Exzellenzstrategie

Exploration Funds

Exploration Funds werden für die Identifizierung und Entwicklung neuer Themenfelder bereitgestellt und richten sich primär an die geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen der Universität Tübingen.

Im Mittelpunkt sollen Fragestellungen zu Themen stehen, die das Potenzial besitzen, aktuelle oder absehbare gesellschaftliche Debatten maßgeblich zu beeinflussen. Mögliche thematische Kollaborationen mit anderen Fachrichtungen und Forschungsbereichen der Universität (Interdisziplinarität!) werden begrüßt.

Die Ausschreibung der Exploration Funds 2026 ist themenoffen. 

Zielgruppe

  • Wissenschaftler und interdisziplinäre Forschungsteams aus den Bereiche Geistes- und Sozialwissenschaften
  • Professoren und Postdoktoranden; nähere Informationen finden Sie im Abschnitt: Voraussetzungen für die Förderung

Voraussetzungen

  • Innovatives Forschungsvorhaben mit dem Potential, nach der Förderung zu einem Verbundprojekt ausgebaut zu werden (angestrebte Drittmittelförderung, z.B. SFB, Forschungsgruppe oder ein vergleichbar ambitioniertes Projekt)
  • Eigene Vorarbeiten der Antragstellenden sind bereits erfolgt
  • Interdisziplinärer Forschungsansatz, zumindest innerhalb der Geistes- und Sozialwissenschaften
  • Ausgewiesene Expertise zum beantragten Thema muss in Tübingen angesiedelt sein
  • Eine institutionelle Anbindung wird erwartet
  • Die einreichende Person für die gesamte Projektdauer an der Universität beschäftigt. Mindestens eine Person im Team der Antragstellenden ist unbefristet beschäftigt
  • Absichtserklärungen von zwei internen Kooperationspartnern

Förderumfang

  • Anschubfinanzierung eines Projekts für maximal 3 Jahre in Form von:
    • Personalmitteln (1 Postdoc-Stelle E13, 100%, 4 SWS Lehrverpflichtung). Eine Anstellung ist nur im Rahmen einer Qualifizierungsbefristung möglich.
    • Sachmitteln (Hilfskräfte sowie Sach- und Reisekosten für Workshops, Retreats, Seminarreihen etc.)
  • Der tatsächliche Förderumfang richtet sich nach den im Antrag dargestellten und begründeten Notwendigkeiten
  • Doktorand:innenstellen können im Rahmen der Exploration Funds nicht gefördert werden

Für die Erstellung eines DFG GRK-, SFB-, TRR- oder Forschungsgruppenantrags ist die Anschubfinanzierung des Landes zu beantragen (Voraussetzung: Tübingen ist Sprecherhochschule). Die Exploration Funds werden für diesen Zeitraum ausgesetzt. 

Ausschreibungsturnus

Jährlich

Fristen

Bewerbungsfrist: 15. März 2026

Projektbeginn: frühestens September 2026

Antrag

Antragsumfang und Aufbau

Für den Antrag ist das bereitgestellte Template zu nutzen. Bevorzugte Sprache ist Englisch. Der Antrag muss folgende Angaben enthalten:

  • Deckblatt mit folgenden Angaben: antragstellende Person, Mit-Antragsteller:innen, beantragter Zeitraum (frühester Beginn vsl. Juli 2025), beantragte Gesamtsumme, Angabe darüber, ob der Antrag so oder in ähnlicher Form bereits eingereicht wurde, sowie ein Abstract (max. 100 Wörter)
  • Beschreibung des Vorhabens (Forschungsfeld und Forschungsfragen sowie theoretische und methodische Orientierung), ggf. unterteilt nach Teilprojekten oder Work Packages (max. 8 Seiten)
  • Literaturverzeichnis (im Antrag zitierte Quellen)
  • Schematische Darstellung des Projektablaufs
  • Ausführlicher Finanzplan in Tabellenform mit Begründung für die beantragten Mittel
  • Eine Liste von weiteren beteiligten Forschenden
  • Kurz-CVs der (mit-)antragstellenden Personen mit Publikationslisten unter Kennzeichnung von mind. 5 für das Projekt relevanten Veröffentlichungen

Die vorgegebene Formatierung (Arial, 11 pt., Zeilenabstand 1,15) ist einzuhalten, Seitenränder dürfen nicht geändert werden.


Der Antrag soll zu folgenden Fragen Stellung nehmen
  • Aktualität, innovativer Ansatz sowie gesellschaftliche Relevanz des vorgeschlagenen Projekts
  • Interdisziplinarität des Projekts, thematische Anbindung an bestehende Forschungsfelder sowie strukturelle Einbettung
  • Universitätsinterne, nationale und internationale Kooperationen und Netzwerke (bestehende und geplante) sowie Transfer- und Outreach-Aspekte und die Einbindung außeruniversitärer Partner.
  • Vorhandene Vorarbeiten, das Potenzial des Projekts für ein konkretes Verbundforschungsformat (z. B. SFB, GRK, ERC Synergy Grant etc.) sowie die geplanten Schritte zur Einreichung eines entsprechenden Drittmittelantrags
  • Qualifikation der Antragstellenden und deren Fähigkeit, das Projekt erfolgreich umzusetzen und zu einem drittmittelfinanzierten Verbundprojekt (z. B. SFB, GRK, Synergy Grant etc.) weiterzuentwickeln

Bitte beachten Sie zusätzlich die Hinweise in dem bereitgestellten Template. 

Bewerbung und Begutachtung

Bewerbung

Die Anträge sind über die Antragsdatenbank der Universität einzureichen.

Der Antrag ist in einer PDF-Datei zusammenzufassen und bevorzugt in englischer Sprache einzureichen. Unvollständige Anträge können nicht zur Begutachtung freigegeben werden.


Begutachtung

Die eingereichten Projektanträge werden zunächst auf Vollständigkeit und formale Kriterien geprüft. Alle Anträge, die formal den Anforderungen entsprechen, werden anschließend durch externe Wissenschaftler:innen begutachtet. Auf Grundlage der Anträge und Gutachten werden die Hauptantragstellenden ausgewählter Anträge eingeladen, das Projekt dem Advisory Board for the Humanities vorzustellen, welches im Anschluss eine Förderempfehlung erarbeitet. Die letztendliche Förderentscheidung trifft das Rektorat.