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04.08.2026
BMFTR: Förderung von Projekten im Wissenschaftsjahr 2027 – Raumfahrt
Frist: 14.09.2026 (Projektskizzen, zweistufiges Verfahren)
Im Mittelpunkt des Wissenschaftsjahres 2027 steht die Raumfahrt. Das Wissenschaftsjahr 2027 zeigt, wie wichtig die Forschung in diesem Bereich ist und welchen Beitrag sie für die Zukunft unserer Gesellschaft leistet. Mit der Richtlinie zur Förderung von Projekten im Wissenschaftsjahr 2027 – Raumfahrt fördert das BMFTR innovative Formate der Wissenschaftskommunikation. Das Förderprogramm sucht Projekte, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und die Bedeutung der Raumfahrt für unser Land sichtbar machen. Ein besonderer Fokus liegt auf Kommunikationsprojekten, die Forschung verständlich vermitteln und zusätzlich Menschen erreichen sollen, die bisher wenig Kontakt zu Forschung und Wissenschaft hatten. Zudem soll die Förderung zur Weiterentwicklung der Wissenschaftskommunikation in Deutschland beitragen.
Ziele des Wissenschaftsjahres 2027 – Raumfahrt:
• Vermittlung von Wissen über Raumfahrt
• Fokus auf gesellschaftliche und alltagsrelevante Themen
• Darstellung der Raumfahrt als wachsenden Wirtschaftssektor
• Motivierung junger Menschen für eine berufliche Tätigkeit im Bereich der Raumfahrt
Thematisch gliedert sich das Wissenschaftsjahr in die vier Themenfelder:
Themenfeld 1: Wissenschaft und Forschung – Von der Erde zum Universum und zurück
Themenfeld 2: Der wirtschaftliche Beitrag der Raumfahrt
Themenfeld 3: Internationale Zusammenarbeit als diplomatisches Bindeglied
Themenfeld 4: Die unbemannte Raumfahrt als Garant für Souveränität und Resilienz
Es werden Vorhaben gefördert, die einen oder mehrere der folgenden Punkte erfüllen:
• Die Förderprojekte sollen sich an verschiedene Zielgruppen der Öffentlichkeit richten: Erwachsene, Kinder (ab Kindergartenalter) und Jugendliche. Hierzu zählen zum Beispiel Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende, Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie Multiplikatoren in Wissenschaft, Bildung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Medien und Politik. Ein Schwerpunkt sollte auch auf Zielgruppen liegen, die bislang nur wenig Berührungspunkte mit der Wissenschaft hatten.
• Förderfähig sind methodisch innovative Formate der Wissenschaftskommunikation, die auf Vermittlung, Dialog oder Partizipation abzielen. Die Vorhaben sollen die Mündigkeit von Bürgerinnen und Bürgern in Bezug auf Wissenschaft und Technologie (Scientific Literacy, Tech Literacy) fördern und die Relevanz von Wissenschaft, Technologie und Forschung bei der gesellschaftlichen Zukunftsgestaltung vermitteln. Es sollen insbesondere Projekte gefördert werden, die einen partizipativen sowie einen trans- und interdisziplinären Ansatz verfolgen.
• Geförderte Formate sollen Begeisterung für die Themen, Methoden, Ergebnisse, Entwicklungen und Perspektiven im Bereich der Raumfahrt wecken – vermittelnd, spielerisch oder partizipativ.
• Geförderte Formate sollen eine große Reichweite haben und möglichst breit wahrgenommen werden; aber auch regionale Projekte sind förderfähig.
• Geförderte Formate sollen sich auch nach dem Wissenschaftsjahr weiternutzen und/oder durchführen lassen.
Gefördert werden Vorhaben, die sich mit den oben genannten Themenfeldern des Wissenschaftsjahres 2027 befassen. Gegenstand der Förderung sind insbesondere folgende Formate der Wissenschaftskommunikation:
• Dialog- und Partizipationsformate (inklusive Citizen Science, zum Beispiel Schülerlabore und Mitmach-Experimente)
• Informations- und Vermittlungsformate (zum Beispiel Ausstellungen, Science-Center-Formate, Visualisierungen, Animationen, Virtual Reality-Anwendungen, Interview-Reihen)
• Onlineformate (zum Beispiel Podcasts, Streams, Kurzvideos)
• Games (zum Beispiel Online-Games, Escape-Games)
• künstlerische und kulturelle Projekte (zum Beispiel interaktive Bühnenshows)
• interdisziplinäre und transdisziplinäre Formate
Insbesondere werden gefördert:
• Formate, die das Verständnis für die Raumfahrt erhöhen und deutlich machen, wie wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn in wirtschaftliche oder gesellschaftliche Innovation übersetzt werden kann (öffentliche Relevanz der Raumfahrt).
• Formate, die anwendungsorientiert für MINT-Bereiche mit Raumfahrtbezug begeistern und die zur Arbeit im Bereich der Raumfahrt (upstream) beziehungsweise im Bereich der Nutzung der Daten aus dem All (downstream) motivieren.
• Niedrigschwellige, barrierefreie Projekte, die Zielgruppen adressieren, die bislang nur wenig Berührungspunkte mit Wissenschaft beziehungsweise Forschung im Bereich der Raumfahrt und Astrophysik hatten.
• Formate, die Fragestellungen zum Thema Raumfahrt aus wirtschaftswissenschaftlicher, naturwissenschaftlicher, ingenieurwissenschaftlicher, politikwissenschaftlicher, historischer, geschlechtersensibler und -gerechter beziehungsweise geschichtswissenschaftlicher, juristischer, sicherheitsbezogener Perspektive sowie der Perspektive der Medizinforschung behandeln und ihre Erkenntnisse den Zielgruppen zur Diskussion stellen.
• Methodisch innovative Formate, die Methoden der Wissenschaftskommunikation weiterentwickeln.
• Vorhaben, die über das Wissenschaftsjahr hinaus weitergeführt werden können.
Antragsberechtigt sind staatliche und nichtstaatliche Hochschulen, außeruniversitäre Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Einrichtungen aus der Raumfahrtforschung und -entwicklung, Einrichtungen der Wissensvermittlung, Akademien, nichtstaatliche Organisationen und öffentliche Einrichtungen der Vermittlungsarbeit. Antragsberechtigt sind weiterhin Start-ups und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einem ausgewiesenen Schwerpunkt auf Wissenschaftskommunikation, Forschung, Wissensvermittlung und/oder Bildungsarbeit, insbesondere auch Sozialunternehmen. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure in Form von Verbundprojekten ist möglich.
Die Vorhaben müssen innerhalb der Laufzeit des Wissenschaftsjahres 2027 umgesetzt werden und können eine Laufzeit von sechs bis neun Monaten haben. Sie können frühestens am 1. April 2027 beginnen und sollen spätestens am 31. Dezember 2027 enden.
Die Vorhaben können mit einer Zuwendung von 20 000 Euro bis zu 100 000 Euro gefördert werden
Mit der Abwicklung wurde beauftragt:
DLR Projektträger
Kompetenzzentrum Wissenschaftskommunikation
Sachsendamm 61
10829 Berlin
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.
In der ersten Verfahrensstufe sind dem Projektträger, bis spätestens 14. September 2026 zunächst Projektskizzen online über „easy-Online“ vorzulegen.
In der zweiten Verfahrensstufe werden die Verfasser:innen der positiv bewerteten Projektskizzen aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der vollständigen Ausschreibung unter https://www.bmftr.bund.de/SharedDocs/Bekanntmachungen/DE/2026/07/2026-07-31-bekanntmachung-wissenschaftsjahr-2027.html?nn=916334