Absolventenprofil van Liempt
MARGARETHE VAN LIEMPT
Warum haben Sie sich für den MA Germ. Linguistik in Tübingen entschieden?
Als ich in den Niederlanden in der 10./11. Klasse war, bin ich mal mit einer dramatisch schlechten Leistung durch die mündliche Prüfung Deutsch gefallen. Mit Blick auf das Abitur hat mein Deutschlehrer gemeint, dass man die Note auch mit anderen Fächern kompensieren könnte, und dass man nicht alles mit Glanzleistung abschließen müsse. Es war der gut gemeinte Ratschlag, meine schwache Leistung zu kompensieren, der ein Feuer in mir entfachte, mich in die deutsche Sprache zu stürzen.
Nach einem Sommer Freiwilligenarbeit in Bad-Münster Eifel hat mich die deutsche Sprache so begeistert, dass ich in den Niederlanden angefangen habe, Germanistik zu studieren, und daraufhin noch mehr wollte und “einfach” nach Deutschland ausgewandert bin. Bereits in meinem Bachelorstudium Germanistik war mir klar, dass ich einen Master in Linguistik machen möchte, und nach langer Recherche habe ich mich dann für die Germanistische Linguistik – Theorie und Empirie in Tübingen entschieden, wobei ich auch damals schon ein potenzielles Promotionsstudium anstrebte. Empirische Fähigkeiten waren dabei natürlich unabdingbar.
Was hat Ihnen besonders gut am MA Germ. Linguistik gefallen?
Es gibt so viele Schwerpunkte innerhalb der Linguistik, dass es mir nicht möglich erscheint, alle Themengebiete in einem Studium unterzubringen. Wenn man dies machen wollte, würde man vermutlich nicht in die Tiefe gehen können. Der Masterstudiengang Germanistische Linguistik bietet einem die Möglichkeit, einen Schwerpunkt zu wählen, ein sogenanntes Profilierungsgebiet. Auf diese Art und Weise kann man sich in ein Thema bzw. ein Themengebiet vertiefen. Schön ist, dass man auch noch Module aus den anderen Profilierungsgebieten wählen muss, sodass man (falls man zweifeln sollte) noch sehr viel aus einem oder mehreren Profilierungsgebieten mitnehmen kann. Das war für mich perfekt, weil ich mich zwischen den Profilierungsgebieten “Bedeutung” und “Psycholinguistik” nicht entscheiden und mit den freien Modulen eigentlich beides fast komplett belegen konnte. Gut fand ich, dass man nach dem Abschluss dann einen Schwerpunkt nachweisen und somit auch für den Arbeitsmarkt nochmal ausgebaute Kompetenzen mitbringen konnte.
Was haben Sie so im MA Germanistische Linguistik nicht erwartet?
Positiv überrascht war ich von der tollen Betreuung bzgl. Studienverlauf, Modulauswahl, aber auch von der intensiven Betreuung meines Experiments in der Masterarbeitsphase. Ich habe meinen Master während der Corona-Zeit machen müssen und habe mich trotzdem sehr unterstützt gefühlt, auch wenn man nicht bzw. kaum vor Ort sein konnte.
Worüber haben Sie Ihre Masterarbeit geschrieben?
Experimente mit Fokuspartikeln.
Wie war es, in Tübingen zu studieren?
Ich habe sehr positive Erinnerungen an mein Studium in Tübingen. Die Zeit dort hat nochmal für mich bestätigt, dass meine Entscheidung nach Deutschland auszuwandern, richtig war. Ich habe mich jahrelang intensiv mit der deutschen Sprache beschäftigt, trotz holprigen Anfangs in der Schule.
Was haben Sie nach Ihrem Abschluss gemacht?
Nach meinem Abschluss habe ich eine Qualifikationsstelle in der Sprachdidaktik an der RPTU Kaiserslautern-Landau am Standort Landau gefunden und arbeite dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Ich bin sehr glücklich, dass ich weiter an dem Thema meiner Masterarbeit forschen darf. Ich gebe auch zwei Seminare in der Sprach- bzw. Mehrsprachigkeitsdidaktik, was eine große Ehre und Freude für mich ist. Ich bin sehr froh, dass mein Masterstudium in Tübingen mich auf diese Stelle so gut vorbereiten konnte, und kann allen Lesenden nur herzlichst empfehlen, sich für das Masterstudium “Germanistische Linguistik” in Tübingen zu entscheiden. Sie werden es nicht bereuen!