Seminarleitung: Verena Krautter, Leiterin Servicestelle Friedensbildung
In der kolumbianischen Koka-Hauptstadt Medellín zeigt eine Initiative von über achtzig Hip-Hoppern, wie sich Jugendliche Respekt erobern können. Es ist eine Geschichte über junge Menschen, die sich gegen Gewalt und für Musik entschieden haben. Sie sind mutige Friedensmacher:innen, über die oftmals viel zu wenig berichtet wird, denn Reportagen über Gewalt dominieren unsere Medien und auch soziale Medien sind zu Plattformen für die Kommunikation über internationale Konflikte geworden.
Dabei prägen Informationen, die wir über Konflikte und Kriege erhalten, unseren Blick auf die Welt und wie wir darüber sprechen. Media literacy, die Fähigkeiten, aktiv und bewusst an der Mediengesellschaft teilzunehmen und mediale Inhalte kritisch zu hinterfragen, als auch friedensorientiert zu handeln gewinnt dabei weiterhin an Bedeutung.
Also gibt es wirklich so wenig über Frieden zu berichten? Mit einem Fokus auf den Umgang mit Sprache im Journalismus und Mediendarstellungen werden in dem Seminar praxisnah Grundlagen der Friedensbildung vermittelt und friedenspädagogische Methoden und Lernmedien vorgestellt.
Das Seminar findet im Rahmen einer Lehrkooperation zwischen Prof. Dr. Carolin Führer und Dr. Caroline Frank zu Krieg und Frieden in Literatur und (Deutsch-)Unterricht statt.
Alle (Lehramts-)Studierenden sowie Interessierten sind herzlich willkommen!