Ramadan Badry Hussein hatte an der Brown University studiert und promoviert. Später war er dann der Büroleiter des damaligen Antikenministers Zahi Hawass. Im Jahr 2012 kam er mit einem Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung an die Universität Tübingen, wo er sich in den Folgejahren vor allem der Ausgrabung der Nekropole von Sakkara widmete. Seine Forschung wurde zuletzt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert. Internationale Aufmerksamkeit erhielt Husseins Forschung, nachdem sein Team 2018 in Sakkara eine aus Silber bestehende und teilweise vergoldete Mumienmaske fand. Zugleich konnten die Tübinger Ägyptologen unter seiner Leitung in Sakkara die Reste einer Werkstatt ausgraben, in der während der Antike offenbar die Verstorbenen vor der Bestattung einbalsamiert worden waren.
Ein ausführlicher Nachruf wird in den kommenden Tagen auf der Webseite der Tübinger Ägyptologie veröffentlicht.
Karl G. Rijkhoek