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24.06.2022
21. Juli: "Krieg, Flucht, Migration – Ukrainische Erfahrungen und Perspektiven"
18:00 im Deutsch-Französischen Kulturinstitut Tübingen, Doblerstr. 25, 72074 Tübingen
Der russische Angriffskrieg hat dazu geführt, dass 8 Mio. Menschen aus der Ukraine ins Ausland geflohen sind. Davon waren vor knapp einem Monat 855.000 Personen in Deutschland offiziell als Geflüchtete registriert. Die kriegsbedingte Migration führt nicht nur zu einschneidenden Erfahrungen im Leben der Betroffenen, sondern hat auch Folgen für die Aufnahmegesellschaften. Bei der Podiumsdiskussion soll nicht mehr nur über die zugewanderten Menschen aus der Ukraine gesprochen werden. Vielmehr werden sie selbst zu Wort kommen, um über ihre Erfahrungen und Erwartungen, ihre Hoffnungen und Enttäuschungen zu berichten. Thema der Diskussion wird damit auch die deutsche Willkommenskultur sein.
Die drei ukrainischen Gesprächspartnerinnen setzen aktuell ihre Forschungen bzw. ihr Studium an der Universität Tübingen fort. Sie werden schildern, wie sie sich in ihrem neuen akademischen sowie sozialen Umfeld eingefunden haben und welche Perspektiven sie für sich sehen. Olena Malynovska ist eine international bekannte Migrationsforscherin, die in Kiew am Institut für strategische Studien auch im Bereich der Politikberatung tätig ist. In Tübingen ist sie gegenwärtig als Gastwissenschaftlerin am Sonderforschungsbereich 923 „Bedrohte Ordnung“ tätig. Maria Ivanytska ist Professorin für Germanistik und Translation an der Taras Shevchenko Universität Kyiv, sie ist zurzeit Gastwissenschaftlerin am Slavischen Seminar der Universität Tübingen. In ihrer Forschung konzentriert sie sich auf die ukrainisch-deutschen Literatur- und Kulturbeziehungen. Maria Shuhajlo ist Studentin der Germanistik und der Translatologie und zurzeit Stipendiatin an der Universität Tübingen.
Das Gespräch findet auf Deutsch und Englisch statt, ukrainische Passagen werden von Tetiana Tasazh gedolmetscht, ebenfalls Studentin der Germanistik und der Translatologie an der Taras-Shevchenko-Universität Kyiv und Stipendiatin an der Universität Tübingen.
Die Podiumsdiskussion moderieren Schamma Schahadat (Slavisches Seminar) und Klaus Gestwa (Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde). Prorektorin Monique Scheer wird ein Grußwort sprechen und mitdiskutieren.
Im Anschluss an die Diskussion laden wir bei einem Empfang zum Austausch ein.
Anmeldung erwünscht: https://forms.office.com/r/yaaiaYHqpi
Die Veranstaltung findet im Rahmen des transnationalen Projekts "Migration & Civic Engagement" des CIVIS Open Lab Tübingen statt.