Exkretion cytoplasmatischer Proteine (ECP)
Eine Vielzahl von Mikroorganismen sowie auch eukaryotische Zellen exkretieren cytoplasmatische Proteine. Da keines der klassischen Sekretionsmuster auf diesen Vorgang anwendbar scheint, wird diese Art der Sekretion auch als „nicht-klassische Proteinsekretion“ bezeichnet. Bis heute ist unbekannt warum und durch welchen Mechanismus cytoplasmatische Proteine exkretiert werden. Unsere Forschung konzentriert sich daher auf die Fragen warum, wie, wo und wann in Staphylokokken cytoplasmatische Proteine exkretiert werden.
Erste Ergebnisse unserer Arbeit haben gezeigt, dass mehr als 20 typische cytoplasmatische Proteine von Staphylococcus aureus exkretiert werden und dass die Exkretion dieser Proteine bereits in der exponentiellen Phase beginnt. Wie es scheint, ist die Exkretion in klinisch isolierten Stämmen häufiger als in nicht pathogenen Staphylokokkenarten. Wir konnten bisher zeigen, dass keine Korrelation besteht zwischen der Anzahl von cytoplasmatischen Proteinen im Zytoplasma und deren Abgabe in die außerzelluläre Umgebung. Wir gehen daher davon aus, dass vor der Exkretion von cytoplasmatischen Proteinen in der Zelle ein Selektionsprozess stattfindet. Wir wollen der Frage auf den Grund gehen warum es überhaupt zur Exkretion cytoplasmatischer Proteine in Mikroorganismen kommt; einem Vorgang der mit einem Verlust an Ressourcen und Energie einhergeht. Ist die Exkretion von Proteinen dieser Art vor dem Hintergrund der bisherigen Erkenntnisse ein zufälliger oder beabsichtigter Vorgang?
Ausgewählte Referenzen:
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Dr. Patrick Ebner
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