Institut für Politikwissenschaft

MiSP - Migration and Social Protection

Das von der Baden-Württemberg Stiftung finanzierte Forschungsprojekt analysiert die Rolle von Not-for-Profit Organisationen (NPOs) in der sozialen Sicherung und Unterstützung von Migrant*innen, die nur geringen oder keinen Zugang zu regulären wohlfahrtsstaatlichen Leistungen besitzen.

Deutschland verzeichnete in den letzten Jahren einen Anstieg von Migrant*innen, die keinen, oder nur begrenzten Zugang zu regulären wohlfahrtsstaatlichen Leistungen besitzen – hierunter fallen insbesondere Asylsuchende, Geduldete, irregulär Zugewanderte sowie gewisse EU-Bürger*innen. Daher finden sich diese transnationalen Migrant*innen häufig in sehr prekären Lebenslagen wieder.

Dort, wo aufgrund des Aufenthaltstitels kein rechtlicher Anspruch auf Grundsicherung oder Sozialhilfe besteht, stellen Organisationen des dritten Sektors – Wohlfahrtsverbände oder andere soziale Not-for-Profit Organisationen (NPOs) – Hilfen in vielfältigster Form zur Verfügung. Neben Angeboten, die speziell migrierte Personen adressieren (bspw. Migrationsberatung, Migrationsdienste, Integrationsbegleitung) stehen auch Regelangebote z.B. der Wohnungslosenhilfe (Notunterkünfte, medizinische Grundversorgung, Nahrungsmittelversorgung) für die Migrant*innen offen. In dieser Arbeit werden NPOs in unterschiedlichem Ausmaß von örtlichen und überörtlichen öffentlichen Trägern unterstützt.

Das Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, die komplexe Struktur sozialer Unterstützungsangebote zu erfassen und zu analysieren, wie NPOs untereinander und mit öffentlichen Trägern kollaborieren, um die Sicherung transnationaler Migrant*innen zu gewährleisten. Unter Verwendung qualitativer Forschungsmethoden werden hierzu verschieden deutsche Städte untersucht und verglichen.

Description in English

The research project funded by the Baden-Württemberg Foundation explores the role of non-for profits in providing social protection to migrants with little or no access to regular social provision.

Germany has in the last years seen an increase in numbers of migrants that have no or very limited access to regular welfare provisions – especially those with irregular or asylum-seeker status, but also certain EU-citizens. This leaves many in very precarious social situations. Where such gaps exist, not-for profit organisations often step in to provide various services to these groups. With the aim to better understand the sources of social protection for transnationally mobile persons, this research project seeks i) to map such social provisions and ii) explore how non-for-profit organisations collaborate with each other and with local governments to this end. Based on in-depth qualitative research, a number of German cities will be studied and compared.