Mit Hannah Arendt über KI nachdenken – Teilnahme am Forum Erziehungs- und Bildungsphilosophie 2026
Auf der Jahrestagung des Forums Erziehungs- und Bildungsphilosophie vom 17. bis 19.07.2026 im Kloster Höchst durfte ich einen Vortrag über die Konzeption meiner laufenden Masterthesis am Institut für Erziehungswissenschaft halten. Das Forum bietet einen offenen Diskursraum für Wissenschaftler*innen ohne Professur – von Masterstudierenden über Promovierende bis Postdocs, die zu erziehungs- und bildungsphilosophischen Themen forschen. In meiner Masterthesis verbinde ich ein gegenwärtig hochrelevantes Thema – den bildungstheoretischen Umgang mit KI – mit einer in der Erziehungswissenschaft zunehmend rezipierten philosophischen Perspektive: Hannah Arendts Denken erfährt derzeit eine deutlich gestiegene Aufmerksamkeit in der bildungstheoretischen Forschung u.a. im Diskurs um Lehrkräftebildung und politische Bildung. Ich möchte dabei der Frage nach dem Verhältnis von Bildung, Denken, Urteilen und Weltbezug unter den Bedingungen einer KI-geprägten Welt nachgehen. Gegenstand der Untersuchung ist, inwiefern Hannah Arendts Bestimmung von Denken, Urteilen und Handeln sich eignet, diese gegenwärtigen Herausforderungen bildungstheoretisch zu rahmen. Neben der Diskussion erster Forschungsergebnisse konnte ich Forschende anderer Universitäten kennenlernen und mich vernetzen. Die aktive Teilnahme am Forum Erziehungs- und Bildungsphilosophie und die Vorstellung der Konzeption meiner laufenden Masterthesis waren für mich eine besonders wertvolle Erfahrung und ein Schritt vorwärts in eine wissenschaftliche Karriere. Zum ersten Mal konnte ich die Konzeption meiner Masterthesis vor einem Fachpublikum vorstellen und erhielt dabei wichtige Impulse für meine weitere Arbeit. Ich bedanke mich herzlich beim Universitätsbund Tübingen für die großzügige Unterstützung, die mir diese Möglichkeit eröffnet hat, meine Forschung vorzustellen und zu diskutieren. Zudem gilt mein Dank Dr. Pia Rojahn für die Ermutigung und fachliche Unterstützung, meinen ersten akademischen Vortrag zu halten – eine Erfahrung, die mich in meinem wissenschaftlichen Weg bestärkt hat.