College of Fellows

CoF Focus Groups

Fellows der Universität Tübingen können sowohl an einzelnen Events als auch an Forschungskooperationen unserer Focus Groups teilnehmen. Wir nehmen sehr gerne Ideen für neue Focus Groups entgegen und schreiben gelegentlich auch zur Teilnahme an Focus Groups aus. Wenn Sie bei einer Focus Group mitmachen möchten, kontaktieren Sie uns gerne. In unsererem Focus Groups Archiv und der Mediathek finden Sie bereits durchgeführte Focus Groups, Projekte und Veranstaltungen.

Belonging

"Belonging" (Zugehörigkeit) ist ein zunehmend hinterfragtes Konzept im 21. Jahrhundert, in dem die menschliche Gesellschaft immer globaler wird. Gesellschaften werden vielfältiger, nationale Zugehörigkeiten werden durch moderne Arbeitsmigration sowie Flucht- und Armutsmigration in Frage gestellt, und traditionelle Bindungen scheinen sich generell aufzulösen. Zugleich entsteht ein neues Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Stehen die Phänomene Globalisierung und Zugehörigkeit im Widerspruch zueinander? Oder sind wir heute herausgefordert, Zugehörigkeit überhaupt neu zu denken?

Intercultural Studies

Die Focus Group Intercultural Studies geht von der globalen Vielfalt geistesgeschichtlicher Traditionen und menschlicher Welt- und Selbstverständnisse aus. Die Forschungsprojekte zielen einerseits auf eine Sensibilisierung für den Reichtum nicht-westlicher Ideen, andererseits auf ein grundsätzliches Verständnis von Interkulturalität und die kritische Reflexion der europäisch-westlichen Tradition. Im Zentrum stehen Fragen nach dem Bewusstsein für das Zusammenleben verschiedener Kulturen in der globalen Welt: Wie lässt sich das Miteinander verschiedener kultureller Welten denken, ohne sie unter eine allgemeine Form zu subsumieren? Wie lassen sich verdeckte Machtstrukturen und Identitätszuschreibungen aufdecken? Was kann kulturelle Zugehörigkeit heute überhaupt bedeuten und welchen Einfluss hat die Globalisierung auf die kulturelle Zugehörigkeit des Einzelnen? Müssen wir die europäisch-westliche Ideengeschichte neu bewerten? Wie verändert die interkulturelle Begegnung unser Verhältnis zur Natur? Und was bedeutet sie für die Wissenschaften?

Interdisziplinäre Anthropologie

Die berühmte kantische Frage „Was ist der Mensch?“ lässt sich heute nicht mehr stellen, ohne den Menschen in seiner Situiertheit und Zugehörigkeit zur Welt zu erfassen. Sie betrifft deshalb grundsätzlich das menschliche Dasein im Ganzen und bringt verschiedene Disziplinen miteinander ins Gespräch. Vor allem aber betrifft die Frage nach dem Menschen den Fragenden immer auch selbst, so dass auch die Antworten auf diese Frage ihrerseits historisch und kulturell situiert sind. Dadurch gewinnt die Frage nach dem Menschen jenseits der existentiellen und sozialen Dimensionen auch eine globale gesellschaftspolitische Relevanz. Wir greifen diese Themen („One World Anthropology“, „The Comparative Anthropology of Worlding“) in einzelnen Veranstaltungen auf und versuchen, Brücken zwischen verschiedenen Disziplinen zu schlagen.