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26.10.2023

Das Einhorn und FX Trading - Antrittsvorlesung Hon.-Prof. Andreas Schrimpf

Hon.-Prof. Dr. Andreas Schrimpf stellte sich am 25.10. in seiner Antrittsvorlesung der Fakultät vor. In seiner Laudatio verglich Prof. Grammig ihn mit einem Einhorn.

Hon.-Prof. Dr. Andreas Schrimpf stellte sich am 25.10. in seiner Antrittsvorlesung der Fakultät vor. Doch zu Beginn der Veranstaltung würdigte der Tübinger Ökonometrie-Professor Joachim Grammig die umfangreichen Leistungen und Verdienste des neuen Kollegen und ehemaligen Studenten des Fachbereichs. Nach dem erfolgreichen Studium in Tübingen wählte Andreas Schrimpf nicht den direkten Weg in die Wissenschaft. Und um diesen Weg zu beschreiben, arbeitete Prof. Grammig die zwei typischen, sich im Regelfall gegenseitig ausschließenden Karrierewege von "Financial Economists" heraus. Zum einen können sie eine Karriere als Professorin oder Professor anstreben. Dieser Weg an die Universität führt jedoch über Forschung und insbesondere hochrangige Publikationen. Alternativ können sie sich in den Sektor der Politikberatung und Zentralbanken begeben und die Entscheidungsträger bei den großen und spannenden Themen zu Finanzmärkten und deren Regulierung beraten. Aber man müsse sich eben entscheiden, so das klare Urteil von Grammig. Oder aber: man heißt Andreas Schrimpf und macht beides, und damit, so Grammig, ist Andreas Schrimpf in der Zunft der Financial Economists sozusagen ein Einhorn - eine rare Spezies, die es eigentlich nicht geben kann, mit herausragenden Publikationen in den führenden Journals und einer herausgehobenen Position in einer wichtigen Institution außerhalb der Universität - in diesem Fall der Bank for International Settlement.

In seiner Antrittsvorlesung konnte Hon.-Prof. Dr. Andreas Schrimpf dann tief aus dem Reservoir interessanter Fakten, Zahlen und Statistiken der BIS schöpfen und entführte das zahlreich erschienene Publikum in die Welt des FX (Foreign Exchange) Trading, bei dem auf verschiedenen Marktplätzen rund um den Globus und rund um die Uhr Währungen gehandelt werden. Bemerkenswert waren dabei nicht nur die Zahlen über das Handelsvolumen, das um ein Vielfaches größer ist als beispielsweise der internationale Handel von Waren und Dienstleistungen, sondern auch die verschiedenen institutionellen Strukturen, die teils über historische Pfadbhängigkeiten den Weg in die Gegenwart gefunden haben. So wird der Handel beispielsweise noch über Händler, teils telefonisch abgewickelt. Die sich während und nach dem Vortrag entwickelnde Diskussion zeigte, dass das Thema einen Nerv beim Publikum getroffen hat.

Der Fachbereich begrüßt Hon.-Prof. Dr. Andreas Schrimpf in seinen Reihen und freut sich auf spannende neue Erkenntnisse für Forschung und Lehre an der Schnittstelle zwischen Universität und Praxis in Financial Economics!