Tübinger Forum für Wissenschaftskulturen

Essay-Wettbewerb 2022

Einheit des Wissens?

Was haben sich die Geistes- und die Naturwissenschaften heute noch zu sagen?


Die Jury hat zwei erste Plätze und zwei zweite Plätze vergeben:

Platz 1

  • Malin Recknagel, Bachelor-Studentin der Biologie
  • Maximilian Köhler, Student der Rechtswissenschaft

Platz 2

  • Katharina Holzhey, Bachelor-Studentin der Psychologie
  • Jens Mößner, Doktorand am interfakultären Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin

 

Die beiden Studierenden auf Platz 1 erhielten je ein Preisgeld von 900 Euro, die beiden PreisträgerInnen auf Platz 2 jeweils 600 Euro.

Die Essays der PreisträgerInnen 

 

 

 

 



Feierliche Essay-Preisverleihung

Donnerstag, 24.11.2022, 19 Uhr s.t.

Schloss Hohentübingen, Ernst von Sieglin Hörsaal auf dem Schloss (vordere rechter Turm)

Programm

  • 19:00 Uhr s.t.: Begrüßung
  • 19:15 Uhr: Bekanntgabe der Preisträger*Innen, Platz 1-3, durch die Jury
  • 19:30 Uhr: Preisträger*Innen geben Einblick in Ihren Essay: Motivation & Aussagen
  •  Im Anschluss: Gemeinsame Diskussion über das Thema des Wettbewerbs im Plenum
  •  Ausklang mit einem kl. Empfang


Mit dem Essay-Wettbewerb 2022 will das TFW das kreative und originelle Nachdenken über das Verhältnis von Sozial-, Geistes- und Naturwissenschaften anregen und belohnen. Dabei sollen unterschiedliche Disziplinen und Perspektiven zu Wort kommen.

Die zunehmende Spezialisierung der Wissenschaften seit dem 19. Jahrhundert scheint den neuzeitlichen Traum nach der einen Universalwissenschaft endgültig hinter sich gelassen zu haben. Heute liegen die wissenschaftlichen Disziplinen zusammenhanglos nebeneinander und die Frage nach ihrer Einheit abseits des Universitätsbetriebs wird kaum noch gestellt. Besonders tief scheint die Kluft zwischen den Geistes- und den Naturwissenschaften zu verlaufen.

Diese Trennung wird u.a. auf drei Ebenen behauptet. Geistes- und Naturwissenschaftler*innen, heißt es bekanntlich bei C. P. Snow, haben eine grundlegend verschiedene Mentalität, sie gehören zwei entgegengesetzten „Kulturen“ an (C.P. Snow, Die zwei Kulturen, 1959). Methodisch wiederum werden die Geistes- und Naturwissenschaften in Dichotomien wie nomothetisches vs. ideographisches Wissen, Erklären vs. Verstehen gegenübergestellt. Schließlich manifestiert sich die Kluft auch als institutionelle Asymmetrie: Die Geisteswissenschaften verlieren Lehrstühle, Gelder und Studierende weltweit, während sich in den Natur- und Ingenieurswissenschaften die gegenläufige Tendenz bemerkbar macht.

Doch lässt sich eine derart scharfe Trennung zwischen Geistes- und Naturwissenschaften heute aufrechterhalten? Liegen beide Sphären nicht näher beieinander? Lässt sich ihr Verhältnis auch anders denken?

Preis

  • 1.500 Euro (1.Preis)
  • 1.000 Euro (2. Preis)
  • 500 Euro (3. Preis)

Zu Beginn des Wintersemesters 2022/23 wird die feierliche Preisverleihung stattfinden, bei der die Preisträger*innen ihren Essay vortragen können. Wir veröffentlichen die Preisschriften auf der Homepage des TFW. Der Sieger*innen-Beitrag wird zusätzlich auf der Newsplattform der Uni, das 'attempto online', zugänglich gemacht.

Auswahlverfahren

Die Auswahl der Preisträger*innen wird durch eine unabhängige Jury vorgenommen. Diese setzt sich zusammen  aus dem Wissenschaftlichen Beirat des TFW und Dr. Thomas Susanka (Seminar für Allgemeine Rhetorik).
 

Teilnahmebedingungen

Am Essay-Wettbewerb können Studierende im Bachelor und Master wie auch Promovierende aller Fachrichtungen teilnehmen. Sie müssen regulär an der Universität Tübingen eingeschrieben sein.

  • Einsendeschluss ist der 01. Mai 2022. Die Essays sind digital unter essay-wettbewerbspam prevention@tfw.uni-tuebingen.de einzureichen.
  • Der Umfang beträgt maximal 35.000 Zeichen (einschließlich Leerzeichen).
  • Die Essays können auf Deutsch oder Englisch verfasst sein. Es werden ausschließlich bisher unveröffentlichte Texte berücksichtigt.
  • Die persönlichen Angaben müssen auf einem separaten Deckblatt angeführt werden.
  • Der Essay darf keine Verweise auf die Identität des Verfassers oder der Verfasserin enthalten.