt über lange Zeit als eine Schlüsselkategorie christlicher Sozialethik. Diese Selbstverständlichkeit ist einem selbstkritischen Sozialkatholizismus sowohl in der Theorie als auch im politisch-ethischen Praxisbezug abhandengekommen. Ist der Appell an die Gemeinwohlverpflichtung mehr als ein diffuses und hilfloses Postulat? Lässt sich, zumal unter den Bedingungen globaler Verflechtungen und Abhängigkeiten, mit dieser Kategorie sozial-ethische Relevanz erzeugen? Wie verhält sich die Vorstellung einer sozialen Ganzheit zu der Pluralität von Vorstellungen des guten Lebens und zu der Vielheit von Interessen? Was legitimiert und welche Akteure tragen eine soziale Ordnung? Wie verhält sich eine Theorie des Gemeinwohls zu Theorien öffentlicher Güter (Commons) – angesichts internationaler Herausforderungen wie Migration, Klimapolitik, Welthandel oder Finanzmarktregulierung? Die Beiträge des Bandes gehen zurück auf die Jahrestagung 2019 der „Arbeitsgemeinschaft Christliche Sozialethik“, die der Frage nach dem „globalen Gemeinwohl“ gewidmet war.

 

Mit Beiträgen von Mariano Delgado, Marianne Heimbach-Steins, Brigitta Herrmann, Sebastian Kistler, Gerhard Kruip, Walter Lesch, Christof Mandry, Matthias Möhring-Hesse, Jochen Ostheimer, Michael Reder, Kurt Remele, Christian Spieß, Berthold Vogel, Markus Vogt, Katja Winkler.

Verlagsankündigung
Bericht über die Jahrestagung 2019 von Andreas Fisch in JCSW 2019
 


Sozialethik als Kritik

Der erste Band der Reihe "Ethik und Gesellschaft" ist erschienen:

Kritisiert wird gegenwärtig viel – und auch Kritik wird kritisiert. In dieser Situation sucht dieser Sammelband auszuweisen, wie in einer christlichen Sozialethik Kritik betrieben wird: Sie zielt auf die Kritik der Unvernunft der die Menschen bestimmenden, zugleich von Menschen geschaffenen Ordnungen der Gesellschaft– und dies im Interesse an vernünftigeren Ordnungen ihres Zusammenlebens. Gesellschaftskritik als Vollzug praktischer Rationalität gibt es freilich nicht ohne Herrschaftskritik und nicht ohne Kritik von Ausschluss und Subalternität. Ausdrücklich wird in diesem Band der neutrale Vollzug »der Vernunft« ausgeschlossen; stattdessen wird die in der eigenen Gesellschaftskritik vollzogene praktische Rationalität normativ grundiert.

Mit Beiträgen von Michelle Becka, Bernhard Emunds, Johannes Eurich,
Gisela Kubon-Gilke, Torsten Meireis, Matthias Möhring-Hesse

Informationen zum Buch.
Einleitung.
Informationen zu der Reihe "Ethik und Gesellschaft".


Unsere Zukunft – nicht ohne die alten Menschen. Appell unterschreiben

Dieser Appell entstand aus einer  Sorge der Gemeinschaft Sant’Egidio über die Zukunft unserer  Gesellschaften, die sich in diesen Tagen in der durch das Coronavirus  verursachten Krise zeigte. Er ist in verschiedene Sprachen übersetzt und  wird von heute an auf internationaler Ebene veröffentlicht (mit den  Namen der Unterzeichner am Ende des Textes). Der Appell richtet sich an alle, Bürger wie Institutionen, und fordert eine entschiedene  Veränderung in der Mentalität, die zu neuen Initiativen bezüglich der  älteren Bevölkerung im Bereich der Gesellschaft und des Gesundheitswesens führen soll.
 
Unsere Zukunft – nicht ohne die alten Menschen Appell zur Humanisierung unserer Gesellschaften. Nein zu einem selektiven Gesundheitswesen

In der Covid-19-Pandemie sind die alten Menschen in vielen europäischen Ländern wie auch anderswo in Gefahr. Die dramatischen Zahlen der Toten in Heimen lassen uns schaudern.

Es wird viel zu überdenken geben, was die öffentlichen  Gesundheitssysteme betrifft und die notwendigen Praktiken, um alle zu  erreichen und wirksam zu behandeln. Wir sind jedoch besonders besorgt über die traurigen Geschichten des Hinsterbens alter Menschen in  Heimen. Dies alles wäre nicht geschehen, wenn nicht die Idee um sich  greifen würde, dass es möglich sei, ihr Leben zugunsten anderer zu  opfern. Papst Franziskus bezeichnet dies als Wegwerfkultur, die den  alten Menschen das Recht nimmt, als Menschen betrachtet zu werden, und  sie als Nummer ansieht, und in bestimmten Fällen nicht einmal das.

In vielen Ländern taucht im Zusammenhang mit der Behandlungsbedürftigkeit ein gefährliches Modell auf, das sich für ein  selektives Gesundheitswesen ausspricht, in dem das Leben von alten  Menschen als zweitrangig betrachtet wird. Ihre größere  Verletzlichkeit, das fortgeschrittene Alter und die möglicherweise vorliegenden weiteren bei ihnen bestehenden Erkrankungen sollen danach  eine Form der Auswahl zugunsten der Jüngeren und Gesünderen rechtfertigen.

Ein solches Ergebnis hinzunehmen ist menschlich und rechtlich inakzeptabel.  Die demokratische und humanitäre Ethik sind darauf gegründet, keinen Unterschied zwischen Menschen zu machen, auch nicht aufgrund des Alters.  Diese Prinzipien finden sich in einer religiösen Sicht des Lebens, aber  auch in den Menschenrechten und im ärztlichen Ethos. Hier darf man sich  keinesfalls auf irgendeinen Notstand berufen, nach dem Abweichungen von  diesen Prinzipien gerechtfertigt wären oder zur Regel gemacht würden.  Die These, dass eine kürzere Lebenserwartung rechtlich einen geringeren  Wert eines Lebens zur Folge hätte, ist aus juristischer Perspektive eine  Barbarei. Dass dies von außen (seitens des Staates oder des  Gesundheitswesens) ohne Beachtung des Willens einer Person auferlegt  wird, bedeutet eine weitere nicht akzeptable Beschneidung der Rechte des  Individuums.

Der wichtige Gedanke, dass die Generation der alten Menschen ein Kapital darstellt, findet sich weiterhin in allen Kulturen.  Zu akzeptieren, dass ihr ein anderer Wert zukäme, zerreißt das soziale  Netz der Solidarität zwischen den Generationen und spaltet die gesamte Gesellschaft. Wir dürfen die Generation nicht sterben lassen, die gegen  die Diktaturen gekämpft, sich um den Wiederaufbau nach dem Krieg gemüht  und Europa aufgebaut hat. Den vorzeitigen Tod der alten Menschen auf dem  Hintergrund einer utilitaristischen Mentalität zu akzeptieren erzeugt  eine Hypothek für die Zukunft, spaltet die Gesellschaft in Altersgruppen  und führt das gefährliche Prinzip der Ungleichheit der Alten ein.

Wir glauben, dass es notwendig ist, nachdrücklich die Prinzipien  der Gleichbehandlung und des universalen Rechts auf Behandlung  einzufordern, als Errungenschaften der letzten Jahrhunderte. Alle notwendigen Energien müssen investiert werden, um die größte Zahl  an Leben zu retten und den Zugang zur Behandlung für alle zu ermöglichen. Der Wert des Lebens muss gleich für alle bleiben. Wer das  zerbrechliche und schwache Leben der Älteren abwertet, bereitet eine Entwertung jeden Lebens den Weg.

Mit diesem Appell drücken wir unseren Schmerz und  unsere große Sorge über die zu vielen Todesfälle bei alten Menschen in  diesen Monaten aus und wünschen uns eine moralische Revolte, damit bei  der Behandlung alter Menschen ein Richtungswechsel erfolgt und damit vor  allem die besonders Verletzlichen nie als eine Last oder, schlimmer  noch, als unnütz betrachtet werden.

  APPELL UNTERSCHREIBEN

 

Erstunterzeichner:

Andrea Riccardi, Historiker, Gründer der Gemeinschaft Sant’Egidio
Romano Prodi, ehemaliger italienischer Ministerpräsident und ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission
Jürgen Habermas, Philosoph, Deutschland
Jeffrey D. Sachs, Direktor des UN Sustainable Development Solutions Network
Aleksandra Dulkiewicz, Bürgermeisterin von Danzig, Polen
Simonetta Agnello Hornby, Schriftstellerin, Vereinigtes Königreich
Manuel Castells, Professor für Soziologie an der University of California Berkeley, Spanien
Irina Bokova, ehemalige Generaldirektorin der UNESCO, Mitglied des Hohen Komitees der menschlichen Brüderlichkeit, Bulgarien
Mark Eyskens, ehemaliger belgischer Premierminister
Hans Gert Pöttering, ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments, Deutschland
Felipe González Márquez, ehemaliger spanischer Ministerpräsident
Marie De Hennezel, Psychologin, Frankreich
Jean-Pierre Denis, Chefredakteur der Wochenzeitung La Vie, Frankreich
Kardinal Matteo Zuppi, Erzbischof von Bologna, Italien
Adam Michnik, Essayist, Chefredakteur der Gazeta Wyborcza, Polen
Michel Wieviorka, Soziologe, Präsident der Fondation Maison des Sciences de l'Homme in Paris, Frankreich
Giuseppe De Rita, Soziologe, Gründer von CENSIS, Italien
Stefania Giannini, Beigeordnete Generaldirektorin für Bildung der UNESCO
Maria Antónia Palla, Journalistin, Portugal
Navi Pillay, Richterin, Präsidentin des ICDP, Südafrika
Annette Schavan, ehemalige Bundesministerin  für Bildung und Forschung, Deutschland


Frauenfeindlichkeit mit System: Zur Logik der Misogynie in Gesellschaft, Kirche und Theologie

Vortragsreihe an der Katholisch-Theologischen Fakultät im Rahmen von »TEAching equality«

 

Zur patriarchalen Geschlechterordnung gehört wesentlich die asymmetrische »moralische Arbeitsteilung« von Geben und Nehmen: Männer erwarten, dass sie essentielle Güter und Dienstleistungen genießen können, erbracht von Frauen, die diese Güter und Dienstleistungen zu erbringen haben. Über Misogynie wird diese „moralische Ökonomie“ durchgesetzt und jeglicher Widerstand von Frauen dagegen »im Keim erstickt«. Dies vermutet jedenfalls die Philosophin Kate Manne in ihrer Studie »Down Girl. Die Logik der Misogynie« (dt.: Berlin: Suhrkamp 2019).

In einer Vorlesungsreihe im Rahmen des »TEAching equality«-Programms der Universität Tübingen soll dieser Vermutung nachgegangen und dabei auch die besonderen Kontexte und Gegenstände der akademischen Theologie bedacht werden.

 

Die Vorträge finden im Rahmen von Lehrveranstaltungen der Katholisch-Theologischen Fakultät statt. Gäste aus den anderen Fakultäten sowie von außerhalb der Universität sind herzlich eingeladen.

 

Hier gibt es das Veranstaltungsprogramm als PDF.


Arbeit! Solidarität! Rechtspopulismus?

Das Promotionskolleg Rechtspopulistische Sozialpolitik und exkludierende Solidariät lädt zu einer öffentlichen Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ein

Arbeiter_innen wählen links und Solidarität ist international. Uneingeschränkt zutreffend waren diese Sätze nie, aber über weite Teile des 20. Jahrhunderts konnten sie doch als erste Näherung dienen. Seit einigen Jahren verfestigt sich jedoch der gegenteilige Eindruck: Gerade unter (Fach-)Arbeiter_innen verzeichnen rechtspopulistische Parteien in Europa überdurchschnittliche Erfolge und setzen dabei – wenn überhaupt – auf entschieden nationale und exklusive Konzeptionen von Solidarität. Die Ursachen für diese Veränderungen sind in Wissenschaft und Öffentlichkeit heftig umstritten: Heißt das Problem nun „Neoliberalismus“, „Abstiegsangst“, „Transformation des Arbeitslebens“, „Arbeitsmarktkonkurrenz durch Flüchtlinge“, „Vereinzelung“ oder einfach nur „Rassismus“? Die beiden Referenten haben zu diesen Fragen empirisch geforscht und stellen ihre Antworten zur Diskussion: Jörg Flecker (Uni Wien) war Teil eines Forschungsprojekts, in dessen Rahmen verschiedene Solidaritätskonzepte in Gesellschaft und Politik untersucht wurden, von denen einige eher universalistisch, andere eher nationalistisch-exklusiv sind. Wolfgang Menz (Uni Hamburg) interviewte Arbeitnehmer_innen aus verschiedenen Branchen, um herauszufinden, wie der Wandel der Arbeitswelt zu einem Wandel des Bewusstseins führt, der an den Rechtspopulismus anschlussfähig ist.

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit zwei Vorträgen:
Prof. Dr. Jörg Flecker  (Universität Wien): „Umkämpfte Solidaritäten. Zur ambivalenten Mitte zwischen inkludierenden und exkludierenden Haltungen“
Prof. Dr. Wolfgang Menz  (Universität Hamburg): „Arbeit und Verunsicherung. Ursache für autoritäre Orientierungen?"

Hörsaal Keplerstraße 2, 72074 Tübingen
Donnerstag, 5. Dezember 2019 - 18 Uhr
Der Eintritt ist frei.


Dr. Katja Winkler wechselt nach Linz

Nach langjähriger Tätigkeit am Lehrstuhl Theologische Ethik/Sozialethik an der Universität Tübingen wechselt Dr. Katja Winkler an die Katholische Universität Linz. Dort wird sie eine Assistenzprofessur bekleiden.

Mehr Informationen auf der Homepage der Sozialethik Linz.


Onlinezeitschrift "Ethik und Gesellschaft" (1/2019): Öffentliche Theologie

Erneut wird ein »Strukturwandel der Öffentlichkeit« ausgemacht, diesmal durch all die Sachverhalte und Entwicklungen angetrieben, die gemeinhin unter dem Stichwort »Digitalisierung« verhandelt werden. Nicht zuletzt in Reaktion darauf bemüht man sich an unterschiedlichen Orten von Theologie und Kirchen sowie in unterschiedlichen theologischen Disziplinen wieder vermehrt um die »Öffentliche Theologie«. Jedoch ist sie nicht neu. »Öffentliche Theologien« gibt es seit mindestens dreißig Jahren ; und sie gibt es in protestantischen wie römisch-katholischen Konfessionen der christlichen Theologie: Schon in den 1970er Jahren schrieben in den USA mit Martin E. Marty and David Tracy ein lutherische und römisch-katholischer Theologie in Chicago über Öffentliche Theologie.

Was »Öffentliche Theologie« ist, darüber besteht zwischen denen, die sie betreiben, kein Einverständnis: Gerade von Kritikern wird »Öffentliche Theologie« als ein kirchenpolitisches Programm verstanden. Im akademischen Diskurs steht »Öffentliche Theologie« vor allem für ein Forschungsprogramm der Theologie. Dann geht es darum, die öffentliche Präsenz von Glauben, Christentum oder christlichen Kirchen aufzuklären und den Öffentlichkeitsbezug des christlichen Glaubens bzw. den der Kirchen zu rekonstruieren. Das Adjektiv ›öffentlich‹ markiert eine wesentliche und theologische Forschung herausfordernde Eigenschaft des Gegenstands theologischer Forschung. »Öffentliche Theologie« steht aber auch für ein Wissenschaftsprogramm christlicher Theologie: Christliche Theologie versteht sich dann selbst als Diskurs, der  in unterschiedlichen Öffentlichkeiten betrieben wird. Gute Theologie tritt in all ihren Öffentlichkeiten - und d.h. auch in den säkularen Öffentlichkeiten pluraler Gesellschaften - auf, kennt und beherrscht die jeweiligen Bedingungen öffentlicher Kommunikation, kann deswegen ihren unterschiedlichen Öffentlichkeiten - und eben auch in den gesellschaftlichen Öffentlichkeiten - entsprechend diskursfähig auftreten. ›Öffentlich‹ markiert dann vor allem die Vollzugsform wissenschaftlicher Theologie. Schließlich bewegen sich »Öffentliche Theologien« auch zwischen diesen beiden Polen, etwa wenn das Erste erforscht wird, um das Zweite kompetent betreiben zu können oder wenn das Erste auf dem Wege des Zweiten erforscht wird. Oder wenn christliche Kirchen durch wissenschaftliche Theologie unterstützt werden, ihren - theologisch aufgeklärten - Öffentlichkeitsbezug kompetent zu vollziehen.

In diesem Themenheft von »Ethik und Gesellschaft« finden sich alles drei: »Öffentliche Theologie« erstens als Forschungsprogramm, zweitens als Wissenschaftsprogramm sowie drittens als Forschungs- und Wissenschaftsprogramm zugleich. Über diese Differenz hinweg finden die Beiträge ihre Gemeinsamkeit vor allem darin, dass sie sich materialiter vor allem um zwei Sachverhalte dessen kümmern, was man »Öffentlichkeit« nennt: Um digitale Medien, über die öffentliche Kommunikation vermittelt und zugleich bestimmt wird, und um die Säkularität öffentlicher Kommunikation. Möglicherweise schlagen die damit angesprochenen Entwicklungen und der darüber laufende »Strukturwandel der Öffentlichkeit« auf das Verständnis zurück, das man von der »Öffentlichkeit« hat. In diesem Sinn steht in dem vorliegenden Themenheft auch der Begriff der Öffentlichkeit »infrage«.

Zur Ausgabe


Prof. em. Dr. Wilhelm Korff verstorben

Wilhelm Korff ist am am 4. August 2019 im Alter von 92 verstorben.

Wilhelm Korff war von 1973 bis 1979 Professor für Theologische Ethik unter besonderer Berücksichtigung der Gesellschaftswissenschaften an der Universität Tübingen. Ab 1979 war er Professor für Christliche Sozialethik an der Universität München. 1993 wurde er emeritiert.

Wilhelm Korff war einer der herausragenden Vertreter der theologischen Sozialethik und ein international renommierter Wissenschaftler. Große Verdienste hat er sich insbesondere in der Fortentwicklung der christlichen Sozialethik sowie in der ökumenischen Zusammenarbeit in sozialethischen Fragen erworben.

Einen ausführlichen Nachruf auf der Homepage der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität München


Theologische Beratungen zur Arbeitshilfe der Kongregation für katholische Bildung »Male and Female He Created Them. Towards a path of dialogue on the question of gender theory in education«

Am Pfingstmontag hat die vatikanische Kongregation für die katholische Bildung eine Arbeitshilfe »Male and Female He Created Them. Towards a path of dialogue on the question of gender theory in education« veröffentlicht. Zwar sucht man – so die eigenen Worte – den Weg des Dialogs. Tatsächlich aber verurteilt die Kongregation »die Gender-Theorie« als nicht mit dem Glauben und der »rechten Vernunft« vereinbar, setzt die einzig wahre und einzig kirchliche Anthropologie binärer Geschlechtlichkeit gegen die »Irr-Lehre« – und weist »die Gender-Theorie« als Grund für den »Bildungsnotstand, insbesondere im Bereich der Affektivität und Sexualität« (»educational crisis, especially in the field of affectivity and sexuality«) aus.

An dieser Fakultät arbeiten Lehrende, Forschende und Studierende selbstverständlich und auf allen Gebieten der Theologie mit dem Konzept »Gender«, einige betreiben theologische Gender-Forschung (gender studies). Ausdrücklich wurde in den Modulhandbüchern vorgesehen, dass in Studium und Lehre an unserer Fakultät die soziale Konstruktion der Geschlechter und deren Einfluss auf die Inhalte und die Gegenstände christlicher Theologie berücksichtigt wird. Entsprechend werden die Studierenden darauf vorbereitet, in ihrer beruflichen Tätigkeit – auch in der Schule – die Konstruktion von Geschlecht in der Praxis christlichen Glaubens und in der Kirche bedenken und die daraus resultierenden Gerechtigkeitsfragen kompetent bearbeiten zu können.

Von daher ist die von der Kongregation für die katholische Bildung veröffentlichte Arbeitshilfe für Studierende und Lehrende an dieser Fakultät keine »Arbeitshilfe«, sondern schlichtweg eine Provokation. Um diese theologisch zu beraten, laden die Lehrstühle für theologische Ethik/Sozialethik, für Praktische Theologie und für Religionspädagogik, Kerygmatik und kirchliche Erwachsenenbildung sowie die Abteilung Dogmatik gemeinsam ein:

Vatikanische Warnung vor der Gender-Theorie. Theologische Beratungen zur Arbeitshilfe der Kongregation für katholische Bildung »Male and Female He Created Them. Towards a path of dialogue on the question of gender theory in education« am Mittwoch, 19. Juni 2019, um 14:15 Uhr im Theologicum, Seminarraum S 9.

Matthias Möhring-Hesse sowie Katja Winkler, Michael Schüßler, Reinhold Boschki und Sebastian Pittl


Zur Vorbereitung der theologischen Beratungen:
Den Text der Arbeitshilfe finden Sie u.a. auf der Homepage der Kongregation für die Katholische Bildung.
(Übersetzungen in ander europäische Sprachen, nicht aber in die deutsche; insbesondere in die englische).

Eine kurze Intervention zum katholischen »Anti-Genderismus« aus der Fakultät: Möhring-Hesse, Matthias - Ammicht-Quinn, Regina - Scoralick, Ruth - Schüßler, Michael (2017): Gender-Forschung. Umkämpfte Normalität in der Katholischen Theologie, in: feinschwarz.net.

 

Zum Nachlesen: Die in der Beratung besprochenen Thesen sowie eine Inhaltsangabe zur Arbeitshilfe.


Pragmatik christlicher Heilshoffnung unter Bedingungen der Säkularität

Internationaler theologischer Workshop, 3./4. Oktober 2019 in Fribourg

Gemeinsam mit der Professur für Systematische Theologie an der Universität Gießen und dem Lehrstuhl für Pastoraltheologie an der Universität Fribourg organisiert der Tübinger Lehrstuhl für Theologische Ethik / Sozialethik einen theologisch-interdisziplinären Workshop "Pragmatik christlicher Heilshoffnung unter Bedingungen der Säkularität" am 3./4. Oktober 2019 in Fribourg. Der Workshop soll Nachwuchswissenschaftler!nnen die Gelegenheit geben, ihre Forschungsarbeiten im Kontext einer theologischen Pragmatik vorzustellen und zu diskutieren. Weitere Informationen finden Sie  hier.


Gesellschaft im Stresstest: Strategien und Themen des Rechtspopulismus

Studium Generale, Sommersemester 2019

Rechtspopulistische Bewegungen, Strömungen und Parteien haben europaweit großen Zulauf. Auch hierzulande, im Süden der Bundes-republik, werden die politischen Auseinandersetzungen immer stärker von jenen Kräften bestimmt, die sich gegen eine weltoffene und liberale, pluralistisch verfasste Gesellschaftsordnung aussprechen. Diese Ent-wicklung betrifft nicht allein die Sphäre des Politischen, die gezielt in Erregungs- und Empörungszustände getrieben wird. In den Sozialen Medien lässt sich eine zunehmende Enthemmung beobachten, die Rechtsprechung gerät unter Druck und die Gewaltverbrechen der Nationalsozialisten werden bagatellisiert. Nachdem Rechtspopulist/innen in die Parlamente eingezogen sind, wird dort die Förderung politisch-kultureller Projekte in Frage gestellt und werden Schüler/innen dazu ermuntert, Lehrkräfte zu denunzieren, die sich gegen Diskriminierung und Rassismus engagieren.

Die pluralistisch verfassten Demokratien westlicher Prägung stehen daher vor beträchtlichen Herausforderungen. Das Anliegen der Ring-vorlesung ist es, diese besser zu begreifen – und sie so besser in Angriff nehmen zu können. Die Strategien rechtspopulistischer Politik werden in den Blick genommen: Die Rhetorik des „Tabubruchs“ gilt es zu ana-lysieren wie auch die Praktiken, mit denen die „Grenzen des Sagbaren“ verschoben werden; Verschwörungstheorien sollen ebenso zum Ge-genstand gemacht werden wie der Geschichtsrevisionismus. Und die Themen rechtspopulistischer Politik werden untersucht: Gefragt wird, wie es den Rechtspopulisten gelingt, die Aufmerksamkeit zu binden und öffentliche Debatten zu dominieren. Dabei soll die Vermutung geprüft werden, dass mit dem Rechtspopulismus gesellschaftliche Probleme und Verwerfungen manifest werden, auf die politisch bessere Antworten gefunden werden müssen, als sie die Rechtspopulist/innen geben.

Die Vorlesungsreihe findet jeweils am Dienstag, 18 Uhr c. t. im Hörsaal 21, Kupferbau statt.

 

Den Überblick zur Veranstaltungsreiche finden Sie hier.


»... im Widerspruch zu den humanen Impulsen des Christentums«

Erklärung der AG Christliche Sozialethik zu der Zeitschrift »Die Neue Ordnung«

Die Arbeitsgemeinschaft Christliche Sozialethik, die Fachgesellschaft der in der Katholischen Theologie lehrenden Sozialethikerinnen und Sozialethiker hat folgende Erklärung verabschiedet:


Hinter der Zeitschrift „Die Neue Ordnung“ steht die große sozialethische Tradition der deutschsprachigen Dominikaner. Sie war in der Nachkriegszeit eine hochrelevante Zeitschrift unseres Faches. In den letzten vier Jahrzehnten, in denen sich die katholische Sozialethik stark pluralisiert hat, wurde sie gesellschafts- und kirchenpolitisch strikt konservativ profiliert.
Inzwischen aber wurde sie in ein populistisches und extrem rechtes Fahrwasser geführt. Der verantwortliche Redakteur, Pater Prof. DDr. Wolfgang Ockenfels OP, arbeitet im Kuratorium der AfDnahen Desiderius Erasmus-Stiftung mit. Dabei ist die AfD eine Partei, deren Spitzenvertreterinnen und -vertreter völkisch-nationalistische und aggressiv ausgrenzende Positionen vertreten, die im Widerspruch zu den humanen Impulsen des Christentums stehen. Die neueren Editorials des hauptverantwortlichen Redakteurs sind gespickt mit den für Rechtspopulisten typischen Ressentiments, u.a. mit Pauschalkritik an den Printmedien und am öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Leugnung des Klimawandels und islamophoben Äußerungen. Auch viele Artikel der „Neuen Ordnung“ nehmen wir mangels wissenschaftlicher Substanz nur noch als zugespitzte Meinungsäußerungen wahr.
Wir halten die gewachsene Pluralität des Fachs für ein hohes Gut. Wir anerkennen, dass es notwendig ist, sich auch mit den Positionen des Rechtspopulismus und der extremen Rechten auseinanderzusetzen. Wer aber deren Stereotypen und Ressentiments reproduziert, deren Ausgrenzungen und Abwertungen kritiklos übernimmt und deren Politik der Skandalisierung und Empörung verstärkt, stellt sich außerhalb der Grenzen eines seriösen Fachdiskurses der katholischen Sozialethik. Genau das geschieht in der „Neuen Ordnung“. Deshalb halten wir sie nicht mehr für eine sozialethische Zeitschrift.
Wir gehen davon aus, dass in Zukunft keine wissenschaftlichen Sozialethikerinnen und Sozialethiker in der „Neuen Ordnung“ mehr publizieren werden. Wir laden unsere Kolleginnen und Kollegen in der Theologie sowie in anderen Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften ein, sich diesem Boykott anzuschließen. Aus unserer Sicht gibt es keinen Grund, die Zeitschrift weiterhin in wissenschaftlichen Bibliotheken zu führen. Wir empfehlen der Provinz Teutonia des Dominikanerordens, Wege zu suchen, den Schaden für den Orden wie auch für die Sozialethik zu begrenzen.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.


Amos international - Themenheft "Steuergerechtigkeit"

 

Das von Jörg Alt SJ und Matthias Möhring-Hesse betreute Ausgabe der Zeitschrift "Amos international" zum Thema "Steuergerechtigkeit" ist soeben erschienen. In dem Themenheft geht es um die Bedeutung der Steuerpolitik für eine gerechte Entwicklung von Gesellschaften - und dies auch mit Blick auf die Länder des globalen Südens.


So klärt Graeme Maxton, der frühere Generalsekretär des Club of Rome, darüber auf, dass ein radikaler Wandel in der Steuerpolitik für eine ökologische Transformation der Weltwirtschaft dringend notwendig ist. Attiya Warris thematisiert die finanzwirtschaftliche Situation von Entwicklungsländern und fragt, was die entwickelte Länder tun sollen, um die Steuerpolitik in den Entwicklungsländern zu ermöglichen. In seinem Beitrag "Besser weniger als gare nichts?" sucht Matthias Möhring-Hesse einen Weg, die erodierende Souveränität des Steuerstaates in Deutschland vor allem gegenüber den Einkommens- und Vermögensstarken zu gewährleisten.

"Amos international" ist eine Zeitschrift, in der aus der Christlichen Sozialethik heraus Brücken zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen christlicher Sozialethik und sozialen Problemlagen zu schlagen. Sie erscheint viermal im Jahr im Aschendorff Verlag.


Onlinezeitschrift "Ethik und Gesellschaft" (1/2018): "... auf den Schultern von Karl Marx"

Am 5. Mai 2018 jährte sich zum 200. Mal der Geburtstag von Karl Marx. Er hat die wissenschaftliche und öffentliche Diskussion geprägt wie kaum ein anderer. Seine philosophischen und gesellschaftstheoretischen Begriffe, Konzepte und Theorien haben nicht nur soziale Bewegungen, vor allem die Arbeiterbewegung, beeinflusst, sondern auch das wissenschaftliche Denken revolutioniert – vor allem das Denken über moderne Gesellschaften und deren Entwicklung. Nicht nur für die Katholische Sozialethik und gegen den katholischen Anti-Marxismus hatte deshalb Oswald von Nell-Breuning SJ in den 1970er Jahren erklärt: »Wir alle stehen auf den Schultern von Karl Marx« (Stimmen der Zeit 194, 1976, Heft 9, S. 616–622 ). Ganz im Sinne dieses Zitates sollen aus Anlass seines zweihundertsten Geburtstages das von Marx geprägten Denken darauf hin befragt werden, was es zum Verständnis der zeitgenössischen gesellschaftlichen Entwicklungen und Verwerfungen beiträgt.

Zur Ausgabe


Wie die Wissenschaftlichkeit der katholischen Theologie aus Kirche und Christentum heraus negiert wird

In einem Beitrag zur Juli-Ausgabe der Zeitschrift "Herder Korrespondenz" informiert Matthias Möhring-Hesse darüber, wie aus christlichen und kirchlichen Kreisen heraus die Wissenschaftlichkeit der katholischen Kirche bestritten wird.

Bei dem Text handelt es sich um eine verschriftlichte Fassung des Statements, mit dem der Autor auf der Akademischen Feier aus Anlass des Jubiläums der Tübinger Katholisch-theologischen Fakultät auf den Vortrag von Peter Strohschneider ("Mit Gott gegen die Wissenschaft?") geantwortet hat.


Ein Aufruf: Solidarität statt Heimat

Vom „gefährdeten Rechtsstaat“ in Ellwangen über die „Anti-Abschiebe-Industrie“, vom „BAMF-Skandal“ über „Asylschmarotzer“, von der „Islamisierung“ bis zu den „Gefährdern“: Wir erleben seit Monaten eine unerträgliche öffentliche Schmutzkampagne, einen regelrechten Überbietungswettbewerb der Hetze gegen Geflüchtete und Migrant*innen, aber auch gegen die solidarischen Milieus dieser Gesellschaft. Die politischen Debatten über Migration und Flucht werden seit Monaten von rechts befeuert und dominiert – und kaum jemand lässt es sich nehmen, auch noch mit auf den rechten Zug aufzuspringen.
Doch nicht nur das. Inmitten einer immer noch lebendigen Willkommens- und Unterstützungsbewegung, inmitten der großen und wachsenden Proteste gegen die AfD, inmitten der beeindruckenden Kämpfe von Geflüchteten für ihr Recht auf ein gutes Leben und inmitten wachsender Bewegungen für eine nachhaltige, globale Gerechtigkeit wird vielerorts so getan, als sei der Rechtspopulismus der einzig maßgebliche Ausdruck der aktuellen gesellschaftlichen Stimmungslage. Diese Behauptung ist falsch. Und sie ist politisch fatal.
Es ist daher für uns an der Zeit, gemeinsam und eindeutig Stellung zu beziehen. Wir verweigern uns ausdrücklich der politischen Logik einer sich verfestigenden rechten Hegemonie. Wir wenden uns gegen eine Politik des Ressentiments – und gegen Strategien, die hieraus Kapital schlagen wollen für eine nur dem Anschein nach progressive oder soziale Politik. Wir sind uns sicher, dass es keine fortschrittlichen Antworten auf reaktionäre Fragen gibt. Der rechte Diskurs formuliert keine Probleme. Er ist das Problem.

Nennen wir das Problem beim Namen.
Es heißt nicht Migration.
Es heißt Rassismus.

Der Aufruf wurde initiiert vom Institut Solidarische Moderne (ISM),
von medico international und von kritnet, dem Netzwerk für kritische
Migrations- und Grenzregimeforschung.

Den vollständigen Text des Aufrufs und die UnterzeichnerInnen finden
Sie unter: https://solidaritaet-statt-heimat.kritnet.org/


Neue Veröffentlichung (Prof. Möhring-Hesse)

In dem Sammelband über "Neue Governancestrukturen in der Wohlfahrtspflege. Wohlfahrtsverbände zwischen normativen Ansprüchen und sozialwirtschaftlicher Realität" (hrsg von Rolf G. Heinze, Joachim Lange und Werner Sesselmeier) ist ein Beitrag von Matthias Möhring-Hesse zu "Verbetriebswirtschaftlichung und Verstaatlichung. Der destruktive Formwandel der Freien Wohlfahrtspflege" erschienen.

Möhring-Hesse, Matthias (2018): Verbetriebswirtschaftlichung und Verstaatlichung. Der destruktive Formwandel der Freien Wohlfahrtspflege, in: Heinze, Rolf G./Lange, Joachim/Sesselmeier, Werner (Hg.): Neue Governancestrukturen in der Wohlfahrtspflege. Wohlfahrtsverbände zwischen normativen Ansprüchen und sozialwirtschaftlicher Realität (Wirtschafts- und Sozialpolitik Bd. Band 19), Baden-Baden: Nomos, S. 57–78.