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24.08.2026

Entrepreneurship Essentials: Von der Idee zur Umsetzung

Wie entstehen Gründungsprojekte? Manchmal nimmt eine Idee ihren Anfang bei einem Abend mit Freunden. Manchmal ist es ein Problem, das man selbst lösen möchte. Manchmal wächst eine Idee durch Tüftelei oder entsteht im Labor. Und manchmal nimmt ein Gründungsprojekt seinen Anfang mit einem Kurs.

Für Paul Spira war Entrepreneurship Essentials ein solcher Ausgangspunkt. Als er den Kurs des Startup Centers der Universität Tübingen besuchte, hatte er bereits eine erste Idee. Vor allem aber bekam er einen Einblick darin, was es eigentlich bedeutet, eine Idee in die Praxis umzusetzen.
Am Anfang hat man ja nur eine Vision und eine Idee im Kopf und man weiß nicht, wo man anfangen soll“, erzählt Paul. Der Kurs habe ihm „enorm viel Sicherheit gegeben“, weil gezeigt wurde, wie die ersten Schritte in die Realisierung der Business-Idee funktionieren.


In acht Sitzungen arbeiten Studierende an ihren Ideen, sprechen mit potenziellen Nutzerinnen und Nutzern und holen früh Feedback ein. Dabei geht es nicht darum, eine Idee möglichst lange im eigenen Kopf zu perfektionieren, sondern möglichst schnell Feedback einzuholen und die Ideen dann entsprechend anzupassen und weiterzuentwickeln. „Ich glaube, das Wertvollste ist tatsächlich die Kritik“, sagt Paul. Durch den Austausch im Kurs habe er gelernt, die eigene Idee aus anderen Perspektiven zu betrachten und weiterzuentwickeln. Auch Florian lernte Paul bei Entrepreneurship Essentials kennen. Einige Monate später trafen sich die beiden bei einem weiteren Kurs des Startup Centers zu bio- und klimabasierten Startups wieder und stellten überrascht fest, dass beide ihre Projekte in der Zwischenzeit weiterentwickelt hatten.


Aus dem Wiedersehen wurde Zusammenarbeit: Sie verbanden ihre Projekte und arbeiteten gemeinsam an einer Gründungsidee. Paul entschied sich später für einen anderen Weg. Florian führt das daraus entstandene Projekt mit weiteren Co-Foundern weiter. Das Team strebt im nächsten Schritt eine Förderung durch das EXIST-Gründungsstipendium an. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderte Programm unterstützt innovative Gründungsvorhaben aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der frühen Phase mit finanzieller Unterstützung und Beratung.


Für Paul war Entrepreneurship Essentials dabei mehr als die Vermittlung von Gründungswissen. „Ich hatte einfach Ansprechpartner für genau die Dinge, die ich brauchte“, sagt er. Marktanalyse, Kundenvalidierung, Product-Market-Fit, Finanzen, Fördermöglichkeiten und Pitch-Training – der Kurs habe ihm den nötigen Werkzeugkasten gegeben, um die Idee tatsächlich anzugehen. Gleichzeitig entstand etwas, das sich nicht planen lässt: neue Kontakte. Paul beschreibt die Unterstützung des Startup Centers als eine Art „Händchen halten“. Jemanden zu haben, der den Prozess kennt, Feedback gibt und bei Fragen weiterhilft.

Der Kurs gab uns alles, um loszulegen – inklusive den Mut.

Und manchmal führt dieses Loslegen nicht nur zu einer realisierbaren Idee, sondern auch zu neuen Menschen, neuen Projekten und einer Zusammenarbeit, die über den Kurs hinausgeht.