Exzellenzstrategie

Innovation Grants - Lebens- und Naturwissenschaften

Die Innovation Grants in den Lebens- und Naturwissenschaften ermöglichen die Prüfung der Umsetzbarkeit von Forschungsergebnissen in die Anwendung (proof of concept).

Nachwuchswissenschaftler/innen sollen die Möglichkeit erhalten, die in der Doktorarbeit erlangten Erkenntnisse in verwertbare Verfahren, Dienstleistungen oder Produkte umzusetzen. Förderbare Projekte müssen in Aussicht stellen, dass die Ergebnisse im Laufe der Förderung zu einer wirtschaftlichen Verwertung kommen oder Kooperationen mit gewerblichen Einrichtungen etabliert werden können. Projekte, die eine klinische Studie zum Ziel haben, können im Rahmen dieses Programmes nicht gefördert werden.

Voraussetzungen

Die Antragstellung darf frühestens 3 Monate vor bzw. maximal zwei Jahre nach Abschluss der Promotion erfolgen. Das Projekt ist innerhalb von 6 Monaten nach Bewilligung zu beginnen, ansonsten erlischt die Förderung. Der Antrag muss von einer Professorin/einem Professor bezüglich der Unterbringung und der Infrastruktur unterstützt werden.

Die Innovation Grants sind ein personenbezogenes und kein projektbezogenes Förderprogramm, d.h. nach Weggang der geförderten Person von der Universität Tübingen erlischt die Förderung des Projekts.

Förderumfang

Die Innovation Grants werden für maximal 24 Monate bewilligt. Danach muss das Projekt beendet sein bzw. extern zur Anwendung gebracht werden. Es werden Mittel sowohl für die Stelle der Antragstellerin/des Antragstellers als auch für eine Mitarbeiterstelle bzw. studentische Aushilfen sowie  Sach- und Investitionsmittel zur Verfügung gestellt.

Bewerbungsfrist

  • Halbjährliche Ausschreibung
  • Freischaltung des elektronischen Tools: 01.02. und 01.08.
  • Bewerbungsfristen sind jeweils der 28.02. und der 31.08.
  • Start der Finanzierung: nach Fertigstellung der Doktorarbeit und Bewilligung durch die Forschungskommission und das Rektorat

Auswahlverfahren

Alle Anträge werden von fachlich kompetenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Hochschul- und Wirtschaftsbereich begutachtet. Die Mittel werden in einem wettbewerblichen Verfahren vergeben, um sicherzustellen, dass die Projekte über innovatives Potential und Realisierungschancen verfügen. Die Vergabe erfolgt über das Rektorat.

Kriterien für die Vergabe sind:

  • Wissenschaftliche Qualität: Relevanz, Originalität und Aktualität der zugrundeliegenden Arbeit,
  • Wissenschaftlicher Hintergrund des/der Kandidaten/in,
  • Innovationsgehalt des Antrages und wirtschaftliche Attraktivität,
  • Durchführbarkeit, unternehmerische Eignung und Nachhaltigkeit.

Antragstellung

Antragsumfang max. 6 Seiten:

  • Deckblatt mit Titel, Name und Institut, Kontaktdaten  
  • Detaillierte Beschreibung des Projektes zur Umsetzung der Forschungsergebnisse in eine wirtschaftliche Verwertung (Verfahren, Dienstleistung, Prototyp, Produkt). Mögliche externe Partner sind zu benennen
  • Zielsetzung der Förderung: dauerhafte Firmenkooperation, Lizensierung/Patentierung, Firmengründung usw.
  • Zeitplan für die Durchführung des Projektes mit Meilensteinen und Finanzplanung
  • Darstellung der Anschlussfinanzierung, wenn erforderlich (z.B. externe Förderprogramme)

Annex:

  • Zusammenfassung: Projektbeschreibung in Kurzform, geplante Maßnahmen, Marktsituation, Innovationspotential des Projektes (zur Veröffentlichung vorgesehen; max. 1 Seite; Arial 11; einzeilig), bitte sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch einreichen.
  • Lebenslauf und Publikationsliste sowie Zukunftsperspektive der/des Kandidatin/en.
  • Unterstützungsschreiben vom/von der betreuenden Professor/in inkl. Bestätigung der Unterbringungsmöglichkeit und Bereitstellung der Infrastruktur während der Projektlaufzeit.
  • Das Formular „Erklärung und Informationsblatt“ ausgefüllt und von Institutsleiter/in und Dekan/in unterschrieben einreichen. Das Formular finden Sie im internen Bereich der Website der Exzellenzinitiative interner Bereich
  • Zwei weitere Unterstützungsschreiben von Fakultätsmitgliedern oder Kooperationspartnern


Falls eine Ausgründung geplant ist, wird ein Businessplan von etwa 5 Seiten Umfang gefordert, der ebenfalls in den Anhang gehört. Hinweise für die erfolgreiche Erstellung eines Businessplans finden Sie etwa unter: https://www.existenzgruender.de/DE/Gruendung-vorbereiten/Businessplan/inhalt.html oder im Downloadbereich der BIOPRO (Gründerhandbuch).

Die Anträge können über das online Bewerbungsportal eingereicht werden: Bewerbungsportal