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03.07.2026
VolkswagenStiftung verlängert Förderung für Forschungsprojekt zu Wissenschaftskommunikation und KI
Das Projekt RHET AI aus Tübingen und Karlsruhe wird weiter von der VolkswagenStiftung gefördert – neben drei weiteren Zentren für Wissenschaftskommunikationsforschung in Kiel, München und im Rhein-Ruhr-Gebiet. Gesamtfördersumme beträgt rund 7 Millionen Euro.
Mit der Initiative „Wissenschaftskommunikation hoch drei“ finanziert die VolkswagenStiftung seit 2021 bundesweit Forschungszentren, in denen Forschende und Praktiker:innen gemeinsam untersuchen, wie Wissenschaftskommunikation funktioniert und wie sie verbessert werden kann. Neben der Forschung werden mit Praxispartnern neue Formate der Vermittlung entwickelt und erprobt. Insgesamt hat die Stiftung für die Startphase der Zentren 15 Mio. Euro Fördergelder bewilligt.
In den vier Zentren, die in Tübingen, Kiel, München und dem Rhein-Ruhr-Gebiet entstanden sind, wird zu verschiedenen Schwerpunkten geforscht:
- Wissenschaftskommunikation und Künstliche Intelligenz (RHET AI – Center for Rhetorical Science Communication Research on Artificial Intelligence)
- Visuelle Kommunikation zu Gesundheit- und Lebenswissenschaften (Kiel Science Communication Network)
- Wissenschaftskommunikation zu Planetary Health (Munich Science Communication Lab)
- Kommunikation der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und der Wissenschaftsforschung (Rhine Ruhr Center for Science Communication Research)
Nun können die Zentren in der drei Jahre andauernden zweiten Förderphase u.a. ihre Forschungsarbeiten weiterentwickeln, sich an den Heimatinstitutionen weiter verankern und neben der nationalen auch die internationale Vernetzung vorantreiben.
Georg Schütte, Vorstand der VolkswagenStiftung: „Wir haben mit unserer Förderung der vier Zentren für Wissenschaftskommunikationsforschung die nötigen Experimentierräume geschaffen, in denen Wissenschaft und Kommunikationspraxis im Austausch mit ihren Zielgruppen neues Wissen und neue Methoden entwickeln. Mit der zweiten Förderphase sorgen wir im Schulterschluss mit den Universitäten dafür, dass die Zentren sich dauerhaft etablieren, die vielversprechenden Forschungsansätze weiteren Schub bekommen und das wertvolle Praxiswissen auf die Straße kommt“.
Olaf Kramer, Lehrstuhl für Rhetorik und Wissenschaftskommunikation der Universität Tübingen: „Ich freue mich über die Verlängerung der Förderung des RHET AI Center durch die VolkswagenStiftung. Damit können wir auch in Zukunft am RHET AI Center Künstliche Intelligenz als transformative Kraft untersuchen und der Frage nachgehen, wie sie unseren Umgang mit Wissen sowie gesellschaftliche Debatten verändert“. Besonders wichtig ist uns dabei der Austausch mit der Öffentlichkeit, um die transformative Kraft der KI aus der Perspektive der Menschen zu reflektieren, die in einer Welt leben, die zunehmend von KI-Technologien durchdrungen ist.“
Informationen zur zweiten Förderphase
Das Tübinger Zentrum RHET AI – Center for Rhetorical Science Communication Research on Artificial Intelligence untersucht, wie Künstliche Intelligenz gesellschaftlich diskutiert und vermittelt wird. Während in der ersten Förderphase öffentliche Narrative über KI im Fokus standen, richtet sich die Forschung zukünftig darauf, wie Menschen mittels KI wissenschaftliche Inhalte verstehen und kommunizieren. Im Zentrum steht die Frage, welche Verständigungsgrundlagen („common ground“) in Kommunikationsprozessen gelten können, wenn KI Systeme Inhalte individuell an Nutzer:innen anpassen.
- Geförderte Institutionen: Eberhard Karls Universität Tübingen, Leibniz-Institut für Wissensmedien, Karlsruher Institut für Technologie
- Fördersumme: rd. 2,2 Mio. Euro
- Beteiligte Institutionen inklusive Praxispartner: Stony Brook University, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation, experimenta Science Center Heilbronn, Wissenschaft im Dialog, Volkshochschulverband Baden-Württemberg, Center for Human Technology
Nach einer Meldung der VolkswagenStiftung